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Up Topic Hauptforen / CSS-Forum / MM5 12500 MHZ UCI Engine
- - By Frank Brenner Date 2026-07-11 22:51 Upvotes 7
Seit einigen Wochen bin ich dabei mit Hilfe von KI den Maschinencode von MM5 in ein neues C Programm zu überführen mit native UCI Unterstützung. Die Engine kann so unter

Arena eingebunden werden. Es ist also kein 6502 Emulator und auch kein CB-EMU Projekt im original Schachcomputerdesign.

Das Projekt ist schon weit fortgeschritten und ich denke die Geschwindigkeit ist schon fertig optimiert. Die KI kämpft hier höchstens noch um zehntel Prozent.
Das Projekt ist schon 22.000 C Zeilen groß.

Nach 1.a4 wird Tiefe 9 komplett in 0,9s und Tiefe 10 in 3,7s auf einem Ryzen 5950X (1 Core) Rechner durchgerechnet.

Ihr könnt euch ja den Testbericht von Thorsten Czub aus der CSS noch einmal durchlesen:

https://www.schaakcomputers.nl/hein_veldhuis/database/files/10-1990,%20CSS,%20Thorsten%20Czub,%20Der%20neue%20Mephisto%20MM%20V%20im%20Vergleichstest.pdf

Alle Lösezeiten für den MM5 die Thorsten damals ermittelt hat, liegen heute unter 1s.

Wir hatten das Thema ja hier schon mal gehabt:

https://forum.computerschach.de/cgi-bin/mwf/topic_show.pl?pid=133856;hl=mm5%5c.1

Damals hab ich Faktor 1000 geschätzt, tatsächlich ist es aber eher 2000-3000 je nach CPU gegenüber dem Original 5MHZ 65c02 MM5
Parent - By Thorsten Czub Date 2026-07-12 14:40 Upvotes 1
Ein wirklich erstaunliches Projekt. Vielen Dank dafür.

1990 habe ich den Testbericht über den MM5 geschrieben, und jetzt 36 Jahre später ist die Assembler Engine in tausenden C-Zeilen niedergeschrieben.

Einfach Wahnsinn!!

Ed Schröders Engines waren damals die elostärksten 6502 8-Bit Programme die es gab.
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-07-12 18:16 Edited 2026-07-12 18:22 Upvotes 1
Hallo Frank,

eine gut Idee!
Werde ich ausprobieren!

Was ich nicht verstehe ...
Warum MMV?
Warum nicht NigelShort!!

Was ich jetzt schreibe ist zwar immer auch ein wenig persönliche Meinung aber:
NigelShort spielt vielleicht gar das schönste Schach aller früheren Schachcomputer.
NigelShort ist deutlich spielstärker als MMV, ich schätze so um 75 Elo bei 5Mhz.

Sicherlich wird es Gründe dafür geben!

Erinnere ich mich an frühere Zeiten, so waren einige meiner Schachfreunde gar der Meinung, dass MMIV stärker spielt bei steigender Mhz (im Vergleich zum MMV).
Allerdings spielt das MMIV verhaltener, seinerzeit ja auch der Grund einen Turbo auf das MMIV zu setzen und nicht auf das MMV Modul.

Für mich spielte der NigelShort und auch der MMII wirklich schönes Schach.
Das Problem bei dem MMII war das Endspiel, deutlich mehr als bei dem MMV.
Aber taktisch im Mittelspiel schien das MMII noch gefährlicher als der MMV.

Ich habe gehört das auch an einem MMIII, ein verbessertes MMII Modul, gearbeitet wird.
Ich glaube es gab 8 verschiedene MMII Versionen, die letzten waren MMIIa und auch im MMII war dann zuletzt eine Version 400 enthalten.
Ca. ab Seriennummer die mit 58... beginnt.

Bei einem Turning von nur 3,7 auf 7,4 Mhz errreicht das MMII v400 gar die Spielstärke vom MMIV (5Mhz Standard).

