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Parent - - By Peter Martan Date 2011-09-09 20:48
[quote="Michael Scheidl"]
Gespeichert werden offenbar 3 Halbzüge der HV., Bewertung und Tiefe. Was für ein "backward solving"?? Wenn der eine Analyse liefert mit angeblich 32 Halbzügen, und nur drei Halbzüge HV., was willst Du denn dann machen wenn sonst keine Daten da sind?? Alles was nicht bis zur - angeblichen - RT. 32 reicht ist ja dann nicht stichhaltig.
[/quote]

Wenn du 3 HZ der HV bewerten willst, ganz unabhängig von der Rechentiefe, wie machst du das?
Du führst die 3HZ aus und schaust dir die Bewertung danach an. Wenn du Rechentiefe mitberücksichtigen willst, dann mach das, wenn nicht, dann nicht. Davon völlig unabhängig würde ich halt die 3 Halbüge wieder zurück gehen zur Ausgangsstellung (wieder wenn du willst, bis zur selben Berechnungstiefe wie am Ende, wenn du lieber willst, in derselben Zeit, die du vorher für die Bewertung der HV gehabt hast. Ist die Bewertung der Ausgangsstellung gleich wie vor dem backward solving deiner 3 HZ, bleibt wahrscheinlich auch die HV gleich. Damit haben sich die 3 HZ als solche bewährt und die Bewertung auch. Erkennt die engine nach dem Ausspielen der 3HZ, dass ihre Ausgangsbewertung zu hoch oder zu niedrig war, relativiert sie selbst ihre Züge und ihre eval. Was den Wert der 3HZ und ihrer eval angeht, kannst du dich auf eine Referenzengine verlassen oder einfach die Relation im Plus oder Minus der engine vor und nach und wieder vor den 3Hz bewerten. Es kommt dabei nicht auf die absolute Höhe der evals an, sondern auf ihre Änderung.
Was ist denn daran bitte schwer zu verstehen?
Und wie gehst du eigentlich selbst anders vor, wenn du wissen willst, ob die Bewertung einer engine einer Variante und ob die Variante etwas taugt? Haben evals für dich zahlenmäßig überhaupt irgendeine Bedeutung, oder ist es nur das, was die engine für sich selbst braucht, um ihre Züge zu sortieren?
Vertraust du einfach darauf, dass das schon stimmen wird, was sie in ihrem output an Zügen oder Zahlen hinschreibt, oder überprüfst du es irgendwie?
Geht das nur dadurch, dass du die ganze Partie zu Ende spielst oder spielen lässt, oder kannst du nach ein paar Zügen auch schon was sagen?
Und wenn ja, wie anders als durch die Änderungen der evals, der der engine und deiner eigenen?
Parent - - By Michael Scheidl Date 2011-09-09 21:13
Ich habe jetzt erkannt das Du für dieses Thema kein geeigneter Gesprächspartner bist. Das soll uns aber nicht daran hindern, künftig über andere Themen höchst angenehme, geistreiche Gespräche zu führen.
Parent - By Peter Martan Date 2011-09-09 21:59
Parent - By Simon Gros Date 2011-09-09 20:48
Ich denke und vor allem hoffe ich, daß sie (CB) hier mitlesen und sich auch bereits im Vorfeld Gedanken über all diese Dinge gemacht haben. Es geht auch nicht darum, daß die Menschen ansich schlecht sind, wie ein anderer Beitragsschreiber hier bemerkte, es geht lediglich oder auch ausschließlich um das Vertrauen in diese künftige Cloud-Aktion!
Simon_G
Parent - - By Benno Hartwig Date 2011-09-09 20:13 Edited 2011-09-09 20:16
[quote="Peter Martan"]Was siehst du tatsächlich für eine technische Schwierigkeit darin, so wie Shredder und Hiarcs das schon lange machen, diejenigen Stellungen, die entlang einer Variante (natürlich eine Frage der Breite der Auffächerung und was alles mitberechnet wird) über bestimmte cp- Grenzen Steigerungen bringen, als gelernt mit Bewertung und Berechnungstiefe abzulegen?[/quote]Bitter Butter bei die Fische: Wie sollte es gemacht werden.
(Dass das machbar ist, was bereits bei Shredder gemacht wurde,wird ja niemanden überraschen. Aber der Vorschlag erscheint reichlich 'unkonkret' )
Ganz sicher wirst du keine Engine hinstellen können, die die vielen, vielen, vielen täglich eingehenden Analysen nachrechnet. Also wie willst du kontrollieren? OK, wenn die Prüfengine die Bewertung und die Hauptvariante bekommt, kann sie deutlich schneller sein als die eigentliche Analyse. Aber ich denke, dass ist immer noch um ein Vielfaches zu langsam!
Ich vermute, dass Die jeweiligen Stellungsanalysen aus praktischen Partien fortwährend geliefert werden sollen. Da wird sicher auf ein hohes Aufkommen gehofft.

