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Up Topic Hauptforen / CSS-Forum / Chessbase 17 - kleine Verschlechterung nach aktuellem Update
- - By Tommy Tulpe Date 2026-07-05 15:42
Hallo liebe Computerschachexperten.
vor einer knappen Woche habe ich das aktuelle Update zu Chessbase 17 aufgespielt. Das ist jetzt die Version 44.
Seitdem ist leider nicht mehr auf einen Blick erkennbar, wie viele Cores bei einer Engine gerade am Werkeln sind. Das entsprechende Minifensterchen fehlt bei der Standardengine Stockfish 18. Kurios: Mit der engine Cool Iris 16 wird die Anzahl der CPUs immer noch angezeigt.
Ich schaffe es nicht, entsprechende Screenshots hier einzufügen.

Eine große Sache ist das nicht, ehr eine unangenehme Auffälligkeit.
Parent - - By Kurt Utzinger Date 2026-07-05 16:17
Tommy Tulpe schrieb:

Hallo liebe Computerschachexperten.
vor einer knappen Woche habe ich das aktuelle Update zu Chessbase 17 aufgespielt. Das ist jetzt die Version 44.
Seitdem ist leider nicht mehr auf einen Blick erkennbar, wie viele Cores bei einer Engine gerade am Werkeln sind. Das entsprechende Minifensterchen fehlt bei der Standardengine Stockfish 18. Kurios: Mit der engine Cool Iris 16 wird die Anzahl der CPUs immer noch angezeigt.
Ich schaffe es nicht, entsprechende Screenshots hier einzufügen.

Eine große Sache ist das nicht, ehr eine unangenehme Auffälligkeit.


"Alte" ChessBase Versionen werden nicht mehr so gepflegt wie die aktuelle ChessBase 26.
Gruss
Kurt
Parent - By Tommy Tulpe Date 2026-07-05 16:21
Äh.....
Das aktuelle Update zu version Nr. 44 von Chessbase 17 ist grade mal eine knappe Woche alt!
Parent - By Roland Riener Date 2026-07-05 17:18
Tommy Tulpe schrieb:

Zitat:
Seitdem ist leider nicht mehr auf einen Blick erkennbar, wie viele Cores bei einer Engine gerade am Werkeln sind. Das entsprechende Minifensterchen fehlt bei der Standardengine Stockfish 18.

Bei Fritz 21 ist mir das schon in der 0-Version aufgefallen und hat sich in Version 1  nicht geändert. Allerdings ist das Phänomen nicht stabil, so kann man mit Zuschaltung von Let'sCheck das Fensterchen wieder zum Vorschein bringen. Es ist offenbar bei anderen Engines differenziert, habe noch keinen gültigen Überblick.
Parent - - By Dietmar Klinger Date 2026-07-05 18:37
Tommy Tulpe schrieb:

Ich schaffe es nicht, entsprechende Screenshots hier einzufügen.

Ja, das scheint wirklich nicht zu funtionieren.
Parent - - By Christian Petersen Date 2026-07-05 20:14
Parent - By Thomas Zipproth Date 2026-07-05 20:32 Upvotes 1
Der Zusammenhang mit Schach ist natürlich klar erkennbar:


[*]Italia / „Nova Italiae Delineatio“ 
Schon der Kartentitel reicht: Italien = Italienische Partie / Giuoco Piano. Eine der ältesten Eröffnungsfamilien: 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4. Die Karte ist also im Grunde ein Eröffnungsbuch im Großformat.

[*]Calabria / Cutro — Giovanni Leonardo da Cutro, „Il Puttino“ 
Kalabrien liegt prominent am Stiefelende. Dort gehört Cutro eigentlich mit rotem Marker versehen: Giovanni Leonardo da Cutro war einer der stärksten Spieler des 16. Jahrhunderts und gewann 1575 in Madrid das wohl erste bekannte internationale Meisterturnier. Also: Kalabrien ist nicht nur Stiefelspitze, sondern auch Schachspitze.

[*]Calabria / Cosenza–Celico — Gioachino Greco, „Il Calabrese“ 
Noch ein Kalabrier: Gioachino Greco, „der Kalabrese“, einer der berühmtesten Schachautoren des frühen 17. Jahrhunderts. Greco ist quasi der alte romantische Taktiktrainer vor Chessable: Angriff, Opfer, Mattbild, fertig.

[*]Roma 
Rom ist natürlich Pflicht. Leonardo da Cutro studierte dort und spielte dort gegen Ruy López. Auch Greco verteilte später in Rom Schachmanuskripte an Gönner. Rom war also nicht nur Antike, Papst und Marmor, sondern auch ein Ort, an dem Leute 400 Jahre vor Engines schon mit 3.Lc4 Unheil anrichteten.