Auch das MMII wäre interessant!
Allerdings von Ulf Rathsman, nicht von Ed Schröder.

Viele Grüße
Frank
Parent - - By Frank Brenner Date 2026-07-12 19:54 Upvotes 1
Hallo Frank,

ach ja , der NigelShort. Den hatte ich gar nicht mehr im Kopf gehabt, aber du hast recht der ist 3 Jahre jünger und laut ssdf spielstärker, aber nur mit wenig Partien gesichert

Code:

354 Mephisto Nigel Short 6502 5 MHz         1950   49   -49   197   49%  1956
355 Mephisto Polgar 6502 10 MHz             1949   42   -41   283   59%  1887
373 Mephisto MM 5 6502 5 MHz                1883   18   -18  1416   46%  1913
376 Mephisto Polgar 6502 5 MHz              1877   16   -16  1858   40%  1947
378 Mephisto Milano 6502 5 MHz              1873   22   -22  1010   39%  1948


Wenn ich mir da so die Liste angucke, dann habe ich an den 1956 so meine Zweifel, daß der wirklich so viel (69 ELO) besser ist.

Aber du hast recht, an den hab ich überhaupt nicht dran gedacht und es ist die neuste 6502 Engine von Ed von 1993, der Nachfolger vom Milano(1991) während der Polgar mit seiner schönen Anzeige 1989 auf den Markt kam ?!?

Jetzt hab ich einmal recherchiert:

Von Mephisto wurde damals wirklich einmal ein 6502 5 MHZ "Mephisteo MM VI" von Ed Schröder angekündigt 1994.
Schade, daß es nicht gekommen ist, dann hätte ich den  ganz sicher genommen.

Stattdessen kam ja dann 1996 der MM VI von Frans Morsch heraus mit einer Hitachi H8 CPU.

Möglicherweise war Ed Schröder damals voll mit der ChessMachine und ab 1993 mit Gideon und 1994 mit Rebel 6 für den PC beschäftigt.

Sehr spannend finde ich jetzt noch den Mephisto III S Glasgow als schnelle C Version
und das Geheimnis von der "Ruhesuche" der Chess Geniusse.
Robert Hyatt hat ja damals im ccc immer mal wieder seine Bewunderung für die geheimnisvolle und für die damalige Zeit leistungsfähige Ruhesuche von Richard Langs Schachprogrammen geäußert.

Grüße
Frank
Parent - - By Thorsten Czub Date 2026-07-12 20:11 Upvotes 1
Also Frank ich würde zu meinen Lebzeiten für den Mephisto III S Glasgow plädieren. Ich möchte das begründen.

Ich weiss das Thomas Nitsche noch Papierlistings vom Glasgow hat.

Aber. Die sind in der Programmiersprache CDL2 geschrieben die heutzutage kaum jemand beherrscht.
Wenn es jemand gibt. Ist er alt und wird diese Listings bestimmt nicht abtippen und für den PC umsetzen wollen.

Die Mephisto / Millennium Emulatoren bescheinigen dem Mephi III S Glasgow super boost durch die Taktfrequenzerhöhung aber es gibt abstürze weil der Speicher voll ist oder die aufgefüllten Arrays dann überlaufen.

Keiner hat damals eben mit diesen hohen NPS gerechnet.
Obwohl T.N. noch lebt und Egbert und ich guten Kontakt haben, glauben wir beide nicht das sich jemand erbarmt und das CDL2 Listing einscannt und in C oder eine andere moderne Sprache übersetzt. Wir glauben ferner das durch Hashtables Mephi III S Glasgow sehr profitieren könnte. Gerade programme die nur wenig NPS machen profitieren von sinnvollen und naheliegenden Zugumstellungen .

Thomas hat 2 Söhne die bestimmt das Projekt fortsetzen würden, wenn es denn mal DIGITAL vorliegen würde.

Daher.
Ich würde dafür auch Geld spenden.
Und bestimmt andere auch.