Ich denke eher in Richtung auf Engines, die ihre Bewertung mit einem Zertifikat versehen, welches sicherstellt, dass hier das unverfälschte Ergebnis einer unverfälschten Engine geliefert wurde. Aber von solchen Mechanismen las ich bislang im Computerschach nichts. Tut dann ggf. Fritz13 sowas?
(und CB-fremden Engines wird dann sowas gegen Lizenzgebühr ermöglicht? )

Benno
Parent - - By Frank Rahde Date 2011-09-09 20:25
Ich finde, das die Diskussion allmählich in eine falsche Richtung läuft. Ich glaube nicht, dass Fälschungen an der Tagesordnung sein werden, auch wenn der Mensch an sich schlecht sein sollte.

Gruß, Frank
Parent - By Kurt Utzinger Date 2011-09-09 21:23
[quote="Frank Rahde"]
Ich finde, das die Diskussion allmählich in eine falsche Richtung läuft. Ich glaube nicht, dass Fälschungen an der Tagesordnung sein werden, auch wenn der Mensch an sich schlecht sein sollte.

Gruß, Frank
[/quote]

Ich finde, dass die Diskussionen hier (fast alle) zum Thema wenig bis gar nichts bringen, weil ja
niemand weiss, wie genau das neue Feature in der Praxis umgesetzt werden wird. Warten wir
doch einfach ab, bzw. gedulden uns, bis es soweit ist.
Mfg
Kurt
Parent - By Benno Hartwig Date 2011-09-09 21:39
[quote="Frank Rahde"]Ich finde, das die Diskussion allmählich in eine falsche Richtung läuft. Ich glaube nicht, dass Fälschungen an der Tagesordnung sein werden, auch wenn der Mensch an sich schlecht sein sollte.[/quote]Kurt hat sicher Recht, wenn er meint mal solle konkretere Informationen abwarten.
Aber warum eine Diskussion um die Sicherheit einea Ablaufes ' in die falsche Richung läuft', kann ich nicht mal vage erkennen. Aber interessieren muss dich das ja nicht.
So interessiert wir wohl alle am Computerschach sind, so feindlich gegenüber bestimmten Engines, Autoren oder Firmen sind ja gut erkennbar manche Postings und Postende. Und da wünsche ich zumindest mir unbedingt eine klug durchdachte Absicherung der DB. Das Thema leichtfertig zu behandeln wäre sicher der vorprogrammierte Tod der Idee.
Benno
Parent - By Werner Mueller Date 2011-09-09 22:37
[quote="Frank Rahde"]
Ich finde, das die Diskussion allmählich in eine falsche Richtung läuft. Ich glaube nicht, dass Fälschungen an der Tagesordnung sein werden, auch wenn der Mensch an sich schlecht sein sollte.

Gruß, Frank
[/quote]
Ja, irgendwelche böswillige Fälschungsversuche werden kein Problem sein.

Ich glaube, hier haben auch viele eine falsche Vorstellung von so einer 'Wissensdatenbank'. Als gäbe es da irgendwie etwas aufzufüllen und irgendwann wäre es dann gut.

Stellungen, die im luftleeren Raum schweben, soll heißen: ohne irgendeine Wahrscheinlichkeit, sie in einer Partie aufs Brett zu bekommen, werden keine Rolle spielen, denn
a) wen sollten sie interessieren und
b) gäbe es quasi unendlich viele davon (da braucht man gar keine zahlenmäßige Abschätzung, da sollte schon der Hinweis genügen, dass es immer noch keine kompletten 7-Steiner gibt - und die werden nicht manuell erstellt )

Übrig bleibt - neben vielleicht dem ein oder anderen interessanten Endspiel - die Eröffnungstheorie.

Vorausgesetzt natürlich, dass das Konzept ein Erfolg wird (was ich für nicht unwahrscheinlich halte), heißt das dann auch für die Stellungen - WEIL sie nicht im luftleeren Raum schweben, d.h. z.B. in der/den Variante(n) Ausgangspunkte für 'neue' Stellungen liefern oder allgemein gesagt in eine Art Eröffnungsdiskussion eingebunden sind - dass sie sozusagen unter 'sozialer Kontrolle' (Möglichkeit der Kommentierung!) stehen.

