Not logged inCSS-Forum
Forum CSS-Online Help Search Login
CSS-Shop Impressum Datenschutz
Up Topic Hauptforen / CSS-Forum / Kleines Zahlenrätsel
- - By Ingo Althöfer Date 2026-01-02 09:17 Edited 2026-01-02 09:42
Für eine natürliche Zahl n > 0 betrachte die Menge N={1, 2, ..., 2n}.
Sei A eine Teilmenge von N mit n+1 Elementen.

Zeige: Dann gibt es in A Elemente a und b,
so dass a ein Teiler von b ist.

Hinweis: Schubfach-Prinzip spielt eine Rolle.

Ergänzung: Man gebe eine n-elementige Teilmenge B
von N an, in der kein solches Teilerpaar (a,b) existiert.
Gibt es dafür eine allgemeine Konstruktion?

Allen ein gutes Jahr 2026,
Ingo.
Parent - - By Wolfram Bernhardt Date 2026-01-02 11:37 Upvotes 1
Hallo Ingo und ein frohes neues Jahr!

Mein Antwortversuch in Morse-Code, um niemanden etwas zu verderben. (rot13 eignet sich hier nicht):

.. -.-. .... / ..-. .- -. --. . / -- .. - / -.. . .-. / . .-. --. .-.- -. --.. ..- -. --. / .- -. ---... / -... / -... . ... - . .... - / .- ..- ... / -.. . -. / . .-.. . -- . -. - . -. / -. .-.-. .---- / -... .. ... / ..--- -. .-.-.- / ..-. ..-- .-. / --.. .-.-.- -... .-.-.- / -. -...- .---- ----- / .- .-.. ... --- / # .---- .---- --..-- / .---- ..--- --..-- / .---- ...-- / .-.-.- .-.-.- .-.-.- / ..--- ----- # .-.-.- / .-- . -. -. / -.. .- ... / -.. .. . / . .. -. --.. .. --. / -- ---. --. .-.. .. -.-. .... . / .-.. ---. ... ..- -. --. / ..-. ..-- .-. / -... / .-- .-.- .-. . --..-- / .-- ..-- .-. -.. . / -.. .- ... / -.. .. . / ..- .-. ... .--. .-. ..-- -. --. .-.. .. -.-. .... . / ..-. .-. .- --. . / .- ..- -.-. .... / --. .- -. --.. / -.. .. .-. . -.- - / .- ..- -.-. .... / -... . .- -. - .-- --- .-. - . -. ---... / -... / .. ... - / -.. .. . / .-..-. --- -... . .-. . .-..-. / .... .-.- .-.. ..-. - . / ...- --- -. / -. .-.-.- / -.. .- / -- .- -. / -. ..- -. / .- -... . .-. / -. --- -.-. .... / . .. -. / . .-.. . -- . -. - / .- ..- ... / -.. . .-. / ..- -. - . .-. . -. / .... .-.- .-.. ..-. - . / -. . .... -- . -. / -- ..- ... ... / -.--. -. . -. -. . -. / .-- .. .-. / . ... / --.. -.--.- --..-- / ..- -- / .- ..- ..-. / -. .-.-. .---- / . .-.. . -- . -. - . / --.. ..- / -.- --- -- -- . -. --..-- / .. ... - / -.- .-.. .- .-. --..-- / -.. .- ... ... / . ... / .. -. / -.. . .-. / --- -... . .-. . -. / .... .-.- .-.. ..-. - . / . .. -. / . .-.. . -- . -. - / --. .. -... - --..-- / -.. .- ... / -.. .- ... / -.. --- .--. .--. . .-.. - . / ...- --- -. / --.. / .. ... - .-.-.- / . ... / --. .. -... - / .- -... . .-. / ..-. ..-- .-. / -... / -. --- -.-. .... / .- -. -.. . .-. . -. / .-.. ---. ... ..- -. --. . -. .-.-.- / .. -. / -.. . -- / -... . .. ... .--. .. . .-.. / ...- --- -. / -. -...- .---- ----- / -.- .- -. -. / -- .- -. / -.. .. . / .---- ....- / -.. ..- .-. -.-. .... / -.. .. . / --... / .- ..- ... - .- ..- ... -.-. .... . -. .-.-.- / -.. .- -. -. / .... .- - / -- .- -. / . .. -. / .- -. -.. . .-. . ... / -... .-.-.- / - .-. --- - --.. -.. . -- / ... . -. -.. . / .. -.-. .... / -.. .- ... / -- .- .-.. / ... --- / .- .-.. ... / .-.. ---. ... ..- -. --. ... ...- . .-. ... ..- -.-. .... / . .. -. .-.-.- / .. -.-. .... / -.- .- -. -. / -- .. -.-. .... / .--- .- / -. .. -.-. .... - / --. .-.. . .. -.-. .... / .- -- / .- -. ..-. .- -. --. / -.. . ... / .--- .- .... .-. . ... / --.. ..- / ... . .... .-. / ...- . .-. .- ..- ... --. .- -... . -. / ---... -....- -.--.-

