Not logged inCSS-Forum
Forum CSS-Online Help Search Login
CSS-Shop Impressum Datenschutz
Up Topic Hauptforen / CSS-Forum / Frage an Peter M.
1 2 3 Previous Next  
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-04-14 13:29
Hi,

doch, mein völliger Ernst.
Es ging bei g4 darum den Gegner aus seiner Vorbereitung zu bringen.
Wer 2. f5 spielt ist definitiv vorbereitet.

Er spielte sehr schnell

3. g4 Lc5

War nicht schwierig danach die Partie zu gewinnen!

Analysierst Du 3. g4 mit Stockfish und Co. ist g4 natürlich alles andere als gut.
Würden nun alle immer die besten Züge spielen, hätten wir Millionen Spieler mit 3600 Elo.

Die Züge 3. g4 (das ist wirklich verloren, inaktiv) aber auch 3. d4 hatte ich in einem Gambit-Buch
welches ich zeitweise auch mein FCP-Buch spielte um auszuprobieren.

3. d4 ist sehr sicher um in ruhigere Fahrwasser zu kommen, allerdings bilden sich teilweise
auch hier sehr scharfe Varianten.

Peter, ich weiß nicht wie Du Dir Schach vorstellst.
Es wird gerade beim Blitz sehr viel unsinniges Zeug gespielt.

Viele Grüße
Frank
Parent - - By Peter Martan Date 2026-04-14 13:36 Edited 2026-04-14 13:49
Frank Quisinsky schrieb:

Es ging bei g4 darum den Gegner aus seiner Vorbereitung zu bringen.
Wer 2. f5 spielt ist definitiv vorbereitet.

Er spielte sehr schnell

3. g4 Lc5

War nicht schwierig danach die Partie zu gewinnen!

Gratuliere, ihr habt es beide gemeinsam geschafft, vom 2. Zug von Weiß an, mit wirklich jedem einzelnen Halbzug einen kapitalen Hirsch nach dem anderen zu schießen, 2...f5? 3.g4? ...Lc5?
, und so den Vorteil, den ihr jeweils für eure Seite gerade gehabt hättet, (ok, Ausnahme 2..., da ist der Anzugsvorteil von Weiß noch da, aber nach 2...f5? ist er vervielfacht) abwechselnd wieder ins Gegenteil (den Vorteil für die andere Seite) zu verkehren.

Zitat:

3. d4 ist sehr sicher um in ruhigere Fahrwasser zu kommen, allerdings bilden sich teilweise
auch hier sehr scharfe Varianten.

3.d4 ist sehr sicher ein klares ? relativ zu 3.Sxe5, in ruhigere Fahrwasser will ich eigentlich nicht in erster Linie kommen, wenn mir der Gegner mit 2...f5? ein so schönes Geschenk macht, dann will ich das möglichst flott gewinnen

Zitat:

Peter, ich weiß nicht wie Du Dir Schach vorstellst.

So jedenfalls nicht, Frank, lassen wir's gut sein
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-04-14 14:04 Edited 2026-04-14 14:06
Peter,

wenn Du Lettisches Gambit nicht kennst, weist aber Dein Gegner ist vorbereitet läßt Du Dich besser darauf nicht ein.
Der Zug 3. d4 ist sicherlich eine gute Waffe gegen dann vermutetes Wissen des Gegners.
Das sind immer so die Überlegungen wenn Du plötzlich vor dieser Situation am Schachbrett stehst.

Glaubst Du wirklich daran das die Mehrzahl der Vereinsspieler auf Lettisch vorbereitet sind?
Ich glaube daran nicht.

Da wird eher der Grunsatz sein ...
Finger weg.

Gleiches gilt z. B. für
1. e4 - e5
2. f4

Die vielen Abspiele kennen die wenigsten und spielen meist fehlerhaft mit schwarz.

Viele Grüße
Frank
Parent - - By Peter Martan Date 2026-04-14 14:22 Edited 2026-04-14 14:29
Frank Quisinsky schrieb:

wenn Du Lettisches Gambit nicht kennst, weist aber Dein Gegner ist vorbereitet läßt Du Dich besser darauf nicht ein.

Mittlerweile kenne ich das Lettische Gambit ganz gut, was für mich der Hauptgrund wäre, mich als Schwarzer nicht darauf einzulassen.

Zitat:

Der Zug 3. d4 ist sicherlich eine gute Waffe gegen dann vermutetes Wissen des Gegners.

Höchstens, wenn du selbst keine Ahnung davon hast, dass das nach 3.Se5 bei beidseits halbwegs fehlerfreiem Spiel so gut wie gewonnen ist für Weiß (anders ausgedrückt, es sei denn, du spielst Schmarrn für Weiß und perfekt für Schwarz)

Zitat:

Glaubst Du wirklich daran das die Mehrzahl der Vereinsspieler auf Lettisch vorbereitet sind?

Nein, aber ich spiele nicht gegen die Mehrzahl der Vereinsspieler, allein auf die Gefahr hin, dass einer, bei dem ich's mit Schwarz spielte, sich nicht gleich vor Angst in die Hose machen und das Gambit ablehnen würde, spielte ich's aber gegen keinen guten Vereinsspieler mit Schwarz, weil ich befürchten müsste, selbt wenn sich der Gegner nicht sonderlich gut vorbereitet hat, fände er vielleicht (was ja im Vorteil bekanntlich immer leichter ist als im Nachteil) auch ohne sonderlich gute spezielle Kenntnisse die Züge, die ausreichten, zu gewinnen.

Übrigens, was du hartnäckig verweigerst, obwohl du immer so tust, als wäre das heutzutage ohnehin schon mit einem Handy bewaffnet, eine Kleinigkeit, einen IM- Titel zu erspielen, das Fernschach ist es, worum es hier geht, wenn wir halbwegs fehlerfreie Varianten anschauen wollen (manche von uns), und nicht um die erhofften Patzer eines Gegners, der keine Ahung von der Eröffnung hat und sich deshalb in einer over the board- Partie so fürchtet, dass er das Gambit ablehnt und dann auch noch heilfroh ist, in "ruhige Fahrwasser zu kommen", statt den vom Gegner gemachten Fehler in den ganzen Punkt umzuwandeln.
Im Fernschach gibt's keine mangelhafte Vorbereitung, (ab einem gewissen minimalen Niveua, das heutzutage, wo die besten Engines gratis auf erschwinglicher Hardware zu haben sind, schon so breit ist, wie es vor ein paar Jahrzehnten an der Spitze kaum war). Du schwärmst ständig von den Engines, im Fernschach willst du sie auf einmal durch dein großes Wissen und dein Können übertölpeln und von den Datenbanken, die Fernschachspieler heutzutage überall bequem abfragen können, vernachlässigst du all das zugunsten dessen, was du selbst an Eng-Eng-Matches hast spielen lassen, da bist du einfach auf dem zweiten Auge blind, Frank, die wenigen Beispiele, die ich dir schon zum Lettischen Gambit in Datenbanken gebracht habe, hätten dir zeigen können, dass selbst so etwas im Fernschach relativ wenig Gespieltes (was ja auch schon sehr viel sagt) wie Lettisch bis weit ins Mittelspiel durchanalysiert und in den Datenbanken gespeichert ist. Gerade solche Schmalspur- Gambits, die so wenige so stark forcierte Abspiele haben, die sich überhaupt der Analyse lohnen, kannst du bis zu Stellungen, die die Engines dann wirklich auch schon am Handy locker nach Hause spielen, schon alles ganz ohne Engines allein aus den Datenbanken spielen.

Ich kann ja nichts dafür, dass du das alles nicht weißt, dass du dir's nicht sagen lässt, obwohl ich mir wirklich Mühe gebe, dir klare Anhaltspunkte zu liefern, das kann ich mittlerweile wirklich nur mehr unter justamend unbelehrbar ablegen, sorry.
Parent - By Frank Quisinsky Date 2026-04-14 14:56
Hi Peter,

ich hatte doch zum Fernschach klar geschrieben:

Hinsichtlich der Eröffnungsanalysen haben Fernschachpartien einen imensen Wert.
Was so ca. nach Zug 40-50 kommt, sofern die Stellung ausgeglichen ist ... könnte man sich schenken wenn denn alle
Schach-Engines einsetzen.

Im Grunde schon ab Zug 40.

Unbelehrbar:
Weiß ich nicht, ich finde heraus und habe Spaß daran.
Genau das ist auch der Reiz am Schach!

Würde ich immer alles annehmen, würde ich nichts selbst herauszufinden.
Ich hätte das Gefühl ich hätte die Zeit vergoldet.

Also, ich denke ich habe meinen Standpunkt sehr klar beschrieben und bin auch dankbar.

Lettisches Gambit ist einfach keine Eröffnung für ein ausgeglichenes Buch.
Bei FEOBOS hätte ich besser nichts davon einfließen lassen, aber soweit bin ich auch schon bei genau gesagt 13 anderen ECO-Codes.

Warum ich es seinerzeit dennoch machte:
Ich verfolgte einen Grundsatz!

Alle 500 ECO Codes sollen ausgespielt werden.
Aber dieser Grundsatz war so im Nachhinein betrachtet nicht wirklich gut.

Viele Grüße
Frank
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-04-14 14:10 Edited 2026-04-14 14:19
Du schreibst:

Code:
Bleiben wir in deiner Hauptvariante. Das 6. Se3 ist auch nicht unbedingt die "Hauptfortsetzung" an der Stelle, jedenfalls nicht die einzige, Se5 wäre auch zu überlegen, aber egal, bleiben wir bei Se3, um mal überhaupt etwas weiter zu kommen, und dann noch das ...c6 aber dann ist das 7.Se4 wieder suboptimal, da gehört 7.d3.


Bei meiner Hauptvariante?
6. Se3 ist lt. Sahovski die Fortsetzung.
Müsste mich schon arg irren wenn es nicht so wäre.

Zumindest ist es so ausgewiesen.
Ich habe Sahovski mal in ein Shredder Buch gebracht.
Vielleicht habe ich mich auch bei den Eingaben geirrt, kann passieren.

Ich weiß jetzt nicht genau was Du hier anstrebst.
Die Hauptvariante ist doch hinreichend bekannt.

6. Se3 - d5
7. Sed5 - c6
8. Se3 - Sf6
9. f3 - ef3
10. Df3 - Be6 oder Bc5

Nun, was passiert nach dieser Hauptvariante ...
Weiß hat einen Bauern mehr, die Stellung wird ca. 1.5 bewertet.
Auch das ist nichts neues!

Was Ingo angeboten hat, ist unsinnig.
Da ist kein schneller Sieg möglich, gibt die Stellung nicht her.
Eng-Eng Analysen enden meist mit langfristigen Remisen.

Dieser Vorteil ist kein Beweis dafür das Lettisches Gambit widerlegt ist.
Es ist ein Vorteil ja, der wie in unzähligen anderen ECO-Codes entsteht.

Viele Grüße
Frank

Aber auf dem Weg zur Hauptvariante ist beim Lettisches Gambit vieles möglich.
Ich kann mir nicht vorstellen dass es viele Schachspieler gibt die gegen diese komplizierte Eröffnung
komplett vorbereitet sind. +- heißt nicht widerlegt!

Genau daraum ging es mir!
Widerlegt bedeutet etwas anderes!
Parent - - By Ingo Althöfer Date 2026-04-14 14:25 Upvotes 1
Frank Quisinsky schrieb:
... Was Ingo angeboten hat, ist unsinnig...