Der Rest (der im luftleeren Raum) ist zu betrachten wie Weltraumschrott, durch den (soviel ich weiß) bis jetzt noch kein Mensch zu Schaden gekommen ist.
Parent - - By Peter Martan Date 2011-09-09 21:58 Edited 2011-09-09 22:07
http://forum.computerschach.de/cgi-bin/mwf/topic_show.pl?pid=41512#pid41512
Heute wollen mich wieder mal Alle absolut und justamend nicht verstehen.

(Ich weiß wohl, dass es da dann immer Zeit wird, sich zu überlegen, ob's wirklich an allen Anderen liegt, wie bei dem Geisterfahrer, der die Durchsage hört "kommt ihnen ein Geisterfahrer entgegen" und kopfschüttelnd meint "was heißt einer...")
Zu obigem Link, wo ich es mit Michael noch einmal probiert hab, das mit der Lerndatei: ich wollte eigentlich nicht auf die mir als Nichtprogrammierer nicht so genau  bekannte Technik, wie man das dem Programm beibringt, eingehen. Ich habe einfach vorausgesetzt, dass wir gemeine user eine gemeinsame Vorstellung haben, wie das verschiedene Programme sicher mehr oder weniger verschieden machen. Auch Houdini speichert ja jetzt Stellungen einer Analyse, einer Partie, so kurz sowas auch immer verlaufen mag, je nach der Änderung der eval.
Bei dieser neuesten Lerndatei, die ich kenne, kannst du dir auch noch eine cp- Grenze einstellen, ab der so eine zu lernende Stellung mit der Berechnungstiefe und der eval abgelegt wird, damit die engine nach Neustart, wenn die Stellung wieder in die Berechnung kommt, erst ab der gespeicherten Tiefe neu bewertet werden muss.
Warum kannst du dir so absolut nicht vorstellen, dass das auf einem server mit zusätzlichem engine- Einsatz aber meiner Meinung nach durchaus auch ohne gehen sollte.
Es müsste nur statt der Eigenbewertung durch eine zweite engine eine zweite GUI- Funktion die Änderung der eval der sowieso eingeloggten und ihre Bewertungen übermittelnden engine registrieren, relativ zur Bewertung, die dieselbe engine nach einer bestimmten HZ- Tiefe, die ausgespielt und in gleicher Zeit oder Rechentiefe zurückgespielt worden ist, neuerlich abgibt.

Gambit- Fire meldet von einer Ausgangsbewertung 2.00 ausgehend (nach einer Rechentiefe und Zeit x,y) nach dem Ausspielen seiner HV einer bestimmten HZ- Zahl eine Änderung der eval zu 2.02, das ist dir und dem server- GUI erstmal wurscht, so lange nicht derselbe Gambit- Fire seine Halbzugzahl seiner HV einer bestimmten Rechnentiefe oder -Zeit in bestimmter Zeit oder Rechentiefe zurückgespielt und seine Bewertung danach neuerlich abgegeben hat. Ist sie dann 3.00, weil er unterwegs einen Superzug gefunden hat, den er zunächst nicht in der HV hatte, war die Ausgangsbewertung einfach zu niedrig und die ursprüngliche HV ist im A..., er kann sie als solche (die ursprünglichen Züge bis dorthin, wo er sie geändert hat), vergessen und von vorn, nein von der Änderung der HV an, neu anfangen. Stellt sich die Bewertung der neuen HV im Zurückspielen als wieder niedriger heraus, ist es ebenso. So lange sich die Bewertungsrelationen der Züge, die in die Datenbank kommen sollen, nicht mit den bleibenden Zügen über einem Mindestwert positiv ändern, (natürlich muss es nicht seitenneutral positiv sein, sondern für die Seite, die jeweils am Zug ist ) wird einfach keine neue Stellung gelernt und keine alte Bewertung einer alten überschrieben. Ich würde dabei auch nicht auf ein + oder - als Summenwert hin lernen, sondern auf ein + oder - in Prozenten der Ausgangsbewertung, dann musst du keine Absoluteinträge für jede vorkommende Stellung abspeichern, sondern nur ein statistisch so und so gutes prozentuelles Abschneiden relativ zur Häufigkeit, der Dauer, der Rechentiefe ...