(dekodieren z.B. hier: https://gc.de/gc/morse/)

Viele Grüße
      Wolfram
Parent - - By Olaf Jenkner Date 2026-01-02 12:36 Upvotes 1
Toll, Fisches Nachtgesang!
Parent - - By Ingo Althöfer Date 2026-01-02 13:03
Hallo Olaf,

..-. .. ... -.-. .... . ... / -. .- -.-. .... - --. . ... .- -. --. / ..--..
Parent - - By Peter Martan Date 2026-01-02 13:08 Upvotes 1
-.-. .... .-. .. ... - .. .- -. / -- --- .-. --. . -. ... - . .-. -. ... / --. .- .-.. --. . -. .-.. .. . -.. . .-. --..-- / . .. -. . ... / -.. .- ...- --- -. / -... . ... .- --. - . .-. / -. .- -.-. .... - --. . ... .- -. --. .-.-.- / .... - - .--. ... ---... -..-. -..-. -.. . .-.-.- .-- .. -.- .. ... --- ..- .-. -.-. . .-.-.- --- .-. --. -..-. .-- .. -.- .. -..-. ..-. .. ... -.-. .... . ... ..--.- -. .- -.-. .... - --. . ... .- -. --.

.--. .-. --- ... .. - / -. . ..- .--- .- .... .-. -.-.--
Parent - - By Olaf Jenkner Date 2026-01-02 13:42
Brauche neue Brille
Parent - By Peter Martan Date 2026-01-02 13:45 Edited 2026-01-02 13:47
Zuerst, wenn du's nicht schon hast, probier' den Link, den Wolfram in seinem Posting gesetzt hat. Eigentlich ging's mir hauptsächlich darum, das in Aktion zu sehen.
Und zugeprostet hatte ich dir ja eh schon per Mail.
Parent - By Ingo Althöfer Date 2026-01-02 13:04
Hallo Wolfram,

sehr interessant, und in der Tat ein Anfang.
Aber wie bei einem guten Eisberg liegt noch ein
beträchtlicher Teil der Lösung unter Wasser.

Viele Grüße, Ingo.
- - By Ingo Althöfer Date 2026-01-02 13:37 Upvotes 1
CSS-Forum at it's best!

In diesem Thread habe ich jetzt schon so viel Neues gelernt.
Dank an Wolfram, Olaf und Peter!

Viele Grüße, Ingo.
Parent - - By Volker Pittlik Date 2026-01-02 20:59 Upvotes 1
Danke für das Rätsel, für das ich nicht einmal einen Ansatz habe, wie es zu lösen sei.
Interessant fand ich noch den "Übersetzer für Morsecode".

Im Mathe hatte ich meistens einen schönen Fensterplatz, mit fortschreitendem Alter finde ich diese
Disziplin aber immer interessanter, teilweise geradezu schön.

Obwohl ich bisher nur bis zum dritten Teil vorgedrungen sind möchte ich dem Interessierten die Vorlesungsreihe
"Kurze Geschichte der Mathematik" empfehlen. Die ist für studierte Mathematiker vielleicht nicht allzu
überraschend, aber wer sich aus allgemein wissenschaftlichem Interesse für das Thema erwärmen kann,
ist es vielleicht etwas:

https://youtu.be/OxKec0eIVQw?si=qHt2gE3khY02hRok&t=0

Gruss

Volker
Parent - - By Ingo Althöfer Date 2026-01-02 22:07
Hallo Volker,

Volker Pittlik schrieb:
Danke für das Rätsel, für das ich nicht einmal
einen Ansatz habe, wie es zu lösen sei.

das Ergebnis stammt von Paul Erdos und ist ein
sehr elegantes Argument.