Dann verdien Dir die 250 Euro!
Es scheint ja leicht zu sein.

Ingo
(der auch weiß, dass das Lettische Gambit auf Carl Behting
zurückgeht und nicht auf lettische Großmeister).
Parent - By Frank Quisinsky Date 2026-04-14 15:03 Edited 2026-04-14 15:49
Ingo,

das macht für mich keinen Sinn.
Wenn Dir jemand sagt: Dein nächstes Auto wird ein Elektro Auto ...

Dann flitzt Du nicht direkt los und kaufst Dir ein Elektro-Auto nur weil andere der Meinung sind:
Benziner sind widerlegt.
Mit oder ohne 6.000 Euro ... oder in diesem Fall 250 Euro.

Es gibt ganz andere Eröffnungen die mich sehr viel mehr interessieren:
z. B. Orthoschnapp Gambit

1.e4 e6
2.c4 d5
3.cd5 ed5
4.Qb3

Schaust Du Dir dann die Bewertungen von Stockfish und Co an ...
Ja, dann merkst Du langsam das die Computeranalysen gerade in der Eröffnungsphase der Punkt ist an dem wir tatsächlich stehen.

Dort spielen die Engines noch kein perfektes Schach und das finde ich sehr spannend!
Spannder als Lettisches Gambit!

Ob mit meinem Eierkocher von Robert und Geissini ...
Robert, die Eier sind weich gekocht ...
Habe einen sprechenden Eierkocher!

Oder ohne!
Und außerdem ist der mir viel zu groß um mir den in die Hose zu stecken.
Da ist kaum noch Platz!

Viele Grüße
Frank
Parent - By Frank Quisinsky Date 2026-04-14 15:38
Carl Bething war doch ein lettischer Großmeister.
Nach meinem Wissen wurde die Eröffnung schon zu Greco Zeiten gespielt.
Das war im 17. Jahrhundert.

Aber vielleicht irre ich auch?

Gab es nicht gar eine Variante im Lettischen die nach Bething getauft wurde?

Hat doch Ferdinand Mosca mal eine geile Zusammenstellung gemacht:
Wenn dann hat es Ferdinand ganz sicher ...

Mal schauen:
https://github.com/fsmosca/eco/blob/main/eco.pgn#L6159

Code:
[ECO "C40"]
[Opening "Latvian"]

1. e4 e5 2. Nf3 f5 *

[ECO "C40"]
[Opening "Latvian"]
[Variation "Nimzovich variation"]

1. e4 e5 2. Nf3 f5 3. Nxe5 Qf6 4. d4 d6 5. Nc4 fxe4 6. Ne3 *

[ECO "C40"]
[Opening "Latvian"]
[Variation "Fraser defence"]

1. e4 e5 2. Nf3 f5 3. Nxe5 Nc6 *

[ECO "C40"]
[Opening "Latvian"]
[Variation "3.Bc4"]

1. e4 e5 2. Nf3 f5 3. Bc4 *

[ECO "C40"]
[Opening "Latvian"]
[Variation "Behting variation"]

1. e4 e5 2. Nf3 f5 3. Bc4 fxe4 4. Nxe5 Qg5 5. Nf7 Qxg2 6. Rf1 d5 7. Nxh8
Nf6 *

[ECO "C40"]
[Opening "Latvian"]
[Variation "Polerio variation"]

1. e4 e5 2. Nf3 f5 3. Bc4 fxe4 4. Nxe5 d5 *

[ECO "C40"]
[Opening "Latvian"]
[Variation "corkscrew counter-gambit"]

1. e4 e5 2. Nf3 f5 3. Bc4 fxe4 4. Nxe5 Nf6 *
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-04-14 14:38
Zusammengefasst aus meiner Sicht:

1.
Ist nicht widerlegt, weit weg davon!

2.
Keine Eröffnung auf die ich mich persönlich einlassen würde.
Auch wenn ich selbst meist aktiv spiele.

3.
Würde ich in der Tat eine Fernschachpartie spielen, würde ich als weißer eher 3. d4 bevorzugen.

4.
Als schwarzer würde ich 3. Sc6 spielen in der Hoffnung weiß schlägt eher den Springer.
Vermutlich spielen Menschen eher intuitiv diesen Zug.
Vielleicht würde ich auch einfach der Hauptvariante folgen.

Anstatt 5. ... Df7 ist auch Dg6 interessant.
Lockt ein wenig zu Sd5 anstatt d3 zu spielen.
Danach Lb4 und es droht zunächst mal ein unschöner weißer Doppelbauer.

Auch in dieser Variante sieht es nicht nach einem schnellen weißen Gewinn aus.
Auch alles remislastig ...

Verbleibt der weiße Vorteil der z. B. jetzt immer mehr zurückgeht.
Ich sehe nicht warum: Widerlegt

Da ist nichts widerlegt!

Gruß
Frank
Parent - By Peter Martan Date 2026-04-14 14:55
Würde, wäre...
Hätte, hätte, Fahrradkette.
Spielen wir jetzt (du kannst dir alles aussuchen für die schwarze Seite nach 1.e4 e5 2.Sf3 f5 3.Sxe5, was du willst, völlig ungeachtet dessen, was wir nachher noch an Varianten und Engine- Output hatten. Wenn du irgendwo an etwas, was es schon gab, anknüpfen willst, sag wo, dann überleg ich, ob ich die schon gemachten Züge von Weiß übernehme oder nicht, ich würde jede Variante, egal wie kurz oder lang, die du vorschlägst, als Folge von Eventualzügen betrachten.

Wenn dir Fernschach zu lang dauert, lade ich dich auch herzlich zu einer Zentauren- Partie auf einem Server ein, da könntest du dir die TC und die Modalitäten auch ziemlich frei aussuchen, ob in einem Stück oder in Etappen mit jeweils von Termin zu Termin frei neu zu vereinbarenden Folge- Verabredungen, ganz wie du willst.

Wenn du nicht spielen willst, hör auf, mich vollzulabern

Sorry, ich weiß, ich labere auch ständig weiter sowohl vor mich hin als auch hinter mir her, aber in der Regel vor allem dann, wenn man mir ständig wieder und wieder in direkter Anrede widerspricht.
Parent - - By Thomas Zipproth Date 2026-04-14 14:58
Es hängt wohl davon ab, wie man widerlegt definiert.

Wenn man es so definiert:
Stockfish gewinnt gegen sich selbst 100% der Partien mit Weiß (z.B. 100 von 100 mit beliebiger Bedenkzeit),
dann kann man es wohl als widerlegt betrachten
Mathematisch wird es sich in absehbarer Zeit nicht widerlegen lassen.

Stockfish gewinnt mit Schwarz auch 100% der Partien mit 1.g4 gegen sich selbst,
und 1.g4 hat eine besser Bewertung als das Lettische Gambit.
Parent - By Peter Martan Date 2026-04-14 15:04 Edited 2026-04-14 15:12
Danke, Thomas, für deine computerschachlich exakten Definitionsversuche, natürlich ist "widerlegt" schachlich ein vieldeutiger Begriff, genau genommen kann man's auch schon im weitesten Sinn so verstehen, dass eine Eröffnungsvariante dann widerlegt ist, wenn sie durch einen einzeln Zug, der von ihr abweicht, von einer besseren Variante abgelöst wird in der Turnierpraxis.
Und bei einem Opfer versteht man eigentlich unter korrekt, dass es die Seite, die es bringt, wenigstens nicht in Nachteil bringt, opimaler Weise sollte die Ablehnung für den Gegner besser sein als die Annahme, widerlegt ist ein Opfer dann, wenn's zwingend zum Nachteil der opfernden Seite gereicht.

Dass Grob noch besser von den Engines bewertet wird als Lettisch, ist ein weiteres Argument, natürlich auch nur, wenn man Engine- Evals überhaupt zur Kenntnis und für bare Münze nimmt, heutzutage sollte man das aber schön langsam wirklich auch machen, wenn man eh schon die ganze Testpraxis auf den Evals der Teststellungen aufbaut. Und natürlich dürfen's halt keine Evals sein, die die Engine selbst wesentlich korrigiert, wenn man ihr im Forward- Backward Abweichungen eingibt. Aber das passiert ja nur mehr bei Stellungen, die innerhalb ihres Suchhorizonts Pointen durch Pruning oder LMRs aus der Berechnung verlieren, die den Verlauf völlig ändern würden. Außer bei konsturierten anti engine puzzles wird das aber immer seltener.
Parent - By Frank Quisinsky Date 2026-04-14 15:19
Hallo Thomas,

Code:
100 von 100 mit beliebiger Bedenkzeit


Prima, jemand der mal etwas weiter gedacht hat.

Gibt so ein paar Kandidaten an ECO Codes.
Du hast selbst sehr viel Zeit in die Buchfragen gesteckt und kennst das alles.

Allerdings war ja immer mein Ansatz:
Ausgeglichen starten aber schnelle Remise bei Eng-Eng weitestgehend vermeiden.
Daher die Idee mit dem Contempt bei Feobos.

Die Beantwortung solcher Fragen bzw. die Zeit bis dahin ...
Nähern wir uns oder nicht!

Ich denke eher nicht, zu komplex!
Nicht in meinem Leben.
Gut so ...

Gruß
Frank
Parent - By Peter Martan Date 2026-04-14 14:58 Edited 2026-04-14 15:06
Ingo ist mir mit der Antwort zuvor gekommen
Zitat:
Dann verdien Dir die 250 Euro!
Es scheint ja leicht zu sein.

Das mit dem Analysieren von Varianten im Forum hat mit der deshalb keinen Sinn, weil kaum hat man dir eine an ihrem Ende allein schon duch SF- Output als alles andere als mit Hoffnung auf Ausgleich abgewürgt, fängst du einfach ein Stück weiter vorn neu an.
6...d5 statt dem ...c6. das du uns da (bevor du's gelöscht hast, siehe aber mein Zitat, in dem's noch drin steht) zuvor noch als Hauptvariante verkauft hast, stellt einfach zu
1. e4 e5 2. Nf3 f5 3. Nxe5 Qf6 4. Nc4 fxe4 5. Nc3 Qf7 6. Ne5 Qf5 7. Ng4 d5 8. Ne3 Qf7
um, so steht's im Zitat meines Antwortpostings, schau nach und probier's aus.

https://forum.computerschach.de/cgi-bin/mwf/topic_show.pl?pid=178844#pid178844

Peter Martan schrieb:

Ha, endlich wird's konkret!
Frank Quisinsky schrieb:


1. e4 - e5
2. Sf3 - f5 ... die Einleitung
3. Se5 - Df6
4. Sc4 fe4
5. Sc3 Qf7 ... jetzt geht es los ... interessant ist offenbar Dg6, 6. d3 Lb4 etc.
6. Se3 ... es geht weiter ... 6. d4 steht zur Diskussion Sf6, Lg5
6. ... c6
7. Se4 d5
8. Sg5 Df6
9. Sf3 Ld6
10. d4 Se7

Das wären mal drei Hauptfortsetzungen.
In allen hat Weiß Vorteil und es gibt Abspiele die in den drei langfristig für Ausgleich sorgen.

Welche da wären?
Aber machen wir's mal der Reihe nach.
Als erste Abweichung für Weiß (für Schwarz gäb's wohl auch welche, aber auf die gehe ich nicht ein, falls wir doch noch eine Partie spielen ) wäre schon das 4.Sc4, wird viel gespielt, aber das 4.d4 ist stärker.