Liebe Grüße. Thorsten Czub.
Parent - By Thomas Plaschke Date 2026-07-13 23:11 Upvotes 1
Ja, auch wenn der Glasgow dann zu einem nps-Riesen wird, ist das eine verlockende Idee. Der UCI-MM5 macht gierig! 

Es kann aber heute kein Problem sein, ein Programm-Listing zu digitalisieren. - Und wenn man's abfotografieren und mit Gegencheck abtippen müsste.
Ich habe die KI gefragt, ob sie das so gewonnene CDL2-Listing in ein C-Programm übersetzen kann. Antwort: Kein Problem. Auch gerne in modernere Sprachen.
Auf insistierende Nachfrage und Hand aufs Elektronenherz: Ja, und da auch das ROM, sprich der Maschinencode, verfügbar ist, erst recht.

Ich lass das mal so stehen ...

Viele Grüße
Th. Plaschke
Parent - - By Frank Brenner Date 2026-07-14 00:51 Upvotes 3
Hallo Thorsten,

der Mephisto III S Glasgow ist in Arbeit.

Für den Mm5 Port gibt es bald ein kleines Update mit besserer UCI interpretation (FEN)

Grüße Frank
Parent - By Egbert Rapp Date 2026-07-14 03:40 Upvotes 1
Ich bin begeistert Frank!

Teuflische Grüße
Egbert 
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-07-12 20:15 Edited 2026-07-12 20:52
Hallo Frank,

also, ich habe auch nicht genug Partien vom Nigel.
Auch hatte ich seinerzeit immer mit einem getunten 10Mhz gespielt.
Wird sich ändern, bin gar nicht mehr groß der Fan von Tunings, bis auf MMII oder TurboStar ... da ist wenig Tuning viel und macht Sinn.
Ansonsten alles so belassen wie es war, darauf achten das aber die aktuellen Versionen enthalten sind, Dominator z. B. 2.05. (grundsätzlich gemeint).

Der Polgar ...
Immer nur meine persönlichen Eindrücke ...

Der Polgar geht so in die Richtung MMIV vom Spielstil. Nicht sehr aggressiv im Mittelspiel.
Glaube nicht das der Polgar im getunten Zustand stärker spielt als MMIV, MMV oder Nigel.
Dennoch auch ein sehr interessantes Programm, eigentlich alles was Ed Schröder seinerzeit machte.
Auch hatte ich immer im Gefühl der Polgar kann mehr in Endspielen.

Was ich nie vergessen werde:
Der Wettkampf unter Turnierbedingungen zwischen Mephisto Polgar (Modul, 5Mhz ... nicht der Academy) und Saitek Simultano in erster Version.

Nach 40 Partien machte der Simultano gerade mal 5,5 Punkte.
Das spielte ich für Ernst Musch als der Simulano das Licht erblickte.
Frank, dass kann ich so aber nicht veröffentlichen war sein Kommentar, er sendete gerne Mitteilungsblätter an seine Kunden und dabei half
ich ab und an, der Spruch ... Bei Musch gehts Husch Husch, ist von mir!

Das ein MM VI von Ed Schröder angekündigt wurde ... ups, das ist mir entgangen.
Wieder was dazu gelernt.

Beim Mephisto III S Glasgow bin ich raus, da habe ich 0 Ahnung.
Seinerzeit hatte ich von meinen Eltern immer die Module für die Mephisto Kiste bekommen, zu Weihnachten.
Also das Modul II und das Modul III.

Als das Modul III kam ärgerte ich mich, weil schnell klar war, das irgendwie das Modul II besser war.
Ansonsten war ich zu jung um mir das kaufen zu können und später hatte ich nie das Glasgow Modul.

Ja, an die Mitteilungen von Bob kann ich mich erinnern!