Er zeigt: seien a0, a1, ... an
(n+1) verschiedene Elemente aus {1, 2, ..., 2n}.
Jedes dieser ai spaltet er in geraden und ungeraden Teil auf:

a0 = 2^k0 * u0    (u für ungerade)
a1 = 2^k1 * u1
...
an = 2^kn * un.
u0, u1, ..., un sind alles ungerade Zahlen aus der Menge {1, 3, 5, ..., 2n-1}.
Die Menge hat aber nur n Elemente. Also muss es i < j geben, so dass
ui = uj  (Schubfachprinzip).
Jetzt vergleicht man die beiden Exponenten ki und kj. Sei oBdA ki < kj.
Dann ist ai ein Teiler von aj.   Genial, oder?

Im Prinzip zeigt der Beweis eine stärkere Aussage:
Wenn man n+1 Elemente aus {1, 2, ..., 2n} hat, dann
gibt es zwei davon, wobei das eine das 2^k-fache des
anderen ist für ein passendes k > 0.

Zitat:
Im Mathe hatte ich meistens einen schönen Fensterplatz...

Also wie Romy Schneider. Die hatte in ihren Memoiren beschrieben, dass
sie in Mathe in der Schule immer nur aus dem Fenster geschaut habe.

Viele Grüße, Ingo.

Nachfolge-Rätsel: Wie müssen die Parameter (statt n und 2n) gewählt
sein, damit es immer 2 Zahlen gibt, so dass die eine das 3^k-fache
der anderen ist?
Parent - - By Olaf Jenkner Date 2026-01-02 22:55 Edited 2026-01-02 23:04
Ingo Althöfer schrieb:

Also wie Romy Schneider. Die hatte in ihren Memoiren beschrieben, dass
sie in Mathe in der Schule immer nur aus dem Fenster geschaut habe.

Ja, in Deutschland, und also wohl auch Österreich, ist man stolz auf seine Dummheit.
Das geht bis in höchste Kreise, die Merkel mal ausgenommen.
Vor Jahren gab es eine Festveranstaltung zum 80. von Helmut König, den alle Mathefans
im Raum Chemnitz verehren, denn er war jahrzehntelang Förderer des Mathenachwuchses.
Eigentlich jeder, der sich auf gehobenem Niveau an Matheolympiaden beteiligt hatte,
kennt ihn und hat ihm viel zu verdanken.
Die Festrede hielt der damalige Stadtkämmerer Beppo Brehm, der stolz verkündete,
daß er in der Schule von Mathe keinen blassen Schimmer hatte, aber das ist ja auch
nicht wichtig, aus ihm ist ja was geworden. Der Saal war gefüllt mit Mathematikern
der Uni und anderen matheaffinen Menschen, die ihm die Ehre erweisen wollten.
Was für ein Vollpfosten !!!
Parent - - By Ingo Althöfer Date 2026-01-03 09:18 Edited 2026-01-03 09:32
Hallo Olaf,

Olaf Jenkner schrieb:
... Vor Jahren gab es eine Festveranstaltung zum 80. von Helmut König, den alle Mathefans
im Raum Chemnitz verehren, denn er war jahrzehntelang Förderer des Mathenachwuchses...
Die Festrede hielt der damalige Stadtkämmerer Beppo Brehm, der stolz verkündete,
daß er in der Schule von Mathe keinen blassen Schimmer hatte, aber das ist ja auch
nicht wichtig, aus ihm ist ja was geworden...

solche Situationen kennt wohl jeder, der Mathe liebt.
Meist ist man aber nicht darauf vorbereitet und deshalb
nicht schlagfertig genug, direkt Gegenrede oder eine
Frage zu formulieren. (Eine Frage könnte z.B. sein: Was
ist denn bei Ihnen konkret schief gelaufen?)