Bleiben wir in deiner Hauptvariante. Das 6. Se3 ist auch nicht unbedingt die "Hauptfortsetzung" an der Stelle, jedenfalls nicht die einzige, Se5 wäre auch zu überlegen, aber egal, bleiben wir bei Se3, um mal überhaupt etwas weiter zu kommen, und dann noch das ...c6 aber dann ist das 7.Se4 wieder suboptimal, da gehört 7.d3.

Dein 7.Se4 d5 8.Sg5 Df6, dann von mir aus auch noch 9.Sf3, (da würde ich hingegen vielleicht, das müsste ich mir noch ein bisschen überlegen, 9.h4 nehmen), jedenfalls auch nach deinem 9.Sf3 Ld6 10.d4 Se7 ist die Sache für Schwarz weit davon entfernt, "für Ausgleich zu sorgen".
Stockfish sieht's an der Stellung danach z.B. so:

rnb1k2r/pp2n1pp/2pb1q2/3p4/3P4/4NN2/PPP2PPP/R1BQKB1R w KQkq - 0 1

Analysis by Stockfish dev-20260402-5eeca739:

11.h3 0-0 12.Le2 Sg6 13.Sg4 Dd8 14.0-0 Sa6 15.Sge5 Lf5 16.c3 Sc7 17.Sxg6 Lxg6 18.Se5 Le4 19.Ld2 a5 20.Lg4 a4 21.De2 De8 22.f3 Lc2 23.Tac1 Lf5 24.f4 Le4 25.Lf3 Lxf3 26.Dxf3 Dc8 27.f5 Le7 28.Tce1 Se8 29.g4 Sd6 30.Te2 Se4 31.Lf4 a3
Tiefe: 37/71 00:01:34 2584MN
Weiß steht deutlich besser.
+- (1.85)

1.5 ist ein frommer Wunsch von dir
Parent - By Ingo Althöfer Date 2026-04-16 19:20
Ingo Althöfer schrieb:
... PS: So weit ich weiss, gab es von Manfred Mädler kein
Buch zum Lettischen Gambit, wohl aber aus dem Jahr 1980 eines
von anderen Autoren im Rau-Verlag (Autoren V*tter und Co).


Ergänzung: Ich habe in meinem Bestand nachgeschaut.

Das Buch "Lettisches Gambit" erschien Ende 1980, Autoren
waren Hagen Tiemann (1934-2021) und Herbert Vetter
(geboren 1957, Deutscher Dähnepokal-Sieger 1980).
Tiemann war DDR-Bürger und ein starker Fernschach-Spieler.
Erschienen ist das Buch im Düsseldorfer Rau-Verlag in der
Schachedition von Manfred Mädler. Das Titelbild zeigt einen
großen braunen Schachspringer auf mattgelbem Hintergrund.

Im Buch werden die Chancen von Schwarz ziemlich blumig
als sehr chancenreich beschrieben.

Ein interessantes Detail: Auf den Seiten 88/89 findet sich eine
Partie Schumacher - Vetter vom Porzer Open 1979/80. Vetter
spielte Lettisch und gewann durch Aufgabe im Zug 31.
Ich frage mich jetzt, ob vielleicht der Gegner Schumacher
der Herr Schumacher war, der früher in der Computerschach-
Szene aktiv war.

Ich bin bereit, mein Exemplar des Buchs für 16 Euro inclusive
Versand innerhalb Deutschlands abzugeben. Wer Interesse hat,
melde sich bitte mit PN oder Email.

Viele Grüße, Ingo.
Parent - - By Tommy Tulpe Date 2026-04-08 15:14
Ich bin nicht angesprochen hier, wage trotzdem eine Antwort.

Das lettische Gambit würde ich als widerlegt einstufen. Nach 1. e4 e5 2. Sf3 f5  bedient man sich einfach mit Sxe5 und steht auf Gewinn, z.B.
1. e4 e5 2. Sf3 f5 3. Sxe5 Df6 4. d4 d6 5. Sc4 fxe4 6. Sc3 Dg6 7. Se3 +-
1. e4 e5 2. Sf3 f5 3. Sxe5 Sc6 4. Dh5+ g6 { 4. ... Ke7? 5. Df7+ und Weiß setzt matt } 5. Sxg6 Sf6 6. Dh4 +-
1. e4 e5 2. Sf3 f5 3. Sxe5 Sf6 {vermutlich der beste schwarze Zug} 4. Lc4 De7 5. d4 Sc6 6. 0-0 fxe4 7. Sc3 +-

Noch Fragen?   
Parent - By Ingo Althöfer Date 2026-04-08 16:13 Upvotes 1
Hallo Uli,

Tommy Tulpe schrieb:
Das lettische Gambit würde ich als widerlegt einstufen...
Nach 1. e4 e5 2. Sf3 f5  bedient man sich einfach mit Sxe5 und steht auf Gewinn, z.B.
1. e4 e5 2. Sf3 f5 3. Sxe5 Df6 4. d4 d6 5. Sc4 fxe4 6. Sc3 Dg6 7. Se3 +-
1. e4 e5 2. Sf3 f5 3. Sxe5 Sc6 4. Dh5+ g6 { 4. ... Ke7? 5. Df7+ und Weiß setzt matt } 5. Sxg6 Sf6 6. Dh4 +-
1. e4 e5 2. Sf3 f5 3. Sxe5 Sf6 {vermutlich der beste schwarze Zug} 4. Lc4 De7 5. d4 Sc6 6. 0-0 fxe4 7. Sc3 +-

mir war schon klar, dass man einen langen Thread kürzer machen kann.
Aber so wie Du hier: einfach nur Chapeau!

Bedankt und viele Grüße, Ingo.
Parent - - By Kurt Utzinger Date 2026-04-08 16:29 Upvotes 1
Tommy Tulpe schrieb:

Ich bin nicht angesprochen hier, wage trotzdem eine Antwort.

Das lettische Gambit würde ich als widerlegt einstufen. Nach 1. e4 e5 2. Sf3 f5  bedient man sich einfach mit Sxe5 und steht auf Gewinn, z.B.
1. e4 e5 2. Sf3 f5 3. Sxe5 Df6 4. d4 d6 5. Sc4 fxe4 6. Sc3 Dg6 7. Se3 +-
1. e4 e5 2. Sf3 f5 3. Sxe5 Sc6 4. Dh5+ g6 { 4. ... Ke7? 5. Df7+ und Weiß setzt matt } 5. Sxg6 Sf6 6. Dh4 +-
1. e4 e5 2. Sf3 f5 3. Sxe5 Sf6 {vermutlich der beste schwarze Zug} 4. Lc4 De7 5. d4 Sc6 6. 0-0 fxe4 7. Sc3 +-

Noch Fragen?   


Hallo Ulrich
Nein, da gibt es keine Fragen. Das alles lässt sich mit Leichtigkeit
durch die heutigen Engines prüfen/nachvollziehen.
Gruss
Kurt
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-04-09 05:52
Hi Kurt,

also ich sehe das lettische Gambit nicht als wiederlegt an.
Nur weil Schachprogramme eine höhere Bewertung ausgeben bleibt das Mittelspiel eher komplex und im späten Mittelspiel bewerten auch die starken NN Programme bei optimalen Fortsetzungen eher ausgeglichen.

Das erinnerte mich auch alles an ein Buch von Manfred Mädler zu diesem Gambit. Er verteilte es mal in einem Neusser Schachverein und ich erinnerte mich im Thread irgendwie wieder an Manfred Mädler.

Wird immer gerne geschrieben ...
Elefantengambit, Lettisches Gambit ... wiederlegt.
Aber es gibt keine Wiederlegung.

Nicht immer nur auf die Bewertungen der Schachengines achten, gerade nach der Eröffnung ist es noch lange nicht so, dass die an der Perfektiion knabbern.
Das wird wahrscheinlich noch Jahrzehnte dauern bis das mal annähernd so ist.

Läßt sich also nicht mit Leichtigkeit durch Engines prüfen.

Habe auch das gute Material im Chess Informant gefunden!

Ob aber nun viel Zeug zu dem Gambit in ein Schachbuch für Engines rein muss?
Welches dann benutzt wird um Eng-Eng zu spielen.

Es gibt einige von solchen Gambits die in einem Testbuch nicht unbedingt enthalten sein sollten.
Sonst gibt es für zu viele der Engines Prügel und aus dem Buch startet ein Match mit einer zu schwierigen Vorgabe!

Viele Grüße
Frank

Egal, ich werde einiges aufnehmen.
Parent - - By Tommy Tulpe Date 2026-04-09 08:20
Frank Quisinsky schrieb:


also ich sehe das lettische Gambit nicht als wiederlegt an.



Lieber Frank,
ich bin keineswegs ein Kenner dieser Eröffnung, biete dir aber gern eine Wette an: Wenn du in einer Fernpartie gegen mich mit Schwarz remis halten kannst, gibt es für dich .... (hier beliebiges Getränk einsetzen) . Andernfalls für mich ein Tee-Sortiment ähnlich wie dieses :

https://www.amazon.de/Teekanne-Premium-Selection-Box-390/dp/B092V4JP69/ref=sr_1_38?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=2ZCY43Y1GRIS8&dib=eyJ2IjoiMSJ9.p4RCX08tEFK5PcpfBPLII8WCqmZqaS6K8yVBDYKshyuAsIuOXtH7QW09kZL18aZK4AGa32ZJVyQlRPtpYRW56M0JU8QIsNTZwZfpqFb3BurAH6hWzi9Dh88IO2yCXv2S2vmeUa2B0ELwctEPuA-i9MRV7lTxySahGya2AkyhJ0c_t_thuXZZlIaBrWIhzv_t5xTHwg0hTIhlnrsgerb5yikyynEsZWIS7Bi7ZgSpNpWE7Av5VTzGVyaU1OcjXZJazu8lUpqao1ma5DszjLZKDgDRtocvl9gBReNgnNs-d18.lgnGsCgJY_9P_zebAB6KSjxztjVOdlseIWnyE32eVKY&dib_tag=se&keywords=tee-sortiment%2Bfr%C3%BCchtetee&qid=1775715412&rdc=1&sprefix=tee-sortiment%2Bfr%C3%BCchtetee%2Caps%2C124&sr=8-38&th=1

Na, bist du dabei? ich würde mich freuen.
Nette Grüße,
Ulrich
Parent - By Peter Martan Date 2026-04-09 09:55
Ich hätt's gratis gemacht, ich sag's nur.

Aber macht doch Alle, was ihr wollt.

Damit mir das nicht wieder als Unfreundlichkeit ausgelegt wird (abspenstig machen eines Schachgegners könnte auch als solche verstanden werden, ich glaube ja, es ist das, was du mir  eigentlich bei Ingo und Christian übel genommen hast ), ein Beispiel, was der Satz alles bedeuten kann, weil du gern literarische Vergleiche anstellst bei meinen Postings:

https://de.wikipedia.org/wiki/Was_ihr_wollt
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-04-13 05:48
Hallo Tommy,

derzeit habe ich ein Event laufen und arbeite zusätzlich an meinem Buch.
Das ist mir zu viel Arbeit, will nicht den ganzen Tag am PC sitzen, habe dafür im Moment nicht die Nerven.

Außerdem startete ich einen Wettkampf gegen den Novag SUPER VIP unter Turnierbedingungen.
Wenn ich den schlage kann ich mir den Novag Diamond I wieder vorknöpfen ... bin mich erst so langsam
wieder hinsichtlich Konzentration am hochkämpfen.