Zurück zum Nigel ...
Ehrlich ... ich vermute es könnte gar mehr als 75 Elo zum MM V sein.
Alleine schon weil das Endspiel so deutlich besser war, auch wenn keine Hash-Tables.
Taktisch ist der Nigel, deutlich besser als MMV, mit dem 10Mhz Nigel hatte ich wirklich am meisten Spaß bei allen
Schachcomputer die mal in meinem Besitz waren, und das waren nicht wenige. Handelte es sich um Plastik Geräte,
hatte ich eigentlich alles mal in meinem Besitz, oft mehrfach im Leben (Conny 3.6 spielstärkemäßig aufwärts).

Aber beweisen kann ich das mit 75 Elo beim Nigel auch nicht!
Bin mir aber sehr sicher!

Der Milano 1.01 / 1.02 ... doch eher so der Spielstil wie MonteCarlo IV oder MM IV, etc..
Sehr gleich zu dem Polgar, wenn nicht ca. gleich vom Spielstil.

Viele Grüße
Frank

Schlußendlich:
Der MM V war schon besonders aber der Nigel setzte dem die Krone drauf.
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-07-12 21:14 Edited 2026-07-12 21:35
Auch bin ich mir nicht sicher mit der Aussage von Thorsten ... stärkster 8Bitter.

Mal ganz unabhängig vom MM IV und dem Nigel.

Es gab dem Super Forte C, es gab dem ParEx später im Designer 2100 mit einem MHz mehr, es gab den TurboKing 5Mhz / Stratos und Corona mit 6Mhz und hier dann das D+.
Ein D++ gab es nie so wirklich.

Diese ganzen Schachcomputer spielten sehr unterschiedlich.
Während das Programm vom Novag Super Forte, A, B, C eher immer langweiliger spielte (je höher die Version), spielte der ParEx mit 5Mhz oder Designer 2100 mit 6Mhz gefährlicher.
Das Programm war auch im Peri Delta oder Peri Epsilon.

Auch die 8Bit Varianten vom D+ Caplan Program waren nicht ungefährlich, im Holzgehäuse bis zu 10 oder ich glaube gar 12Mhz verfügbar. Den Polgar gab es glaube ich auch
offiziell dann mit 10Mhz.

Alle diese 8Bit Geräte waren sehr gut.

Allerdings wäre die Aussage korrekt, das Ed Schröder mit seinem MM V, später dem Nigel die am schärfsten spielenden Programme produzierte.
Im Endspiel war der MM V nicht gut.

Und nicht zu unterschätzen war stetst der MM II.
Gerade wenn der mit wenig Tuning dann bei 7,4Mhz zu begeistern weiß.

Später bekam Dave Kittinger aber die Kurve.
Nach dem legendären Super Conny und auch Super VIP trumpfte er dann wieder auf mit dem Diamond I.
Der Scorpio auf einem 68000er war ein Flop hinsichtlich Spielstärke, vergleichbar wie der Excel 68000, Excel Mach II (nicht der Excel Mach IIc LA) ... die Programmierer hatten Probleme bei der Umsetzung auf 68000er Prozessoren.

Der Diamond II als auch der Star Diamond spielten nicht mehr so aggressiv wie der Diamond I.

Unabhänig von der schrecklichen Verarbeitungsqualität beim Diamond II und dem Star Diamond.
Da wellte sich schnell die Spieloberfläche, bei dem Diamond II war der Lack einfach Mist.

Der Diamond 1 (schwarzes Gehäuse) war sehr sauber verarbeitet.
Der, der den hat, kann sich glücklich schätzen!!

So meine persönliche Eindrücke!
Die sich meist auch deckten mit denen meiner SC-Freunde.
Wir spielten früher x Schachcomputer-Turniere, das war eine sehr schöne Zeit.
Als die noch alle am Leben waren, keiner lebt mehr von denen ... macht mich jedesmal traurig wenn ich meine Schachcomputer betrachte.
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-07-12 22:02 Edited 2026-07-12 22:05
Einer noch ...

Der Knaller unter den seinerzeitigen Schachcomputer war im Grunde nicht wirklich einer der bekannten Schachcomputer.

Der Knaller waren die Geräte von CXG.