Es kann ja ganz verschiedene Gründe geben, warum für einen
Schüler die Schulmathematik eine Katastrophe ist:

* ein schlechter Mathelehrer (davon gibt es leider zu viele). Manche
wollten eigentlich Diplom-Mathematiker werden, quälten sich 3 - 5 Jahre,
ehe sie einsahen, dass es nicht reicht. Und dann wechseln sie, um die
Jahre nicht ganz als verloren rechnen zu müssen, ins Mathe-Lehramt
und quälen später Generationen von Schülern mit ihrem runtergeschluckten
Frust. Es gibt auch Lehrer, die sich gar nicht in die Probleme von Schülern
reinversetzen können.

* ein großes Leistungsgefälle in der Klasse, und die Langsameren/
Schwächeren sind auch deshalb frustriert.

* ein trauriges Elternhaus, wo Mutter oder Vater den Nachwuchs
trösten: "Macht Euch nix aus Euren Matheproblemen. Auch ich war
in Mathe schlecht und es hat mir später nichts geschadet."

********************************

Ein mutmachendes Beispiel ist für mich der Sänger Reinhard Mey.
In der Schule und im BWL-Studium nur Frust mit Mathe. Später
wollte er seinen Flugschein machen - und weil ihn die Sache interessierte,
funktionierte plötzlich auch das Begreifen der Trigonometrie.

In der Datenbank der promovierten Mathematiker habe
ich übrigens einen Mathe-Didaktiker Helmut König
gefunden, der 1960 an der Humboldt-Uni in Berlin
promoviert hatte und später zweifacher Doktorvater
in Chemnitz war. Das dürfte der von Dir benannte
sein:
https://www.mathgenealogy.org/id.php?id=58036

EDIT: Ein sehr schönes Interview mit Helmut König findet sich
in einem Zeitungsartikel aus 2021:
https://www.chemnitz.de/de/unsere-stadt/stadtmarketing/die-stadt-bin-ich/macherderwoche/2021/dr_koenig

Viele Grüße, Ingo.

PS: Ich kenne übrigens nur einen Beppo Brehm. Der war
in den 1960ern ein Fernsteh-Star in Westdeutschland, auch
in einer Serie "Die seltsamen Methoden des Franz-Josef Wanninger".
Wir Kinder haben ihn geliebt.
Parent - - By Olaf Jenkner Date 2026-01-03 09:47
Hallo Ingo,

den Namen das Kämmerers hatte ich falsch in Erinnerung, hier ist er:
http://www.chemnitz.de/chemnitz/de/aktuelles/presse/pressemitteilungen/2015/365.html

Dein Link scheint zu stimmen, hier gab es eine Veranstaltung fünf Jahre später:
https://www.tu-chemnitz.de/tu/pressestelle/aktuell/5534

https://www.blick.de/chemnitz/ein-leben-fuer-die-mathematik-artikel11896739

Und er macht weiter:
https://www.freiepresse.de/chemnitz/94-jaehriger-mathematiker-weiter-auf-mission-artikel12944380

Er wurde im Januar 1929 geboren, die oben erwähnte Veranstaltung war also 2009.
Es hatte geschneit, weshalb sich die Vertreter des sächsischen Ministeriums entschuldigen ließen.
Gäste aus Rostock hingegen sind dagewesen.

Viele Grüße
Olaf
Parent - - By Ingo Althöfer Date 2026-01-03 11:45
Hallo Olaf,

ja, die Förderung mathematischer Talente in der DDR
war vorbildlich. Und natürlich spielten "die Rostocker"
dabei auch eine grosse Rolle, ich denke nur an Prof.
Hans-Dietrich Gronau und Prof. Konrad Engel, die ich
beide sehr schätze.

Ungarn hatte übrigens auch eine vorbildliche Talentförderung,
z.B. durch George Polya und auch durch Paul Erdos. Erdos
beobachtete immer sehr genau, wo junge Talente auftauchten.
Denen stellte er dann altersgemäße Matherätsel, wenn auch
ziemlich anspruchsvolle (Motto "Fördern durch Fordern").