Aber beim lettischen Gambit siehst Du immer sehr schön wie bei den Engines auf etwas längerer Sicht der Ausgleich kommt.
Wer das wirklich spielen kann ist meines Erachtens bevorteilt. Bei Engine-Engine Kämpfe kommt zu 99,5% Remis dabei heraus.

Das schrieb mir ein Schachfreund, der selbst fast ausschließlich Thematurniere mit Engines spielen läßt und das schon seit
über 30 Jahren.

Im Grunde ist lettisches Gambit unter den TOP-Engine eine lästige Remisträchtige Eröffnung.

Viele Grüße
Frank
Parent - - By Peter Martan Date 2026-04-13 07:43 Edited 2026-04-13 08:15
Frank Quisinsky schrieb:

Aber beim lettischen Gambit siehst Du immer sehr schön wie bei den Engines auf etwas längerer Sicht der Ausgleich kommt.
Wer das wirklich spielen kann ist meines Erachtens bevorteilt. Bei Engine-Engine Kämpfe kommt zu 99,5% Remis dabei heraus.

Entschuldige, Frank, aber auch wenn da jetzt ich nicht wieder direkt angesprochen bin, hab' ich die Partie Junior- SF nur spielen lassen, um zu zeigen, wie groß der Spielstärke- Unterschied zwischen den Engines sein muss, damit ein einzelnes Remis vorkommt. Wenn das halbwegs ähnlich spielstarke sind, wird das nur dann eine ausgeglichene Performance, wenn du's mit Farbwechsel spielen lässt, weil dann bekommst du lauter 1:1- Paare mit ganz wenigen Ausreißern.
Wohlgemerkt, wir reden vom angenommenen Lettischen Gambit, ja?
Zitat:

Im Grunde ist lettisches Gambit unter den TOP-Engine eine lästige Remisträchtige Eröffnung.

Ja, mit Farbwechsel, wenn du nur die game pairs zählst und nicht die einzelnen Remis für sich allein. Two wins drawn game pairs statt two draws drawn ones, ansonsten zeig mal ein Match, das von diesem angenommenen Lettischen Gambit aus eine echte draw rate im herkömmlichen Sinn hat. Wenn die wirklich über 10% geht, will ich auch die Partien sehen, zeig mal wenigstens eine, meine Junior- SF war ironisch gemeint, und wenn du sie dir näher anschaust, siehst du sofort, das es Junior einfach verpatzt hat, das zu gewinnen.
Ich hab' ja in der .pgn, die ich reinkopiert habe, die Evals und die Ponderzüge drin gelassen, schau dir einfach mal die Eval- Verläufe an, nimm einen der frühen SF- ponder- moves, wo die Eval noch hoch ist und schau' dir dort Output vor und nach dem Zug und vor und nach dem von SF erwarteten Zug an.

Edit: Z.B. spätestens bei 12.Df3?

Da statt dessen 12.Dd4 und Output danach:



Analysis by Stockfish dev-20260402-5eeca739:

12...Lc6 13.0-0-0 Kc8 14.The1 gxf6 15.Dxf6 Dxf6 16.Sxf6 h5 17.Td3 b5 18.Tg3 h4 19.Tg4 Kb7 20.Tg6 h3 21.g4 a5 22.Te3 Td8 23.Kd2 b4 24.Tg5 Lh6 25.Tf5 Lg7 26.Lg5 Tdf8 27.Te7 Lxf6 28.Lxf6 Th6 29.g5 Th4 30.g6 Tg4
Tiefe: 29/53 00:00:11 319MN
Weiß steht deutlich besser.
+- (1.96)

Und nach dem Textzug 12.Df3?:



Analysis by Stockfish dev-20260402-5eeca739:

12...gxf6 13.0-0-0 Tg8 14.g3 Tg6 15.The1 Lg4 16.Dd3 Lxd1 17.Sc5 a6 18.Kxd1 f5 19.Lg5+ Txg5 20.Se6+ Kd7 21.Sxg5 Dh5+ 22.Sf3 Lg7 23.Dd5 Lxb2 24.c3 Te8 25.Txe8 Dxe8 26.Dxf5+ Kd8 27.Kc2 De2+ 28.Sd2 La3 29.Dxh7 Lc5 30.Dh6
Tiefe: 32/61 00:00:19 573MN
Weiß steht etwas besser.
+/= (0.63 ++)

Und das ist nur einer der taktischen Patzer, wo schon das Mittelspiel erreicht ist, wo's in der Eröffnung gehakt hat, man halt nur den Eval- Unterschied nicht so deutlich sieht, davon wollen wir gar nicht reden, das sehen wir ja dann in unserer Fernpartie.
Wenn du die lieber gegen Ulrich spielen willst zuerst, weil du dir davon ein Getränk deiner Wahl erhoffst, trete ich so lange zurück, bis du wirklich ein Remis gegen ihn mit Schwarz erspielt hast, aber da kannst du dann, wenn du gegen ihn mit Schwarz antrittst, auch gleich die Bestellung für sein Tee- Sortiment aufgeben, würde ich sagen
Parent - - By Peter Martan Date 2026-04-13 14:08 Edited 2026-04-13 14:37
Zitat:

Frank Quisinsky schrieb:

Im Grunde ist lettisches Gambit unter den TOP-Engine eine lästige Remisträchtige Eröffnung.

Ja, mit Farbwechsel, wenn du nur die game pairs zählst und nicht die einzelnen Remis für sich allein. Two wins drawn game pairs statt two draws drawn ones, ansonsten zeig mal ein Match, das von diesem angenommenen Lettischen Gambit aus eine echte draw rate im herkömmlichen Sinn hat. Wenn die wirklich über 10% geht, will ich auch die Partien sehen, zeig mal wenigstens eine

Ehrlich gesagt, hatte ich selbst ja auch noch kein eng-eng-match mit ausschließlich Lettisch- Vorgabe spielen lassen, das jetzt nachzuholen, hab' ich 2 Engines genommen, die nicht im allerobersten Feld rangieren und nicht allzu nahe beisammen liegen in den Ranglisten, andererseits auch nicht so meilenweit auseinander sind wie SF und Junior. Ausgangsstellung ausschließlich 1.e4 e5 2.Sf3 f5,
TC 3'+1", single thread einer 16x3.5GHz CPU, 30 concurrencies:

Score of Dragon3.3MCTS vs Patricia5: 135 - 36 - 79 [0.698]
Elo difference: 146 +/- 37, LOS: 100.0 %, DrawRatio: 31.6 %
250 of 250 games finished.

Oder in EloStat:

    Program                            Score     %    Av.Op.  Elo    +   -    Draws

  1 Dragon3.3MCTS                  : 174.5/250  69.8   3427   3573   37  37   31.6 %
  2 Patricia5                      :  75.5/250  30.2   3573   3427   37  37   31.6 %


Abbitte muss ich leisten, dass die draw rate hier doch deutlich über die vermuteten 10% ging, man muss aber beachten, dass das doch zu einem guten Teil daran liegen wird, dass Dragon 3.3 MCTS bei dieser TC und dieser einen Stellung immer noch ein gutes Stück stärker ist als Patrizia 5. Hätte ich 2 Engines genommen, die noch weiter oben angesiedelt sind und noch näher beisammen liegen, hätte es halt wieder geheißen, ja klar, 1:1- Paare passieren natürlich hauptsächlich im Spitzen- Engine- Schach

Außerdem wollte ich, wenn ich da schon mal wieder Partien auf Halde produziere, vielleicht wenistens ein paar lustige dabei haben, für die Patrizia vielleicht gesorgt haben wird, muss mal noch extra schauen, aber wenn jemand die Partien haben will, kann ich sie per Mail schicken, bei entsprechend großem Interesse auch hochladen.

Von einer "remisträchtigen Eröffnung" zu sprechen, finde ich jetzt jedenfalls nach wie vor und erst recht an der Realität des heutigen Engine- Schachs vorbei formuliert, wie's im Fernschach ausschaut, werden wir ja jetzt dann bald in der Auseinandersetzung Ulrich H.- Frank Q. sehen, vielleicht auch noch in Peter M.- Frank Q.

Edit: ein kleiner Vorgriff auf diese Events noch aus der Fernschach- Sammlung von Herbert Bellmann, beschränkt auf die letzten Jahre (2015-bis heute) und eine Elo- Performance von wenigstesn 2300 beidseits:

Parent - By Frank Quisinsky Date 2026-04-13 16:59
Hallo Peter,

es ist heute so, dass Engines mit nur einem Core bei ca. 3550 - 3575 Elo stehen.
Weißt Du eigentlich wie weit das über das max. erreichbare menschliche Level ist.

Wenn wir versuchen Nuancen zwischen den Engines herauszufinden ist das schwierig.
Meist sind es meines Erachtens die Bauernstrukturen, zurückhängende Bauern in bekannten Eröffnungssystem sorgen
für mehr Partien die nicht Remis enden. Hört sich simple an, ist es vielleicht auch aber für Menschen schwierig nachzuvollziehen.

Nun könnten wir der Meinung sein, dass offene Stellungen angestrebt werden müssen um die Remisquote gering zu halten.
Dagegen stelle ich den Tatbestand, dass eine TOP-Engine auf einem Niveau von 3400 aufwärts kaum eine Partie aufgrund einer
offenen ausgeglichenen Stellung schnell verlieren. Mir ist das bislang nur bei Igel aufgefallen. Diese Engine ist ein wenig
spekulativer unterwegs, wie einst Fizbo.

Das sagt Dir jede Computerschachdatenbank was ich beschrieben habe und ist kein Geheimnis.

Es macht also wenig Sinn mit menschlichem Wissen etwas zu erklären, wenn wir nicht in der Lage sind es zu beweisen.
Die Zeiten sind vorbei in dem einer etwas daher brüllt und alle anderen brüllen es nach, wird schon stimmen.

Mit der Engine-Power von heute steht zunächst mal wieder vieles in der Diskussion.

Beispiel:
Es wurde schon Skandinavisch als nicht spielbar bezeichnet, gar von sehr bekannten GMs.
Es gab immer wieder die Fraktion anderer GMs die diese Eröffnung liebten und ständig neu erfunden haben.
Das war in den 80er, in den 90er dann die Wiederbelebung. Heute wird niemand sagen, Skandinavisch ist grundsätzlich
zweifelhaft für Schwarz.

Warum, es ist schon eine Kunst als schwarzer für schlechte Bauernstrukturen zu sorgen.
Langfristig gibt es interessante Angriffsideen wenn der weiße König kurz rochiert.

Unabhängig vom lettischen Gambit, es gibt zahlreiche andere Eröffnungen die in Frage gestellt werden.
Für Engines gibt es so gesehen keine offenen Stellungen, die ist nichts zu kompliziert was uns Menschen eher Kopfzerbrechen
macht. Ob offen oder nicht ... egal. Was zählt sind die Bauernstrukturen, in den meisten Fällen wenn 3550 Engine Elo gegen
3550 Engine Elo spielt.

Viele Eröffnungen sind sehr gut dokumentiert.
Es gibt auch heute noch ständig Neuerungen die ausprobiert werden, denkt nicht das werden weniger.
Es werden mehr und diese Varianten gehen aus menschlicher Sicht heute mehr in die Tiefe.

Die Eröffnungstheorie ist beständig am anwachsen.