Schon der Dominator (später im Mephisto Modena) war wirklich interessant.
Taktisch sehr stark, immer für eine Überraschung gut.

Aber noch interessanter ...
Hört, hört ... war der CXG Super Enterprise Display oder der CXG Sphinx Titan mit dem Programm von dem Dänen Kaare Danielsen.
Gut, die Dinger hatten 1600 Elo, vielleicht eher 1550 Elo? aber der Spielstil ... was wurden da oft für Züge ausgebrütet, irre!

Einfach IRRE!!
Echt irre ...
FUN, FUN, FUN

Für mich ganz klar ...
Legendärer als der Super Conny und der war schon der Hammer!
Parent - - By Thorsten Czub Date 2026-07-12 22:31
Der ed Schröder MM5 / Milano / nigel Short ist stärker als alles was Kittinger oder Spracklen auf 6502 gemacht hat
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-07-12 22:57
Das würde ich unterschreiben!

Aber, ich sehe das dennoch sehr eigen!
Ich unterteile die Spielstärke immer in den drei Phasen: Nach der Eröffnung, spätes Mittelspiel und Endspiel.

Zumindest beim MMV ist es so, das in der Phase Endspiel dieses Gerät nicht zu den spielstärksten auf 6502 gehörte.

Für mich macht es Sinn genau das zu tun, weil gerade bei den älteren Schachcomputer die Spielstärke in Elo
nicht wirklich klar ist??! Weil die zwischen den drei Phasen viel zu stark variiert.

Beispiel MMV
Nach der Eröffnung: 2200 Elo
Im späten Mittelspiel: 1800 Elo
Im Endspiel: 1300 Elo

Genau das siehst Du nie und nimmer bei einem Menschen und genau das machte es seinerzeit auch so
schwierig den Schachcomputern eine Elo zu geben. Es gab mal eine Person mit der ich darüber diskutierte
die absolut gleicher Meinung war. Das war Günther Niggemann. Überhaupt habe ich Günther Niggemann
sehr geschätzt.

Früher musste ich mir dann von meinen SC-Freunden anhören ...
Ja Frank, aber komme erst mal ins Endspiel.
Zugegeben das war gerade gegen den MM V nicht einfach.

Und daran hat sich bis heute bzw. bis zu dem Neural-Network Zeitalter nichts getan.
Ich teilte das immer so auf, was oft auch Sinn machte um die besten Engines "Nach der Eröffnung" zu finden.
Wichtig für die Erstellung von Eröffnungsbücher, interessierte mich stets dafür.
Parent - By Frank Quisinsky Date 2026-07-12 23:05
Mal der Designer 2100, 6Mhz (ParEx) im Vergleich:

Nach der Eröffnung: 1850 Elo
Im späten Mittelspiel: 1900 Elo (z. B. stärker als der MM V)
im Endspiel: 1350 Elo (würde ich auch minimal stärker ansehen)

Liegt in der Gesamtspielstärke also hinter dem MM V.
Da magst Du also ganz sicher Recht haben.

Wie gesagt, es macht meines Erachtens 0 Sinn für die alten Schachcomputer eine Gesamtspielstärke zu bilden.
Auch wenn es einfacher ist.
Parent - By Daniel Reist Date 2026-07-14 21:21
Hallo Frank

Ich finde das eine sehr gute Sache von dir.
So kann man dann auch gegen einen alten Schachcomputer
auf dem PC spielen.

PS:
Weiss jemand einen guten Reparierer von den schwarzen
Fidelity Computern? Habe zwei zu Hause, welche nicht gehen.
Parent - - By Stefan Pohl Date 2026-07-15 06:06
Tolles Projekt, sehr interessant, aber warum ausgerechnet der MM5? Anerkanntermaßen das Schröderprogramm mit dem unschönsten Spielstil aus dieser Zeit.
Warum nicht Milano, Polgar, Short oder auch MM4 ? (MM4 ist taktisch etwas schwächer, aber positionell gut und durch die unfaßbare Rechengeschwindigkeit dieser AI-Umbauten sollte die taktische Schwäche ja verschwinden).
Polgar hätte den goßen zusätzlichen Vorteil, daß man hier mit dem Selektivitäts Parameter die Engine noch ein bißchen anpassen kann.