Von dem Rätsel am Anfang dieses Threads hatte er eine
einfachere Version für einen 11-jährigen. Dem stellte er
zu Beginn eines gemeinsamen Suppe-Essens folgende Aufgabe:
Seien n+1 Zahlen aus der Menge {1, 2, ..., 2n} gegeben. Dann
gibt es mindestens zwei davon, die teilerfremd sind (also ggt=1).
Während der Suppe löste der Junge die Aufgabe und erklärte
auch, warum es mit n Zahlen statt n+1 ein Gegenbeispiel gebe.

Eine viel schwerere Variante des Problem führte zum Theorem von
Erdos-Ko-Rado. Eine Verallgemeinerung davon formulierte Erdos
als offenes Problem und lobte 500 Dollar für die Lösung aus. Das
Geld bekamen mein Doktorvater Rudolf Ahlswede und sein Assistent
Levon Khachatrian 1996.



Im Foto von links nach rechts: Levon, Erdos, Ahlswede

*********************

Bei dummen Bemerkungen vom Kaliber "ich war immer
schlecht in Mathe" muss man direkt aufstehen und laut
fragen:

"Das ist jetzt nicht böse gemeint: Aber was
ist denn bei Ihnen konkret schief gelaufen?"


Dann ist derjenige erst einmal in der Defensive. Und
wenn er wirklich ein Trauma hat, wird er vielleicht
auch antworten.

Viele Grüße, Ingo.
Parent - By Guenter Stertenbrink Date 2026-01-04 07:40
tja, das ist der Schnee von Gestern.
Die Mathematiker von heute sind jetzt da,
wo die Kopfrechenkuenstler waren bei Einfuehrung
der Taschenrechner.
Oder die Schachbuchautoren in Zeiten der Elo 3000-engines.
ich erinnere die Informatoren , Enzyklopaedie der Schacheroeffnungen
-----------------------------
Was ist wichtiger , dass man weiss wie man schwierige
mathematische Probleme loest oder dass man weiss
wie man den Chatbot promptet damit es sie loest
Parent - - By Frank Brenner Date 2026-01-04 23:02
Hallo Ingo,

das sind zwei sehr schöne Rätsel.

Ich denke aber für normale, intelligente Menschen mit Abitur Mathekenntnisse sind sie dennoch schwer lösbar:

Für das erste Rätsel ist  die Pointe   k = u * 2 ^ i   notwendig   (diese Zerlegung einer Zahl in einem ungeraden Faktor mal einer 2er Potenz)
Und für das Rätsel für den 11 Jährigen Bub, braucht man die Pointe, daß zwei benachbarte Zahlen (k, k+1) teilerfremd sind.

Diese beiden Eigenschaften sind leicht einzusehen wenn man darüber nachdenkt , aber sie fallen nicht zufällig dann vom Baum wenn man sie benötigt wenn sie vorher nicht einigermaßen prominent im Kopf an vorderer Stelle gespeichert waren.

Interessanterweise schafft selbst gpt5.2-instant die leichte Aufgabe auch nicht in jedem Durchlauf.

Grüße Frank
Parent - - By Ingo Althöfer Date 2026-01-05 07:58
Hallo Frank,

Frank Brenner schrieb:
Ich denke aber für normale, intelligente Menschen
mit Abitur Mathekenntnisse sind sie dennoch schwer lösbar: ...

da hast Du recht. Das einzig "einfache" ist im Ursprungs-Posting
die Frage nach n-elementigen Mengen ohne Teiler-Paar.

Zitat:
Und für das Rätsel für den 11 Jährigen Bub, braucht man die Pointe,
daß zwei benachbarte Zahlen (k, k+1) teilerfremd sind.

Diese beiden Eigenschaften ... fallen nicht zufällig dann vom Baum wenn
man sie benötigt wenn sie vorher nicht einigermaßen prominent im
Kopf an vorderer Stelle gespeichert hat.

Interessanterweise schafft selbst gpt5.2-instant die leichte Aufgabe
auch nicht in jedem Durchlauf.

5.2-instant ist sowieso schwacher Kaffee...