Wenn jetzt andere eine andere Meinung vertreten ist es doch gut.
Ich werfe keinen Fehde-Handschuh.
Warum auch, ich habe eine Meinung und ich hatte noch nie ein Problem damit diese Meinung zu formulieren.
Ich akzeptiere auch die Meinungen anderer, so bleibt doch alles spannend und das ist auch gut so.

Es wäre sonst langweilig!

Viele Grüße
Frank
Parent - By Peter Martan Date 2026-04-13 19:31
Peter Martan schrieb:

Außerdem wollte ich, wenn ich da schon mal wieder Partien auf Halde produziere, vielleicht wenistens ein paar lustige dabei haben, für die Patrizia vielleicht gesorgt haben wird

Richtig vermutet, da ist einiges im IWS- Tool- Filter hängen geblieben an very interesing wins, ein Beispiel:

Event:
Ort:
Datum:

Weiss:
Schwarz:

Ergebnis
Board


Zeiten und Evals enthalten (Zitieren oder C8).
Parent - - By Tommy Tulpe Date 2026-04-13 08:43
Frank Quisinsky schrieb:

Hallo Tommy,

derzeit habe ich ein Event laufen und arbeite zusätzlich an meinem Buch.
Das ist mir zu viel Arbeit, will nicht den ganzen Tag am PC sitzen, habe dafür im Moment nicht die Nerven.


Inner ein guter Vorsatz! Bewegung an der frischen Luft tut uns allen gut.

Frank Quisinsky schrieb:

Aber beim lettischen Gambit siehst Du immer sehr schön wie bei den Engines auf etwas längerer Sicht der Ausgleich kommt.
Wer das wirklich spielen kann ist meines Erachtens bevorteilt. Bei Engine-Engine Kämpfe kommt zu 99,5% Remis dabei heraus.
Viele Grüße
Frank

Mit Verlaub: Das wage ich zu bezweifeln. Aber du bist der Schach-Experte und nicht ich,  klar.

Viele Grüße von der Donau, Ulrich
Parent - By Peter Martan Date 2026-04-13 08:51 Edited 2026-04-13 08:55
Ich würde ja sagen, er meint game pairs, dann ja, (lauter 1:1- Paare sind in gewisser Weies auch lauter Remis, im game pairs rescoring werden sie als solche gezählt) aber das kann eigentlich auch nicht sein, weil Frank ja ohne Farbwechsel spielt, mein Tipp wäre daher eher, Frank hat's noch nicht wirklich probiert, das eng-eng-"Thementurnier" Lettisches Gambit, oder nur zum abgelehnten solchen (Gambit), bei dem sich der Fehler 2...f5? und der umittelbare Gegenfehler z.B. 3.d4? oder 3.Lc4? großteils aufheben in der Wirkung.

Ich hätte nicht Junior- SF spielen lassen sollen, das hat mehr Verwirrung gestiftet als geholfen, ich hatte es ja auch mehr so als eines meiner kleinen Späßchen gedacht, ich sehe mal wieder, dass ohne zig Smileys spätestens am Ende meiner Postings mein Humor iimmer wieder missverstanden wird
Parent - By Frank Quisinsky Date 2026-04-13 11:56
Hi Tommy,

nach meinem Kenntnisstand gilt Lettisches Gambit als zweifelhaft aber nicht als komplett wiederlegt.
Es gibt nach meinen Recherchen im www sehr viel Material zu diesem Thema.

Die Hinweise, dass "Lettisches Gambit" nicht wiederlegt ist habe ich von einem starken Schachfreund, der unter den Engines
viele Thematurniere beisteuert und mir hin- und wieder interessantes Material sendet. Er schrieb mir, dass es einige Varianten
gibt die langfristig zwischen den besten Engines im Remis enden. Der Ausgleich erfolgt schleichend und meist spät.

Habe keinen Grund ihm das nicht zu glauben.

In Theoriebüchern gilt das Lettische Gambit als eher zweifelhaft aber bewiesen das es wiederlegt
ist? Das wäre mir neu!

Grundsätzlich finde ich dieses Gambit nich so spannend. Es verstößt beim Selbstspiel gegen zu viele Grundsätze.
Wird in der Praxis von sehr starken Schachspielern gemieden. Aber das bedeutet nicht, das es komplett wiederlegt ist.
Soweit wird sich auch kein Mensch aus dem Fenster lehnen, es wäre hunderte Seiten von Analysen notwendig, die GMs
analysieren ja oft nur wiederwillig eine Partie um heute nicht zerrissen zu werden. Das endet meist in persönlichen Fehden.

Viele Grüße
Frank
Parent - - By Tommy Tulpe Date 2026-04-13 12:59
Frank Quisinsky schrieb:

Hallo Tommy,

Das ist mir zu viel Arbeit, will nicht den ganzen Tag am PC sitzen, habe dafür im Moment nicht die Nerven.

Aber beim lettischen Gambit siehst Du immer sehr schön wie bei den Engines auf etwas längerer Sicht der Ausgleich kommt.
Wer das wirklich spielen kann ist meines Erachtens bevorteilt. Bei Engine-Engine Kämpfe kommt zu 99,5% Remis dabei heraus.

Im Grunde ist lettisches Gambit unter den TOP-Engine eine lästige Remisträchtige Eröffnung.

Viele Grüße
Frank


Lass uns doch bitte heraus finden, ob du Recht hast. Ich bestreite es ein wenig. Es würde mich interessieren.
Ich fordere dich hiermit noch mal zu einer Fernpartie heraus. 1. e4 e5 2. Sf3 f5 3. Sxe5
Wenn du diese Partie halten kannst, darfst du dier eine (einigermaßen im Rahmen liegenden) Wetteinsatz aussuchen.
Züge am besten per PM.
Herzlich, Ulrich
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-04-13 17:08
Ulrich,

ich habe derzeit weder die Lust, noch die Energie und nutze die Zeit die mir bleibt für Dinge die ich gerne machen würde.
Dazu gehört nicht das Lettische Gambit in Form einer Fernschachpartie.

Fernschach ist nichts was mich auch nur zu 1% reizt.
Analysen schon, neues über die Eröffnungstheorie herauszufinden ... immer!

Habe nicht umsonst Jahre an der FEOBOS Idee gearbeitet und heute genug Material um diese Idee weiter zu verbessern.
Aber ich überlasse diese Arbeit den Engines und bringe alles nur in Form eines ausgeglichenen Buches wieder zusammen.

Es ist schwierig:
Ich versuche eher für Engines schwierige Systeme herauszufinden.
Wenn ich denke ich habe etwas, werfen es andere spielstarke Engines wieder über Board.
Das meiste von dem Analyszeug fliegt im hohen Bogen in dem Mülleimer.
Weil ... ich werde dahingend von der Power der Engines laufend eines besseren belehrt und muss irgend wann mal lernen
zu akzeptieren was 3600 Elo bedeutet.

Gruß
Frank
Parent - - By Tommy Tulpe Date 2026-04-13 18:32 Upvotes 1
Schade aber kein Problem, Frank.
Wobei ich meinerseits Fernschach und tiefe Analysen sogar als ziemlich eng benachbart empfinde. Du nicht?
Nette Grüße, mach's gut!
Ulrich
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-04-13 19:36 Edited 2026-04-13 20:29
Hallo Ulrich,

sogesehen!?

Computerschach bewegt sich von hinten nach vorne, sprich von wenigen Figuren hin zu mehr Figuren hin zur Perfektion.
Sind angekommen bei x Figuren auf dem Feld oder bei einer durchschnittlichen Zugtiefe von x Zügen, bei dem zu erkennen
ist das die Anzahl der gewonnenen Partien im Vergleich zu den Remisen dann abnimmt. Nach diesen Stats liegt Stockfish
vorne, hat die Anzahl der meisten gewonnenen im späten Mittelspiel / Übergang Endspiel.

Kein Geheimnis
Wenn einem das bewusst ist, da reicht ein Blick auf eine Tabelle mit einer solchen Auflistung aus, stellt sich nur noch
die Frage: Was passiert bei vielen Figuren auf dem Brett?
Gibt es hier Unterschiede?
Die gibt es und die liegen in der Aggression der Engines selbst.

Und jetzt die Verknüpfung zum Fernschach:
Eröffnungsanalysen sind spannender und auch deutlich interessanter als Fernschachanalysen wenn denn x Figuren
auf dem Brett erreicht sind, da viele heute "fast" fehlerfreie Programme kaum bis äußerst selten Fehler produzieren.

Insofern nicht eng benachbart, weil ca. 66% der Fernschachanalysen überflüssig sind, wenn denn x Figuren auf dem
Brett erreicht sind. Interessant sind eher die ersten ca. 33% einer Partie, das erste Drittel einer Partie!

Fernschachanalysen sind zu zwei Dritteln in heutigen Zeiten unsinnig geworden, es sei denn der Fernschachspieler
kann das korrekt einordnen und gibt dann eine Partie, die weitestgehend ausgeglichen ist, nach grob gesagt
40 Zügen Remis. Darüber muss dann ein Fernschachspieler gar nicht mehr nachdenken, egal wie spannend
die Stellung aus menschlicher Sicht ausschaut.

Hört sich erschreckend an aber das scheint die Realität zu sein.
Zeigt diese einfache Tabelle schon sehr gut auf, die Verluste sind fast nebensächlich da zu gering.
Die Remisen einschränken durch Gewinne ... und die kommen je näher wir uns von hinten nach vorn
bewegen. Statistisch einfach zu erkennen wenn denn die Elo-Spannweite bei den Test-Gegnern nicht zu eng ist,
oder noch besser zu erkennen wenn diese breit ist. Daher reizt mich ETOC-G.

Code:

                                 points   1:0 1/2   0:1     %   m-avg     1/0<45       rk
-----------------------------------------------------------------------------------------
01. Stockfish 18 JA             1.084,0   870 428     2   83,38   81   19/  0  + 19   03#
02. Reckless 0.9.0              1.079,5   859 441     0   83,04   75   34/  0  + 34   03#
03. Berserk 250622 CE dev       1.070,0   842 456     2   82,31   86   18/  0  + 18   03#
04. PlentyChess 7.0.37 Pre      1.067,5   838 459     3   82,12   74   17/  0  + 17   03#
05. Obsidian 16.15 CE dev       1.063,5   827 473     0   81,81   77   23/  0  + 23   04#
06. pawnocchio 2.0 Pre          1.060,0   823 474     3   81,54   86    5/  0  +  5   04#
07. Halogen 15.4.0 Pre          1.054,0   815 478     7   81,08   85   10/  0  + 10   04#
08. Integral 250812 JA dev      1.050,5   801 499     0   80,81   76    9/  0  +  9   04#
09. Caissa 1.25 JA              1.039,5   783 513     4   79,96   81    7/  0  +  7   04#
10. Uralochka 3.42a JA          1.005,5   719 573*    8   77,35   82   15/  0  + 15   05#


Habe noch lange nicht alle TOP-Engines bei ETOC-G durch.
Aber es stellt sich die Frage, wann die Gewinne erzielt werden und warum oft mehr Remise erzielt wurden.
Da liegen die einzigen Unterschiede .... und natürlich im Grad der Aggressivität bei vielen Figuren auf dem Feld.

Wie gesagt, ein paar Analysen zu den Remisen ...
Caissa gibt zu schnell zu früh Remis, Berserk macht das Gegenteil .... nur, um 1 Beispiel zu benennen.
Gibt ein paar entscheidende Pünktchen mehr etc..
Gerade in einem Feld bei dem mehrere schwächere Programme drin sind.
Berserk könnte in einem reinen Feld an Gegner, die ca. die gleiche Spielstärke haben, weniger hoch stehen.
Aber eher uninteressant!