Nur meine 2cents zu dem Thema. Weiter so!
Parent - - By Frank Brenner Date 2026-07-15 17:25 Upvotes 2
Hallo Stefan,

ich denke den Nigel Short werde ich mir noch in diesem Jahr vorknöpfen.

Vor allem weil so eine Aufgabe auch ein guter Benchmark für eine KI ist.

In der Pipeline steckt erstmal der Mephisto III auf 68000 bei dem mir der gpt 5.6Sol xhigh unermüdlich zur Hilfe steht.

Grüße
Frank
Parent - By Thorsten Czub Date 2026-07-17 11:40
Der Egbert hat im Schachcomputer.info forum sehr viele Partien mit dem Phoenix emulierten M3 S Glasgow gespielt
und hatte immer wieder diese Abstürze.
Ich bin sicher da sind Beispiele die das reproduzierbar machen.
- - By Frank Brenner Date 2026-07-12 10:10 Upvotes 3
Download Link:

https://github.com/Admiralatlantis/Schach-MM5-UCI/releases/tag/v1.0
Parent - - By Lothar Jung Date 2026-07-12 20:31 Edited 2026-07-12 20:34
Hallo Frank,

eine Frage:

Wurden die Algorithmen an die höhere Rechengeschwindigkeit  angepasst (Schleifen, Suchtiefe, Cache, UCI Einstellungen etc.)?

Spannendes Projekt!

Respekt!

Grüße Lothar
Parent - By Frank Brenner Date 2026-07-12 20:58 Upvotes 1
Hallo Lothar,

die Schachalgorithmus des MM5 an sich ist unverändert.

Das wäre ja sonst nicht mehr authentisch wenn die KI aus dem MM5 ein völlig neues Schachprogramm mit modernen Algorithmen formt, dann braucht man den MM5 nicht als Basis nehmen sondern könnte frei auf einem leeren Blatt ganz neu anfangen ein Schachprogramm zu programmieren.

Eine Suchtiefenerweiterung wurde jedoch gemacht.

Das Original MM5 Modul berechnet die Suchtiefenbegrenzung wie folgt:

n kann maximal den Wert 16 haben.

nominal_depth = n;
selective_depth = n == 1 ? 1 : min(n + 3, 16);
extension_depth = min(2 * n + 6, 16);

Also alle Suchtiefen sind stark limitiert auf 16.

Die UCI Engine hat einen Parameter wo man n auf 20 und die 16 da oben aus drei Zeilen auf 28 erhöhen kann.

Ab tiefe 6 kann dann die C Version einen anderen Zug oder eine andere Bewertung finden, weil der MM5 ja 2*6+6=18  auf 16 deckelt.

Grüße Frank
- - By Peter Martan Date 2026-07-12 11:21 Upvotes 2
Suppi, Frank, danke!
Die Installation im Shredder13-GUI hat problemlos geklappt.
Parent - - By Reinhold Stibi Date 2026-07-12 11:47
Gute Idee, aber funktioniert mit der Fritz GUI nur sehr eingeschränkt.

Kann z.B. keine Teststellungen aufrufen, und Spiel mit Daueranalyse mit eigenen
Zügen klappt nicht.
Parent - By Peter Martan Date 2026-07-12 12:59
In Arena klappt all das, und im Shredder hab' ich gerade ein kleines Match gegen die Emulator- Version von Franz Huber vom Mephisto TM London 68040 laufen, da hat Mephisto von 4  Partien bisher eine gewonnen, alle anderen waren Remis.
- - By Ingo Althöfer Date 2026-07-15 18:12
Es gab ja vor knapp 10 Jahren Implementierungen der
Turing-Engine aus der Zeit um 1950. Könnte es Sinn machen,
auch die aktuell noch mal neu zu schreiben.