Erdos erzählte mal folgenden wahren Witz: In ungarischen Mathe-Zirkeln
war starker Kaffee ein allgemein akzeptiertes und genutztes Sucht-
mittel. EInmal wurde einem 12-jährigen solch ein Kaffee mit ganz
viel Zucke gegeben. Die Ehefrau eines Mathematikers bekam das
mit und war entsetzt. Ein anderer Mathematiker erklärte ihr nur:

"Er ist in Mathe so stark wie ein Mann. Dann darf
er auch trinken wie ein Mann."


Erdos selbst hat öfters Benzedrin als Dopingmittel genommen.

Viele Grüße, Ingo.
Parent - - By Frank Brenner Date 2026-01-05 13:43
Hallo Ingo,

ich denke aber auch das leichte Rätsel, fällt dem normalen intelligenten Menschen nicht gleich in den Schoß.

Daß  k und k+1 teilerfremd ist, das ist klar wenn man explizit danach gefragt wird und kurz darüber nachdenkt, aber aus heiterem Himmel kommt diese Eigenschaft nicht in den Sinn, wenn man über das Rätsel nachdenkt.

Die meisten Menschen haben die Tatsache, das k und k+1 teilerfremd  sind noch nie Atomar im Kopf gespeichert und diejenigen die es doch mal vor 30 Jahren im Studium gehört haben, für die ist diese Eigenschaft im Kopf mittlerweile so weit nach hinten gerutscht, daß der Zugriff darauf extrem träge geworden ist.
Man denkt darüber nach "Wie vermeide ich Teiler?" und nicht "Welche Eigenschaften haben Nachbarn?"

Aber hier kann man mal sehen, wie schwer eine Aufgabe auf der einen Seite sein kann und wie trivial sie aufeinmal wird, wenn man den genialen Funken (der selbst auch trivial ist) als Hinweis mitgeteilt bekommt.

Dein Nachfolgerätsel ist dagegen dann die reine Anwendung, wo man testen kann ob der Schüler das überhaupt verstanden hat oder ob er nur nickt.

Vor vielen Jahren hat mir mal jemand gesagt, ein Bäckerlehrling sollte Rosinenbrötchen Backen wo in jedem Brötchen mindestens eine Rosine drin sein soll. Als die Maschine den Teig für 1000 Brötchen am Kneten war, wollte er sich die Arbeit erleichtern und hat einfach 1000 Rosinen in die Rührmaschine geschüttet,  statt später einzeln in jedes Brötchen eine Rosine zu drücken.
Wieviele Beschwerden wird  der Bäcker voraussichtlich von Kunden bekommen deren Brötchen keine einzige Rosinen enthält ?
Damals fand ich das Rätsel sehr schwer. Heute bin ich genauso dumm wie früher, aber das Rätsel fühlt sich jetzt sehr leicht an, aber nur dank auswendig gelerntem Zusatzwissen das parat liegt.

Zu Erdos  hat mir die KI folgendes erzählt ...

Paul Erdős lebte von 26. März 1913 bis 20. September 1996
Schon lange vor dem Tod seiner Mutter  1971 war Erdős extrem produktiv. Eine Auswertung seiner Publikationsdaten (auf Basis bibliografischer Listen) kommt für die Zeit vor 1971 auf grob ≈ 15 Arbeiten pro Jahr im Mittel (mit Schwankungen).

Nach dem Tod begannen – laut verbreiteten biografischen Darstellungen – Antidepressiva und Stimulanzien eine größere Rolle zu spielen; Freunde waren darüber besorgt.

Daraus entstand die berühmte Wette von 1979: Ron(ald) Graham bot Erdős 500 Dollar, wenn er 30 Tage auf die Mittel verzichtet. Erdős hielt den Monat durch, sagte danach aber sinngemäß, er habe morgens nur auf ein leeres Blatt gestarrt, ohne Ideen „wie ein gewöhnlicher Mensch“ – und Graham habe „die Mathematik um einen Monat zurückgeworfen“. Unmittelbar danach, so wird es berichtet, nahm er wieder Ritalin und Benzedrin.

Ob die Medikamente später immer mehr wurden (im Sinne von stetig steigender Dosis), ist in den gängigen, gut zugänglichen Quellen nicht sauber dokumentiert. Was man dagegen häufig findet, ist die deutlich vorsichtigere Aussage: fortgesetzter, teils täglicher Gebrauch in den folgenden Jahrzehnten.
Erdős starb am 20. September 1996 in Warschau an einem Herzinfarkt – während er dort eine mathematische Veranstaltung besuchte

Grüße
Frank
Parent - By Frank Brenner Date 2026-01-05 14:25 Edited 2026-01-05 14:37
Ich wollte nur den Teil mit den Drogen thematisieren.