Die Betrachtungsweise wird schwieriger, aber interessanter wenn wir unter 3400 Elo gehen.



Einfach mal logisch aufgeräumt, warum ich kein Interesse am Fernschach habe.

Gruß
Frank

Nun, was könnte für den Mensch interessant sein? Wir wollen ja einen logischen Nutzen der den Anwendungszweck rechtfertigt.
Wir wollen wissenschaftlich auf Tour gehen. Das steckt in uns, wie in fast allen Kindern die mit mehr Eifer die Welt entdecken.

Eine Kampfmaschine zu kreieren für die Phase 1 der Schachpartie!
Bei den anderen Themen sind wir fast durch.
Parent - By Frank Quisinsky Date 2026-04-13 19:59 Edited 2026-04-13 20:03
Und jetzt kommt die Kunst auf höchster denkbarer Stufe!

Den Zügedurchschnitt gering halten bei möglich vielen schnellen Gewinnen.
Reckless kommt überraschend stark um die Ecke!

oder ...
Ja, es gibt ein oder?

Weichen zu legen, wie vielleicht doch noch in einer späten Partiephase Pünktchen gemacht werden.
Da scheint pawnocchio ein Rezept zu haben ... die Nuancen!

"Die Macht der Bauern" ist das Thema!

Mehr spannende Themen gibt es beim Computerschach auf höchster Ebene aus Sicht der Engines
für den Menschen nicht mehr. Allerdings ist der Weg das Ziel, die Beobachtungen zu den Stärken
die von schwächeren Engines erreicht werden und auch schon weit über dem menschlichen Level
liegen.

Die spannendeste Frage ...
Wir kreieren uns das Monster was wir wollen!
Parent - By Peter Martan Date 2026-04-08 17:47
Ja, Ulrich, wie geschrieben

https://forum.computerschach.de/cgi-bin/mwf/topic_show.pl?pid=178641#pid178641

Peter Martan schrieb:

Frank Quisinsky schrieb:

Das waren noch Zeiten ...

...als das Lettische Gambit noch nicht so gut wie widerlegt war,


Drum hab' ich ja auch eigens Junior13 mit Weiß gegen SF spielen lassen, um ein Remis zu bekommen

https://forum.computerschach.de/cgi-bin/mwf/topic_show.pl?pid=178642#pid178642

Und in dem ursprünglichen Thread von anno dazumal, nach dem Frank anfangs fragte, ging's um die Fortsetzungen und Ausspielwahrscheinlichkeiten in seinem Feobos- Buch.
Parent - By Tommy Tulpe Date 2026-04-14 12:40
Ich wage abermals eine kurze Zusammenfassung des Meinungsstands:
F.Q. ist der Meinung, das lettische Gambit könne Schwarz langfristig Ausgleich bescheren.
I.A., U.H. und P.M. sin der Meinung, dass Weiß gewinnen kann.
Der Philosoph Karl Popper (1902-1994) riet in solchen Situationen: "Ich kann mich irren, du kannst recht haben, und gemeinsam können wir der Wahrheit näher kommen.“
F.Q. möchte aber nicht gemeinsam der Wahrheit näher kommen. Sein gutes Recht. Aber seine Meinung verleiert dadurch an Gewicht.

Grüße von Ulrich
- - By Peter Martan Date 2026-04-13 20:45 Edited 2026-04-13 21:37
Und dann konnte ich natürlich der Versuchung nicht widerstehen, noch ein kleines Match mit den beiden die Ranglisten anführenden Engines zu starten, von 1.e4 e5 2.Sf3 f5? ausgehend, wieder mit 3'+1", diesmal auf der etwas älteren 16x3.5GHz CPU. Das lief jetzt 150 Partien lang mit davon insgesamt genau 5 Remispartien.

Score of Stockfish260402 vs Reckless0.10: 75 - 70 - 5 [0.517]
...      Stockfish260402 playing White: 75 - 0 - 0  [1.000] 75
...      Stockfish260402 playing Black: 0 - 70 - 5  [0.033] 75
...      White vs Black: 145 - 0 - 5  [0.983] 150
Elo difference: 11.6 +/- 55.1, LOS: 66.1 %, DrawRatio: 3.3 %
150 of 150 games finished.

Da hab' ich's gut sein lassen, weil mein Hauptinteresse an dieser für eng-eng-matches an sich völlig unbrauchbaren Startstellung hier nur war, ob's im obersten Spielstärkebereich bei STC überhaupt nennenswerte Remis-Zahlen gibt.  Beachtlich auch, wie weit weg von einer ordentlichen LOS bei den vielen 1:1- Partiepaaren die beiden Engines nach 150 Partien immer noch sind. Man sieht mal wieder, dass die Eröffnungsstellungen mit (für die teilnehmenden Engines und die Hardware- TC) zu großem einseitigem Vorteil statistisch noch schlechter sind als die two draws drawn game pairs bei denen (den Startstellungen) mit zu kleinem Vorteil einer Seite.
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-04-13 21:43 Edited 2026-04-13 21:46
Hi Peter,

Du hast 75x die gleiche Startstellung benutzt?
Wie viele der Partie waren doppelt?

Interessant eher eine EPD zu kreieren bei der alle bislang denkbaren Startstellungen zu dieser Eröffnung bis Zugtiefe x drin sind.

Von diesen EPDs habe ich im Grunde ca. 8.000 ... nicht 8.000 EPD Datenbanken zum Lettisches Gambit natürlich.
Siehe Doku zu FEOBOS.

So früh, ab Zugtiefe 2 sind die Engines weit weg vom perfekten Spiel und brauchen diese Vorgaben.
Wäre es so einfach, wäre ich nach 60 Minuten fertig mit einem ausgeglichenen Buch.
Tatsächlich arbeite ich daran seit vielen Jahren.

Würde bei diesr Eröffnung Reckless niemals einsetzen.
Eher z. B. Pawnocchio - Berserk oder Pawnocchio - Stockfish.
Es geht ja darum Ausgleich zu erzielen!

z. B. bei dem Thema:
Welche Quelle ist gut für die Eröffnungsvorgaben!

Da bin ich dann beim Fernschach.
Das Fernschachmaterial aus der Sicht der Eröffnungsbehandlung ist tatsächlich äußerst wertvoll!
Nicht alles was dem Stempel Fernschach trägt ist schlecht, ganz und gar nicht.
Nur es stellt sich hier oft die Sinnfrage, gerade beim Fernschach in heutigen Zeiten.

Muss immer die Realtitäten im Blickfeld haben!

Gruß
Frank
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-04-13 21:49
Übrigens, beim Lettischen Gambit spielt sich viel bei Zugtiefe 8 und 12 in den Varianten ab.
Da gibt es offenbar sehr unterschiedliche Meinungen und ab dann wirds spannend!
Parent - - By Ingo Althöfer Date 2026-04-13 23:29 Upvotes 1
Hallo Frank,

Frank Quisinsky schrieb:
Übrigens, beim Lettischen Gambit spielt sich viel bei Zugtiefe 8
und 12 in den Varianten ab. Da gibt es offenbar sehr unterschiedliche
Meinungen und ab dann wirds spannend! ...

nimm es mir nicht übel, aber wer im Fernschach (mit Computerhilfe)
als Schwarzer Lettisch spielt, hat nicht alle Latten am Zaun.
Er wird gnadenlos zerfetzt werden.  Ich habe auch eine
gewisse Zeit gebraucht, um es einzusehen. Aber:

Lettisch geht platt!

Viele Grüße, Ingo.
Parent - By Frank Quisinsky Date 2026-04-13 23:41 Edited 2026-04-13 23:49
Ingo,

hat nicht alle Latten am Zaun.



Ja, ja ... das kommt aus NRW.
Ich liebe meine Heimat.

Das denke ich z. B. bei C38 und ganz ehrlich ... sehe ich Benoni bei Eng-Eng auf höchsten Niveau.
Da werden die Engines denken, ist mein Gegner nun völlig verrückt geworden. Max. Remis, suche mal Gewinne aus Benoni von Engines die mit über 3500 spielen.
Die sind rah gesäht als schwarzer ... oder D68-D89 etc..

Nun, was der Mensch so denkt und was die Engines für real halten ...
Zwei völlig verschiedene Welten bei den Elo-Unterschieden die es gibt.

Mensch an Außerirdischen ...
1. e4 ...
Antwort läßt auf sich warten  ....
Nach reiflicher Überlegung ... meist Du Schach auf 64 Feldern oder Schach auf 256 Feldern.
Wahrscheinlich meist Du Schach auf 64 Feldern, wir spielen auf 256 Feldern.

Das gehört leider auch zur Realität.

Ich schrieb es weiter oben.
Selbst würde ich niemals diese Eröffnung spielen, das geht gegen sämtliches eingebleutes Wissen
aus Schachbüchern. Nur die Engines denken sich ihren Teil. Ich habe leider vergessen was uns
IM Manfred Mädler zu seinem Lettisch Buch erzählte, es war davon überzeugt das es spielbar ist.
Hat sich der Mensch wirklich so sehr verändert, oder hat er sich verändert weil er das Wissen
heutiger Engines hat.

Wer mit schwarz diese Eröffnung spielt hat entweder etwas in der Hinterhand, rechnet mit Fehlern
des Gegners oder ist schlicht und ergreifend sehr gut vorbereitet. Menschen spielen das ja nicht
auf einem Niveau von 3600 Elo, sondern in Vereinen durchschnittlich mti 1650 Elo.

Gruß
Frank
Parent - - By Peter Martan Date 2026-04-13 22:02 Edited 2026-04-13 22:15
Frank Quisinsky schrieb:

Du hast 75x die gleiche Startstellung benutzt?
Wie viele der Partie waren doppelt?

Das spielt ja bei der Frage, wie "remislastig", wie du es bezeichnet hast, die Stellung nach 1.e4 e5 2.Sf3 f5?, der Ausgangsstellung des Läppischen (uups, Lettischen ) Gambits im eng-eng-match bei bestimmten Gegnern und einer bestimmen Hardware- TC sein mag, überhaupt keine Rollle. Und wenn's lauter Dubletten gewesen wären (was es natürlich immer höchstens bis zu einer bestimmten Tiefe gewesen sein könnten, definiere mal "doppelt" in dem Zusammenhang, bis zur selben Endstellung? Bis zum 5. Zug, bis zum 10., bis zum 15?), Reckless hat gegen SF gerade mal 5 Remis von 150 Partien zugelassen, SF gegen Reckless gar keins. Wenn dir das immer noch reicht, einzusehen, dass das (angenommene, kein vernünftiger Schachspieler würde es außer in einem eigens vereinbarten Thementurnier ablehnen, vergiss also alle Varianten, die dich aus irgendwelchen persönlichen Gründen auch noch interessieren würden, sicher kann Weiß auch nach dem Annhemen des Gambits noch alle möglichen anderen Fehler machen, die den ganzen Punkte kosten, aber wen interessieren die Fehler, die gemacht werden können bei der Analyse und Bewertung einer Eröffnung, außer, du willst over the board anderen menschlichen Spielern oder viel schwächeren Engine- Gegnern gegen stärkere Engines Fallen stellen, das hat ja hier alles keinen Belang, ebenso wenig, wie es das im Fernschach hätte, da interessieren nur die guten, möglichst die besten Fortsetzungen.)