[*]Abruzzo / Lanciano — Giulio Cesare Polerio 
Abruzzo ist auf der Karte, und damit kommt Giulio Cesare Polerio ins Spiel, „l’Apruzzese“ bzw. „da Lanciano“. Einer der wichtigen frühen italienischen Theoretiker. Wenn heute jemand eine uralte Variante in der Italienischen Partie oder Sizilianischen Verteidigung findet, murmelt Polerio irgendwo im Hintergrund vermutlich: „Hab ich doch gesagt.“

[*]Napoli — Alessandro Salvio 
Neapel ist klar zu erkennen und verdient ein eigenes Brett. Alessandro Salvio, führender italienischer Meister und Autor des frühen 17. Jahrhunderts, wurde in Neapel geboren, gründete dort eine Schachakademie und veröffentlichte 1604 ein Schachtraktat. Neapel war also nicht nur Pizza-Vorläufer, Vesuv und Chaos, sondern auch Theoriezentrum.

[*]Sicilia — die Sizilianische Verteidigung 
Der dickste Treffer: Sizilien. Heute reicht ein einziges 1...c5, und die Hälfte aller Schachspieler bekommt entweder glänzende Augen oder Angstschweiß. Wenn im CSS-Forum jemand fragt, was diese Karte mit Schach zu tun hat: „Sizilien ist drauf“ reicht fast als Matt in 1.

[*]Siracusa — Paolo Boi, „Il Siracusano“ 
Auf Sizilien liegt Syrakus/Siracusa, Heimat von Paolo Boi, einem der berühmtesten Spieler des 16. Jahrhunderts. Eine Karte mit Sizilien ohne Paolo Boi wäre wie eine Engine ohne Hash-Tabelle: funktioniert irgendwie, aber man merkt, dass etwas fehlt.

[*]Catania / Messina / Palermo — Pietro Carrera 
Noch einmal Sizilien: Pietro Carrera, Priester, Historiker und Schachautor, wurde bei Catania geboren und starb in Messina. Sein Werk „Il Gioco degli Scacchi“ von 1617 gehört zu den wichtigen frühen Schachbüchern. Außerdem traf er 1597 in Palermo den alten Paolo Boi. Sizilien ist hier also nicht nur eine Insel, sondern fast ein kompletter Schachverband.

[*]Modena — die Modeneser Schule 
Modena steht für die Modeneser Meister: Ponziani, del Rio und Lolli. Diese Autoren des 18. Jahrhunderts standen für aktive Figurenentwicklung und Königsangriff. Also genau die Sorte Mensch, die heute im Forum schreiben würde: „Laut Engine nur +0.12, aber praktisch völlig gewonnen.“

[*]Mantova / Ferrara-Gegend — Luca Paciolis Schachmanuskript 
Um 1500 entstand Luca Paciolis „De ludo scachorum“, ein Manuskript mit vielen Schachproblemen, im Umfeld von Isabella d’Este und Francesco II. Gonzaga. Besonders schön: Das war die Zeit, als Dame und Läufer gerade ihre moderne Kraft bekamen — also als die Dame von „brav“ auf „Stockfish-Taktikmodus“ umgestellt wurde.

[*]Venezia / Veneto — Marostica und lebende Schachfiguren 
In Venetien liegt Marostica, berühmt für seine Partie mit lebenden Schachfiguren auf dem Stadtplatz. Für Computerschach ist das natürlich die denkbar schlechteste GUI: extrem schöne Figuren, aber die Move-Animation dauert eine Stunde.

[*]Genova 
Genua gehört zu Leonardos Reiseroute. Die Meister der Zeit reisten quer durch Europa, spielten an Höfen und in Städten und trafen andere Spitzenspieler. Das sieht auf der Karte aus wie Seefahrt, ist aber in Wahrheit die frühe Version von Server-Hopping auf Lichess.

[*]Taranto 
Tarent/Taranto liegt unten am Stiefel. Leonardo da Cutro starb dort 1578. Damit hat sogar der Absatz des italienischen Stiefels noch Schachbezug. Man kann dieser Karte wirklich nicht entkommen.

[*]Die Schiffe auf der Karte 
Die eingezeichneten Segelschiffe sind ebenfalls verdächtig. Leonardo, Boi, Polerio und andere reisten durch Europa, spielten an Höfen und verbreiteten Theorie. Das sind also keine harmlosen Schiffe, sondern gewissermaßen die erste Offline-Version eines internationalen Schachservers.

[*]Fazit 
Diese Karte ist nicht irgendeine alte Italienkarte. Das ist eine getarnte Schachlandkarte: Italienische Partie im Titel, Sizilianisch unten links, Greco in Kalabrien, Leonardo in Cutro, Salvio in Neapel, Polerio in Abruzzo, Carrera und Boi auf Sizilien, Modena als Theorieschule. Fehlt eigentlich nur noch eine kleine Kompassrose mit der Aufschrift: „Nord: Stockfish, Süd: Sizilianisch.“


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