Witz der Sache aber jedenfalls, dass erst durch die Rückwärtsanalyse einer engine überprüft zumindest gleich bleibende und gleichermaßen steigend bewertete Züge eine Chance haben, überhaupt aufgenommen zu werden. Bringt eine neue Stellung einen backward solving- stabilen Bewertungszuwachs, wird sie weiter verfolgt als die Alternativstellung im nächsten HZ mit geringerem Bewertungszuwachs, sind zwei gleich gut aber besser als jeder versuchte Andere, werden 2 dazukommen, ändert die engine, mit der ich analysiere dauernd ihre Züge nach dem Zurück, hat sie keine Chance, und sei es nur, weil ihr die Sortierung vieler vielleicht wirklich gleich guter Alternativen nicht gelingt.

In diesem Fall kann die nächste engine, vielleicht auch einfach, weil sie schon bald nach der ersten, eine Stellung, die offenbar größeres Interesse findet, neuerlich Züge vorschlägt, von denen auch wieder keiner allein so über die anderen hinaus kommt, dass das für Fortsetzungen reichte, auch ohne, dass weitere Züge aufgenommen werden, etwas zusätzlich erreichen:

Der server hat sich nämlich außer den maximalen Bewertungsunterschieden auch noch gemerkt, wie hoch sie im Schnitt waren und wie groß die Zahl der verschiedenen Versuche war und, wenn es dadurch auch immer noch nicht gelingt, den eindeutig besten nächsten HZ oder mehrere gleichwertig gute Varianten hinzuzufügen, könnte die gemeinsam häufig bearbeitete Stellung schon allein dadurch eine zusätzliche Merkmalsdifferenz erhalten. Gewissermaßen als zwar nicht statistisch besonders erfolgreich aber häufig untersucht und auch deshalb schon von besonderem Interesse, sozusagen von hohem impact factor.
Ist jetzt eine solche Stellung seit Wochen trotz enormer Analysezeit, die mit ihr verbracht wurde, immer noch ohne weiteren Zug, kann man davon ausgehen, dass sie (wenn nicht schon eindeutig remis) nicht nur unklar, sondern wahrscheinlich auch nicht von klarem Vorteil für eine Seite ist, das mag manch einem reichen, sich lieber mit einer anderen zu beschäftigen oder sie einfach als eine solche selbst abzuspeichern, die man ansteuern sollte, wenn man nur an Remis interessiert ist, in der Hoffnung, dass, was viele viele gute Versuche nicht gebracht haben, dem Gegner am Brett auch nicht so leicht gelingen wird, wie einem selbst, wenn man sich entsprechend genau vorbereitet hat. Ähnlich könnte man es mit Stellung machen, die ein Unmenge anscheinend gleich guter Alternativfortsetzungen bietet.

P.S. Ich weiß schon, dass ich etwas futuristisch klinge, aber etwas Anderes als Phantasie hat hier vorläufig niemand beizutragen und die Vorgehensweise als solche ist doch wohl absolut nicht neu und noch dazu ohnehin diejenige, nach der alle mehr oder weniger gefühlsmäßig vorgehen. Alles Andere sind rein logistische und administrative Details, wenngleich vielleicht noch diskussionwürdig und auf mehr als eine Art zu lösen.
Parent - - By Benno Hartwig Date 2011-09-09 22:58
Thanx für den Versuch, es so ausführlich zu erklären.
Aber, Asche auf iien Haupt, ich verstehe nicht, wie dies zur Bestätigung einer Bewertung führen kann (der Verifizierung, dass hier nicht getürkt wurde)
Oder war dies gar nicht dein Ziel?

Wolltest du die Verifizierung anhand anderer Stellungsbewertungen durchführen
Magst du dann ein ganz konkretes Beispiel mit fiktiven Werten angeben?
Jemand gibt zu Stellung S die Bewertung w mit Hauptvariante hv an.
Was untersuchst du daraufhin, und Wie läuft dann ganz konkret deine Logik?

Oder wolltest du die Berechnung direkt überprüfen?
Das von dir skizzierte Vorgehen (mit den 3 Halbzügen) ist zwar meist deutlich schneller als die durchschnittliche Analyse.
Es hat aber immer noch mindestens den Aufwand einer vollständigen Analyse mit der Annahme einer optimalen Zugsortierung. Günstiger kommst du nicht
Du liegst damit immer noch in der Größenordnung von ganz normalen Suchen.
Übern Daumen gilt ja für die Analysezeiten:
reines Minimax braucht Zuganzahl^i 
reines alphabeta mit optimaler Zugsortierung benötigt Wurzel(Zuganzahl)^i  (und das trifft auch für deinen Entwurf zu)
und die realen alphabeta-Analysen mit nur recht guter Zugsortierung liegen in derselben Ordnung.
(OK, ich weiß, heute ist da viel dazugekommen, und die effektive Verzeigung ist deutlich geringer. Aber das reine Verifizieren wird vermutlich immer noch in der Größenordnung der vollen Analyse liegen. Eine Übreprüfung einer größeren Zahl von Meldung wird scheitern, wen du nicht gleich eine 'Überprüfungsfarm' spendierst.)