Abgesehen davon ist Erdos natürlich ein Weltwunder.

Es gibt die Anekdote, ich glaub Du hast sie mal erzählt, hier von der KI nochmal formuliert:

Ein junger Mathematiker (oft ein Doktorand oder Post-Doc) sitzt verzweifelt in einer Kaffeepause oder beim Abendessen und erklärt Erdős sein Problem, an dem er seit Monaten ohne Fortschritt arbeitet.

Erdős hört konzentriert zu, starrt oft für ein paar Augenblicke ins Leere oder kritzelt ein paar Zeichen auf eine Serviette.

Er sagt dann meistens so etwas wie: "Oh, das ist doch ganz einfach, versuch es mal so..." und skizziert in wenigen Minuten den entscheidenden Beweisschritt, der dem anderen monatelang entgangen war.
Parent - By Ingo Althöfer Date 2026-01-05 16:49
Hallo Frank,

Frank Brenner schrieb:
...Erdős starb am 20. September 1996 in Warschau an einem Herzinfarkt –
während er dort eine mathematische Veranstaltung besuchte

das ist der harmlose Teil der Story zu seinem Ende.

Er war auf dieser Tagung in Warschau und in einem Hotel
untergebracht. Das folgende habe ich nicht selbst erlebt,
aber von jemand Vertrauenswürdigem gehört.

Erdos lag/sass im Bett und wollte Mathe machen. Die Beleuchtung
war aber suboptimal. Er rief an der Rezeption an und wollte eine
zweite Nachtischlampe.
Mitarbeiter: "Dafür habe ich jetzt keine Zeit."
Erdos: "Ich brauche die zweite Lampe für die Mathematik."
Mitarbeiter: "Darum werde ich mich jetzt NICHT kümmern."

Erdos rastete aus und rief direkt die Organisatoren der Tagung an.
Er wolle sofort in ein anderes Hotel. Es wurde veranlasst.
Im anderen Hotel bekam Erdos dann den tödlichen Herzinfarkt.

******************

Ich habe nur eine Nachttischlampe, ganz klein, damit
ich meine Frau nicht in ihrem Schlaf störe.

Die Sache mit den Drogen bei Erdos fand ich natürlich bemerkenswert.
Für mich war das immer ein Indiz, dass gewisse Mittel auch beim Schach
helfen dürften.

Viele grüße, Ingo.
Parent - By Volker Pittlik Date 2026-01-04 19:45
Olaf Jenkner schrieb:

...Ja, in Deutschland, und also wohl auch Österreich, ist man stolz auf seine Dummheit.
Das geht bis in höchste Kreise, ...
...


Ich bin ein wenig stolz darauf, dass einer meiner Schüler zu einer Informatik-Olympiade eingeladen wurde.

Ansonsten gebe ich Dir recht. Einige posten ihre Belege ihrer Blödheit sogar penetrant in irgendwelchen Foren.

Ich bin jetzt mal für einige Zeit weg.

P.S. Ignore-Liste angepasst
- By Ingo Althöfer Date 2026-01-05 08:48
Liebe Leute,

der Thread war in einem Teil leider aus dem Ruder gelaufen,
obwohl das bestimmt niemand der Beteiligten wollte.

Als Trost ist hier der Link zu einer anrührenden Szene aus Romy
Schneiders letztem Film "Die Spaziergängerin von Sansoucci":

https://www.youtube.com/watch?v=N_llU9Nl7JM

Auch wenn man kein Französisch kann, versteht man,
um was es geht.  Der 11-jährige Junge wurde übrigens ein
weltbekannter Mathematiker, der sogar eine Fields-Medaille
gewann:  Wendelin Werner.

Ingo (hofft, dass Volker nicht so lange abtaucht).
Up Topic Hauptforen / CSS-Forum / Kleines Zahlenrätsel

Powered by mwForum 2.29.3 © 1999-2014 Markus Wichitill