Wenn dich die Partien dieses zugegeben als solchem ziemlich sinnlosen Match wirklich interessieren, schick' ich sie dir per Mail, ich wollte nur zeigen, dass du mit der Behauptung, das Lettische Gambit sei remisträchtig, in so ziemlich jeder Hinsicht komplett daneben liegst, wie es relevante Hinsichten schachlich auch nur überhaupt gibt. Weder im eng-eng-Schach auf einem gewissen Engine- Pool- und Hardware- TC- Niveau, noch over the board unter starken und ungefähr gleichstarken Gegnern, noch und schon gar nich im Fernschach (siehe den Screenshot von der Statistik der letzten 11 Jahre, erstellt aus der großen Fernschach- Sammlung von Herbert Bellmann, ab einem gewissen Niveau).

Und jetzt ein letztes Mal: wenn du das alles nicht glaubst, dann spiel mal ein paar Züge mit Schwarz mit guter Engine- Unterstützung vorwärts, die erste vernünftige Variante, die nicht in kürzester Zeit (Zugfolge) hoffnungslos verloren ist, die zeig hier her, oder, wenn du's doch lieber Zug um Zug probieren willst, spiel eine Fernschachpartie gegen Urlich oder mich.
Und wenn du das alles nicht magst, keine Zeit hast dafür, lieber zuerst andere schachlich dringendere Dinge machst, phantasiere hier in diesem deinem Thread (in dem du mich persönlich allerdings sogar namentlich gefragt hast um meine Meinung) ruhig weiter über Dinge, die dich sonst so gerade beschäftigen, aus der Diskussion übers Läppische Gambit bin ich dann aber so lange raus, bis du irgendetwas Schachliches dazu beisteuerst. Etwas wie Züge oder Partien, meine ich, davon habe ich im Zusammenhang mit Lettischem Gambit von dir bisher einfach noch überhaupt nichts gelesen, dafür alle möglichen, vielleicht auch nicht ganz uninteressanten Theorien übers (Computer)Schach ganz allgemein, nach 1.e4 e5 2.Sf3 f5? 3.Sxe5... sind wir von deiner Seite hingegen vorläufig noch nicht viel weitergekommen, oder?
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-04-13 22:24 Edited 2026-04-13 22:35
Hi Peter,

es geht nie um die Ausgangsstellung hinsichtlich der Bildung eines ECO-Codes.
Eher was ist in der Tiefe des Systems möglich ist oder nicht möglich ist unter Beachtung der lästigen Zugumstellungen (die rauben jeden Buchautor
den letzten Nerv). Es gibt zu einer Eröffnung die 6 Züge tief geht sage und schreibe 120 Zugumstellungen in FEOBOS. Nur mal so ...

Für Lettisches-Gambit stehen die Chancen nicht gut.
Das bestreite ich nicht, aber ist wiederlegt ... denke davon sind wir weit weg.

Was mir mein Schachfreund mitteilte war schlicht und ergreifend, dass es viele Varianten gibt die dann remislastig sind, weil Ausgleich erspielt.
Das passiert sehr langfristig, nicht nach 2 Zügen.

Wir sprechen hier vom tatsächlichen Vorteil den der Mensch überhaupt noch hat.
Wir haben die Eröffnungstheorie, das Wissen von so vielen Jahren menschlicher Power.

Würden Schachprogramme von Zug 1 an perfektes Schach spielen und wir hätten dann Dein Ergebnis wäre ich bei Dir.
Tatsächlich bringt Dein Test recht wenig.

Zurück zu FEOBOS:
Was wir seinerzeit machten und ich heute noch mache ist herauszufinden:
Welche Startstellungen eignen sich für Eng-Eng die ausgeglichen sind.

Mittels solcher normalen Vorgaben lassen sich die besten Stats generieren.

Leider brachte FEOBOS gerade beim Lettischen Gambit folgendes Ergebnis (und nicht nur dort):
Diese Startstellungen die verblieben sind, sind ausgeglichen aber im Buch kam es zu gewaltigen Lücken und es waren nicht die besten Züge die zu den Startstellungen geführt haben.

Warum?
Weil die 10 FEOBOS Engines seinerzeit fast alles rausgeworfen haben was aus deren Sicht nicht ausgeglichen war.

Selbst bei 10 Cores und einer Minute pro Zug für die Analyse jeder Startstellung waren im Jahr 2018 die Engines gar
nicht in der Lage das perfekt hinzubekommen. Ja, sie sind es ja heute noch nicht mal, weil wie gesagt ...  wir sind weit
davon weg das Engines die Eröffnungsphase perfekt spielen.

FEOBOS ging auch nur 3 Züge nach ECO-Code Ende.
Da gab es nicht sehr viel was die Engines behalten wollten.

So gesehen gibt es viele viele Varianten aus der Eröffnungstherorie wo ich mindestens 8-10 Züge nach ECO-Code
Bildung tief gehen muss. Aber das was es dann an Material gibt ... analysieren zu lassen, das dauert viele, viele Jahre, gar Jahrzehnte.

Würde eine solche Analyse gelingen, mit dem Wissen was wir heute über das späte Mittelspiel haben ...
Ja dann hätten wir ja das perfekte Schach mit dem Ergebnis:

1. e4 ... Antwort c6 Matt in 64 Zügen!
Logisch, oder?

Viele Grüße
Frank

Na ja ...
Bei C38 bin ich auch geneigt zu sagen ... was für ein Schrott. Das kann nicht gut gehen.
Lettisch kenne ich zu wenig, eine der Lücken die wie beschrieben unmöglich zu meistern sind für eine Person aufgrund von jeglicher Sprengung eines Projektes.
Es ist gut das im Schach noch lange nicht alles perfekt ist, dass sich Leute ereifern die unterschiedliche Meinungen haben. So halten wir Schach am Leben!!!
Parent - - By Peter Martan Date 2026-04-13 22:35 Edited 2026-04-13 22:40 Upvotes 1
Frank Quisinsky schrieb:

Was mir mein Schachfreund mitteilte war schlicht und ergreifend, dass es viele Varianten gibt die dann remislastig sind, weil Ausgleich erspielt.

Eine Chance geb' ich dir noch, wenigstens eine solche Variante Zug um Zug zu benennen, Frank. Über die können wir dann konkret reden, wo Weiß den Vorteil, den's nach 3.Sxe5 einfach gibt, wieder herschenkt. Bei halbwegs fehlerfreiem Spiel von Weiß verliert Schwarz das, wenn du's nicht glaubst, probier's endlich ein paar Züge weit hier im Forum oder per Mail, muss ja gar keine ganze Partie werden, ich wär' mir sicher, du siehst das auch, ohne dass wir's bis zum Matt ausspielen, bald ein. Lass dich von allen deinen Lieblings- Engines auf deiner sicher auch nicht schlechten Hardware und von allen deinen Schachfreunden beraten, und los geht's endlich.
Hast du dir selbst überhaupt schon irgendwelche konkreten Abspiele angeschaut?
Wenn ja, welche?
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-04-13 22:43 Edited 2026-04-13 23:18
Hi Peter,

nein das mache ich nicht!
Kein Bock auf bespaßen ... habe echt genug zu tun!

Ich habe schon x Sachen benannt und das immer sehr ausführlich.
Jede Meinung begründe ich sehr ausführlich!

Untermauert mit sämtlichen Material was dazu gehört, wie z. B. bei meinen Ratinglisten oder FEOBOS.
Ob alles immer so richtig ist was ich vermute ... nie im Leben!

Nochmal:
Es ist einfach alles aus Lettisches Gambit in eine Datenbank zu bringen.
Dann sortieren nach Notation in ChessBase.
Dann mittels Norm Pollock Tool "truncate" kürzen auf die Suchtiefe wo die Abweichungen in ChessBase zu sehen ist.
Das ist bei Lettisches Gambit ca. die Zugtiefe 13, besser 14 nehmen.

Dann epd erstellen.
Die Anleitung wie man das macht findet sich in einer Textdatei im FEOBOS Projekt.
Lege die hier nochmal bei.

Wichtig ist immer das cleanup Tool von Norm Pollock:
Aber aufpassen, die letzte Partie wird dummerweise gelöscht obwohl diese nicht auf einen Fehler beruht.

Dann Thematurniere mit Vorgabestellungen und dann folgt meist die Erleuchtung!
Dafür brauche ich nicht das Wissen von den ganzen von Dir zitierten Personen, Gruppen etc..
Das ist schlichtes herausfinden in Homework und wenn sich jemand dafür interessiert wird er es tun.
Ob nun zum Lettischen Gambit oder sonst was.

Viele Grüße
Frank

Code:

Collection of important parameters I am using for FEOBOS:
---------------------------------------------------------

To 1. pgn-extract
       https://www.cs.kent.ac.uk/people/staff/djb/pgn-extract/
To 2. tools by Norm Pollock
       http://40h.000webhostapp.com/
To 3. Polyglot, *.bin opening book format
       https://github.com/ddugovic/polyglot
     http://hardy.uhasselt.be/Toga/polyglot-release/
       http://manpages.ubuntu.com/manpages/trusty/man6/polyglot.6.html
     https://chessprogramming.wikispaces.com/PolyGlot
      Polyglot 2.0.3: http://hgm.nubati.net/polyglot.exe
      Polyglot Book Creator v0.1: http://www.talkchess.com/forum/viewtopic.php?topic_view=threads&p=711024&t=63635
      Polyglot Book Creator v0.2: http://www.talkchess.com/forum/viewtopic.php?topic_view=threads&p=711153&t=63635

###

1.
With pgn-extract by David J. Barnes you can delete "move transpositions" from the end position.

Tip by Ferdinand Mosca in TalkChess:
pgn-extract --fuzzydepth 0 --duplicates dupes.pgn --output unique-beta-1.pgn beta-1.pgn

###

2a. to *.epd
How I can create an epd file with numbers of positions?

Examples (001 for the first, 002 for the second ...):
r2qkb1r/ppp1pppp/5n2/8/3P2b1/5N2/PPP2PPP/R1BQKB1R w KQkq - id "001";
r1bqkb1r/1p1n1ppp/4pn2/pPpp4/8/P3PN2/1BPP1PPP/RN1QKB1R w KQkq - id "002";
r2qkb1r/1ppn1ppp/4pn2/pP1p1b2/8/P3PN2/1BPP1PPP/RN1QKB1R w KQkq - id "003";

Please use the batch file "pgnFin" in 40h-epd (download directory)

1. pgnFin alpha.pgn (copy epdFin and pgnFin in the same directory)
   you need pgn-extract.exe available under:
   https://www.cs.kent.ac.uk/people/staff/djb/pgn-extract/
   it creates outF.epd
2. epdTrim outF.epd
3. idOpcode outT.epd
4. copy idlist inlist
5. epdInsert inlist outT.epd

creates outN.epd
rename outN.epd to whatever you want

Example for the batch file "pgnFin":
PGN-Extract -Wepd --nofauxep -s -otemp.epd alpha.pgn
epdFin temp.epd

###

2b. to *.epd
How I can create an *.epd file with numbers of move transpositons?