Benno
Parent - - By Peter Martan Date 2011-09-10 01:15 Edited 2011-09-10 01:24
Vielleicht hat Michael ja recht, und man kann mit mir da wirklich nicht darüber reden.

Du machst dir völlig unnötige Sorgen, was ich oder wer auch immer zusätzlich zu dem, was du eine komplette Analyse nennst, veranstalten müsste.
Nichts von Alledem, ich will einfach den minimalen Aufwand, den der user selbst mindestens treiben müsste, um Neues in die Datenbank zu bekommen, anhand des eval- outputs seiner eigenen engine, mit der er eingeloggt ist, durch ihn selbst und seine engine kontrollieren lassen.
Dass man zum Vergleich dazu noch gleichzeitig mitrechnend eine weitere server- engine zum Vergleich heranziehen könnte, einfach wie bei einer Analyse mit mehreren engines unter einem gemeinsamen GUI, ist nur eine weitere Möglichkeit.
Brauchen wir aber gar nicht, wenn das server- GUI ein feature eingebaut hat, das die evals der user- engine auswertet, ohne jedes zusätzliche schachspielende Programm, ein reines Statistik-Modul sozusagen.

Ich will keine zusätzliche Kontrollinstanz installieren, weder um betrügerische Absicht noch einfach Blödsinn, den irgendjemand mit engine- Unterstützung in die Datenbank einzutragen versucht, zu verhindern.
Ich will einfach die zu einer irgendwie als komplett zu betrachtenden Analyse gehörende backward analysis, die auch jedes GUI als automatisches feature anbietet, zwingend vorschreiben, um so anhand der durch den hash- Eintrag der vor- und rückwärts gespielten Züge geänderten eval vor und nach dem Ausspielen und Rückwärtsspielen der Züge, die ich als Variante für speichernswert halte, zu beweisen, dass sich die Züge und deren Bewertungen gegenüber der Ausgangsstellung positiv für die jeweilige Seite auswirken.

Nehmen wir als konkrete Stellung die Grundstellung.
Um da 1.e4 neu einzutragen, nehmen wir mal an, das wär noch nicht drin, müsste ich eine bestimmte Zahl von Zügen als Variante spielen, die nicht nur am Ende von irgendeiner engine eine für Weiß bessere Bewertung bekäme als in der Grundstellung, ich müsste in einer vernünftigen Zeit und oder Rechentiefe der Rückwärtsanalyse dieser Variante mit dieser engine diese Bewertung im hash mit zurück nehmen können, sodass die dann, egal wie sie die Grundstellung vor dem Aus- und Zurückspielen bewertet hätte, mit von der Variante oder den Varianten vollen hash eine andere Bewertung hätte, als zuvor.

Z.B. Ich spiele ein paar Züge Spanier, dann zurück, und die engine sieht sich als Weißer in der Grundstellung danach statt um +0.19 um +0.21 im Vorteil, dann hat 1.e4 durch eine Variante wie 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sf6 4.0-0 Sxe4 5.d4 Le7, was Houdini 2, die Grundstellung mit +0.19 nach einer Minute bewertend, im ca. 23Hz-Rechentakt (so ca. 10 sec./Zug bei lauter Pondertreffern) ausspielt, dann lasse ich automatisch im Minutentakt zurück rechnen. Danach wieder, diesmal mit vollem hash, 1 Minute Daueranalyse, die HV hat sich geändert, Houdini hat jetzt 3...a6 statt Sf6, die Bewertung ist +0.18 für Weiß am Zug in der Grundstellung, ich hätte keinen Grund, mir 1.e4 in der Datenbank als neuen Eintrag zu speichern, zum Glück gibt's ihn schon.