Damals hatte ich zehn Vergleichspartien Turing - ChessChampion MK1
spielen lassen, und Turing hatte mehr als 50 Prozent geholt.
Etliche Partien endeten aber remis, weil beide Seiten nicht
drauf programmiert waren, in Siegstellungen Stellungs-Wiederholungen
zu vermeiden.

Viele Grüße, Ingo.
Parent - - By Frank Brenner Date 2026-07-17 01:30
Hallo Ingo,

welche Engine hast du denn verwendet ?

Matthias Feist u. Ken Thompso haben das bereits  2004 umgesetzt und später dann noch andere in Haskel, Go, Nim und Python.

2004 war bereits alles 32 Bit und ich denke das läuft alles 1:1 auf heutigen CPU.

Meine 32 Bit Windows  Programme aus den 1990er Jahren von der Uni Zeit laufen auch alle heute noch mit voller Geschwindigkeit heutiger Prozessoren ohne daß ich sie neu compilieren muß.

Grüße Frank
Parent - - By Ingo Althöfer Date 2026-07-17 10:05
Hallo Frank,

es war die Engine, die Frederic Friedel damals bei ChessBase
vorgestellt hatte. Die war ja noch von Menschen portiert
worden. Ich halte es für möglich, dass jetzt eine Portierung
durch KI Agents bessere Performance (bei gleicher Rechen-
zeit) liefern könnte.

Das wäre für mich jedenfalls eine Schlagzeile wert.

Gruss, Ingo.
Parent - - By Thomas Zipproth Date 2026-07-17 12:01 Upvotes 2
Hallo Ingo,

tatsächlich mache ich gerade fast genau das.
Ausser das ich es nicht vollständig von KI erledigen lasse, das würde evtl. funktionieren, aber wahrscheinlich noch nicht gut genug sein.
Ich war total überrascht das es diese Turing Engine gibt, das war mir nicht bekannt.

Und es ist eine gute Gelegenheit, nach 30 Jahren Schachprogrammierung mal eine eigene Engine zu schreiben.
Auf Basis meines bereits vorhandenen Zuggenerators.
Sie sollte ziemlich schnell werden.

Ich würde seine Ideen so gut wie möglich umsetzen, aber Geschwindigkeits-Verbesserungen einbauen die den Algorithmus selbst nicht ändern.
Und es bringt glaube ich nichts, sich sklavisch an das Publizierte zu halten.
Er wollte seinen Algorithmus ja auch auf einem Computer implementieren, wozu es aber nicht gekommen ist.
Dabei wäre ihm garantiert aufgefallen, das 2-3 kleinere Verbesserungen notwendig sind, um ein sinnvoll spielendes Programm zu bekommen.
Parent - By Ingo Althöfer Date 2026-07-17 12:29 Upvotes 1
Hallo Thomas,

Thomas Zipproth schrieb:
tatsächlich mache ich gerade fast genau das...
Ich würde seine Ideen so gut wie möglich umsetzen, aber Geschwindigkeits-
Verbesserungen einbauen die den Algorithmus selbst nicht ändern...
Und es bringt glaube ich nichts, sich sklavisch an das Publizierte zu halten...


so ist es.

Sehr viel helfen würde auch, wenn das Programm
Stellungswiederholungen vermeidet, falls es sich in
Vorteil sieht. Damals (bei Turing) konnte nicht auf
Stellungswiederholungen geprüft werden, weil es
keine "Massen"speicher gab.

Berichte von Deinen Fortschritten!
Einen Namensvorschlag habe ich auch für Deine Engine: "Tzuring".

Viele Grüße, Ingo.

PS: Im Moment mache ich mit dem neuen ChatGPT 5.6 erstaunliche
Fortschritte bei "meinen" Varianten des Collatz-Problems.
Parent - By Lothar Jung Date 2026-07-17 14:02 Upvotes 1
Sehr schön!
Viel Erfolg.
Lothar
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