Examples (124, 111, 108 for quantity of move transpositions):
r1bq1rk1/1p2bppp/p1nppn2/8/3NPP2/2N1B3/PPP1B1PP/R2Q1RK1 w - - c0 124;
r1bq1rk1/ppp2pbp/2np1np1/4p3/2P5/2NP1NP1/PP2PPBP/R1BQ1RK1 w - - c0 111;
r1bq1rk1/pp3pbp/2n1pnp1/3pN3/3P4/2N3P1/PP2PPBP/R1BQ1RK1 w - - c0 108;

epdList alpha.epd

###

2c. to *.epd
How I can create an *.epd file where I can see the numbers of move transpositions / dublicates (end position)?

Examples:
r1bq1rk1/1p2bppp/p1nppn2/8/3NPP2/2N1B3/PPP1B1PP/R2Q1RK1 w - - c0 124; c1 line(s): 37907 37909 37911 37912 37913 37914 37915 37916 37917 37918 37919 37920 37921 37922 37923 37924 37925 37926 37927 37928 37929 37930 37932 37933 37934 37935 37936 37937 37939 37940 37941 37943 37944 37945 37946 37947 37948 37949 37951 37952 37953 37955 37956 37958 37959 37961 37964 37966 37967 37968 37969 37971 37972 37973 37974 37975 37976 37977 37979 37980 37981 37982 37983 37985 37986 37990 37992 37993 37994 37995 37996 37997 37998 38003 38004 38006 38008 38009 38011 38013 38014 38016 38017 38020 38021 38022 38023 38025 38028 38029 38030 38031 38032 38033 38034 38037 38038 38039 38040 38041 38042 38044 38045 38046 38047 38048 38051 38052 38053 38054 38055 38058 38060 38062 38063 38064 38065 38067 38068 38069 38070 38071 38073 38074;
r1bq1rk1/ppp2pbp/2np1np1/4p3/2P5/2NP1NP1/PP2PPBP/R1BQ1RK1 w - - c0 111; c1 line(s): 5219 5223 5228 5229 5238 5239 5240 5242 5245 5247 5253 5254 5255 5258 5260 5265 5266 5267 5272 5275 5279 5280 5282 5288 5289 5292 5294 5296 5298 5299 5301 5302 5304 5306 5308 5310 5311 5315 5316 5318 5319 5321 5324 5326 5329 5332 5336 5337 5340 5344 5345 5346 5352 5354 5355 5360 5369 5384 5385 5386 5391 5393 5399 5401 5403 5404 5405 5415 5418 5426 5434 5435 5441 5445 5454 5463 5471 5473 5504 5507 5510 5511 5520 5521 5524 5530 5535 5536 5538 5542 5547 5555 5556 5558 5569 5572 5578 5579 5581 5587 5592 5607 5611 5615 5616 5620 5622 5623 5625 5627 5628;
r1bq1rk1/pp3pbp/2n1pnp1/3pN3/3P4/2N3P1/PP2PPBP/R1BQ1RK1 w - - c0 108; c1 line(s): 66339 66344 66345 66350 66351 66362 66363 66366 66367 66368 66379 66388 66389 66397 66404 66405 66407 66409 66410 66411 66414 66415 66422 66427 66428 66429 66430 66431 66435 66437 66441 66443 66450 66452 66454 66455 66461 66464 66465 66480 66489 66495 66498 66499 66508 66512 66516 66518 66524 66528 66532 66538 66539 66540 66541 66548 66550 66552 66555 66569 66572 66574 66575 66576 66577 66583 66587 66594 66599 66601 66617 66618 66622 66623 66625 66627 66628 66633 66634 66638 66641 66652 66654 66664 66665 66667 66670 66679 66680 66685 66686 66696 66699 66706 66713 66716 66717 66720 66724 66731 66735 66736 66739 66743 66748 66749 66752 66758;

epdList alpha.epd lines

###

2d. to *.epd
How I can sort "ce" eval inside the *.epd file

With epdOrder.exe ... you can sort the "ce" values (eval) in *.epd

epdorder alpha.epd

###

3. to polyglot *.bin (opening book format)
How I can create an opening book with polyglot?
At first, have a look for an explanation to the list of URLs (start of textfile).

polyglot make-book -pgn _feobos_v8_ranking_1-21074.pgn -bin feobos_v8.bin -max-ply 34 -min-game 1

August 12th, 2017 (12:00)
Frank Quisinsky, Trier (Germany)
Parent - By Frank Quisinsky Date 2026-04-13 22:55 Edited 2026-04-13 22:59
Stelle Dir das nicht so einfach vor.

Weil ...
Der Knackpunkt:

Nimmst Du GM Partien passiert gerade in der Eröffnung folgendes:
Ein GM übersieht einen Blunder des Gegners und es wird normal weitergespielt.

Diese Partie fällt niemals auf wenn ab Zug x geschnitten wird.
Davon habe ich schon mehr als 50 Partien gesammelt.

Im Grunde muss jede Startstellung auf Korrektheit rückwärts geprüft werden.
Dauerte es bei FEOBOS ca. 1 Jahr bis alle 10 Engines alle FEOBOS Stellungen untersuchten, hätte es 5
Jahr gedauert wenn ich allein das gemacht hätte.

Der Spruch, poste Beispiele ...
Der ist immer schnell geschrieben, denke das kannst Du nachvollziehen!

Um eine wirklich gute Analysedatenbank zum Lettischen Gambit zu erstellen, um vielleicht irgend etwas
zu beweisen ... alleine das wird sehr viel Zeit in Anspruch nehmen!!
Parent - - By Peter Martan Date 2026-04-13 22:57 Edited 2026-04-13 23:30
Peter Martan schrieb:

Hast du dir selbst überhaupt schon irgendwelche konkreten Abspiele angeschaut?

Frank Quisinsky schrieb:

nein das mache ich nicht!

Dacht' ich's doch

Sorry, das war jetzt etwas gemein kurz zusammengeschnitten, aber es läuft nun mal auf genau das hinaus, es hat keinen Sinn über Schachstellungen zu reden, ohne die Züge, die von ihr wegführen, anzuschauen. Natürlich kannst du's auch anhand von großen Partiesammlungen machen, dir die dafür weniger genau Zug um Zug anschauen, nur Statistiken auslesen, und aus denen deine Folgerungen ziehen, aber über eine bestimmte Stellung in ihrer schachlichen Bewertung zu reden, macht nur Sinn, wenn du die Züge, die von ihr wegführen, einen um den anderen anschaust und die Folgestellungen danach ebenso eine um die andere.

Drum, du musst hier niemanden bespaßen, du kannst aber einfach (mit mir) nicht über Schachstellungen oder Züge, die zu ihnen führen, reden, wenn du nicht über konkrete Abspiele von der Stellung, um die's geht, reden willst.
Das führt eventuell zu allen möglichen Erkenntnissen, Spaß machen kann das Plaudern über alles mögliche auch ohne, dass es irgendwas mit Schach zu tun haben muss, so gesehen bespaßt du uns ja ohnehin sogar ausgesprochen fleißig, Frank, es hat nur alles nichts mit 1.e4 e5 2.Sf3 f5? 3.Sxd5 zu tun

Frank Quisinsky schrieb:

Um eine wirklich gute Analysedatenbank zum Lettischen Gambit zu erstellen, um vielleicht irgend etwas
zu beweisen ... alleine das wird sehr viel Zeit in Anspruch nehmen!!

Würde es dann, wenn's noch keine gäbe. Was findest du an der wirklich großen und  aus so ziemlich allen namhaften Servern zusammengetragenen Partie- Sammlung von Herbert Bellmann, der Fernschach 2026 (das ist nur das Aktualitäts- Datum, die reicht praktisch beliebig weit in die Vergangenheit zurück und enthält rund 2.3 Millionen Partien. Wenn du in der in den letzten 11 Jahren alles, was über 2300 Elo gespielt wurde, filterst nach 1.e4 e5 1.Sf3 f5?, hast du genau den Screenshot, den ich dir oben kopiert und reingestellt habe. Findest du wirklich, dass das eine schlechte "Analysedatenbank" ist? Ok, sie hat zu wenig Beispiele im Filter für Statistiken, wie man sie von STC- eng-eng-matches gewöhnt ist, aber außerhalb von error bars, die allein die likelihood of superiority für Weiß über Schwarz betrachtet, reichen selbst die 72 Partien im Filter. Bei diesen Spielen sind wir uns ja wenigstens einig,  dass sie in den letzten Jahren von Spielern über 2300 Elo mit recht guter Hardware- Unterstützung gespielt worden sein werden und nicht nur mit Handys, und das Ganze mit praktisch beliebiger Rechenzeit, dass da gerade mal 7 Remis und 8 Gewinne für Schwarz vorgekommen sind und alles andere für Weiß ausging, sagt dir das wirklich auch rein "statistisch" nichts?
Das ist mal wirklich eine einfache Rechenaufgabe, die man sich von der Google- KI aus der Addresszeile des Browsers beantworten lassen kann:
Zitat:
Based on the provided record of 57 wins, 7 draws, and 8 losses in 72 games, the likelihood of superiority (LOS)—the probability that the player/team is statistically stronger than an opponent of equal strength—is extremely high, over 99.99%.

Und dabei geht's aber eben primär gar nicht einmal (nur) um Statistik, da geht's um die einzelnen Partien, natürlich sind in denen auch noch Fehler vorgekommen, vor allem in den Remis und in den 0-1 Partien, aber im Großen und Ganzen ist da schon auf einem ziemlich hohen Niveau Schach gespielt worden. Die letzten 5 Jahre und Elo über 2400 waren's überhaupt nur mehr 5 Partien, die sind alle 1-0 ausgegangen, und weil das ja nicht viele Partien sind, kann man sie sich mit der Engine ja leicht anschauen. Wenn du immer noch keine Ruhe gibst, stelle ich als nächstes eine .pgn mit diesen verschmolzenen 5 Partien rein.
Jetzt aber wirklich:
Gute Nacht, Frank.
Parent - - By Frank Quisinsky Date 2026-04-13 23:02 Edited 2026-04-13 23:15
Peter,

bespaßen ist immer so eine Sache!
Fakten können wir Elo-Nasen nicht selbst erarbeiten.
Dafür brauchen wir Wissen über Engines, angelesenes Wissen und vor allem sehr viel Zeit.
Natürlich die Helfer ... in diesem Fall die Engines.

Aus der Sicht einer Engine mit 3.500 Elo ist ein GM wahrscheinlich schon eine Elo-Nase.
So gewaltig ist 3500 Elo zu 2500 Elo.

Spiele mal mit 2000 Elo gegen 1000 Elo.

Diese Zeit haben meist wenige Menschen, ich habe auch nicht immer die Zeit die ich gerne für Schach hätte.

Dir auch eine gute Nacht!

Wecke den Forschergeist ...
Das ist viel interessanter als etwas auf das Serviertablett zu legen.
Ich bin seit 30 Jahren als Servierkraft von den Engines zum Sklaven ernannt, besser gesagt, die Ernennungsurkunde habe ich mir selbst ausgestellt.

Das ist mir ja bei Dir gelungen ... Forschergeist, Du wolltest etwas beweisen.
Zwar nicht was ich erwartet hatte, nur nach Zug 2 aber immerhin!

Gruß
Frank
Parent - - By Peter Martan Date 2026-04-13 23:15
Ich hab' noch eine Weile weiter editiert an meinem Posting, auf das zu zuletzt schon geantwortet hattest währenddessen, nur für den Fall, dass du das doch auch noch lesen willst heute oder morgen
Up Topic Hauptforen / CSS-Forum / Frage an Peter M.
1 2 3 Previous Next  

Powered by mwForum 2.29.3 © 1999-2014 Markus Wichitill