Man könnte hingegen überlegen, ob die Antwort 1...e5 von Schwarz nicht eigentlich gereicht hat, als neu durchzugehen, hat es aber auch nicht, wenn die Schwelle für eval- Hebung wenigstens 2% ist, dann ist der eine cp von 0,19 auf 0,18 um die Hälfte zu wenig, man sieht schon, die Ansprüche an die Schwellenwerte sollten nicht zu klein sein, immerhin gibt es ja außer 1...e5 auch noch Anderes, was wahrscheinlich doch nicht leicht als schlechter beweisbar ist.


Jetzt hätte ich mir eine eigene Variante einfallen lassen können und wahrscheinlich hätte ich es auch mit entsprechend großem Zeitaufwand vor- und rückwärts nicht geschafft, 5 Züge zu finden, die die Grundstellungsbewertung meiner engine wesentlich gehoben hätten durch vollen hash, die nicht auch schon in der Datenbank wären, wenn ihr ein halbwegs komplettes Buch als Grundlage diente.
Ich hätte nicht gerade mit der Grundstellung anfangen müssen, aber irgendwie bíetet sie sich an, oder werden wir da wirklich mit noch so raffinierter engine- Manipulation leicht die Theorie widerlegen oder neu schreiben müssen?
Sicherheitshalber hab ich einen ganz wilden Gambit- Junior 11.2 genommen, dem ich die Figurenwerte alle halbiert und die positionellen Parameter um die Hälfte hinaufgesetzt hab, spielt lustig, das Ding, verliert natürlich immer, wenn man es von frühen Eröffnungsstellung loshetzen lässt, bringt aber taktische Finessen immer wieder in Rechenzeiten zum Vorschein, wenn die Stellung danach ist, dass man mit den Ohren schlackert.
Der eröffnet, nachdem er die Grundstellung zunächst 0.14 bewertet, so im 10- Sek./Zug- Takt:

1. Nf3 d5 2. d4 Bf5 3. Bf4 e6 4. e3 Bd6 5. Bxd6 cxd6

Nach einer Rückwärts- Fehlersuche mit 1Min./Zug, bei der er jedem einzelnen Halbzug bis zum 3. Weißzug einen anderen besser findet als den zunächst gespielten (na gut, ist ja auch mehr Bedenkzeit, besser als umgekehrt), bewertet er mit vollem hash die Grundstellung wieder mit 0.14.
(Ich verschweige verschämt, dass sich unmittelbar nach der Minute ein kurzer Ausreisser von 0.22 erreignet, das nivelliert sich aber bald wieder auf 0.16, außerdem war er in der Grundstellung mit leerem hash bald nach der Minutengrenze eine Weile auf 0.17, dann sogar auch auf 0.21, die Bedenkzeiten waren natürlich alle einfach zu kurz )

Man sieht aber schon, manipulierte engines können das System an die Grenzen bringen, 10% Schwellenwert hätten es aber ausgehalten.
Auch wollen wir ja Neuerungen, wenn sie irgendwie neu sind, nicht sofort wieder wegprunen, tatsächlich wäre auch die etwas exotische Gambit- Junior- Eröffnung noch im Rybka- Buch vorgekommen, so gesehen wäre ja auch wieder schade um sie.

Wo sind die Schwachpunkte?
Ich will jetzt wirklich nicht die Techniker reizen, mir zu schildern, wie sie eine server- Funktion, die nichts anderes machte, als die evals der eingeloggten engine abzuspeichern und miteinander zu vergleichen, überlisten würden. Natürlich kein Problem, aber doch auch keines, dass sich nicht lösen ließe, wenn man sich vor sowas überhaupt schützen müsste.
Nur in den Bewertungszeiten, Rechentiefen und Schwellenwerten, ab wo etwas als Eintrag gilt, sehe ich Diskussionsstoff, wenn man sich aber an dem, was man von der jeweiligen Stellung an evals und Möglichkeiten, sie zu verändern, kennt, orientiert, kann man eigentlich nicht viel falsch machen, es kommt ja wie schon mehrmals gesagt nicht auf die Absolutwerte, sondern nur auf die prozentuellen Änderungen an.
Für grundstellungsnahe Eröffnungsstellungen (so die ersten 10 Züge) sollten es wohl wenigstens 10 Prozent sein, schüttle ich mal aus dem Ärmel, nach 20 Zügen wäre wohl eher mehr gefragt? (Ich meine nur der Logik folgend, dass je weiter die Partie fortschreitet, desto näher man einer Entscheidung kommen sollte, und sei sie Remis, dieses würde sich in Eröffnungen dadurch ankündigen, dass die eval- Änderungen immer kleiner würden, das müsste aber wieder in Relation zu scharfen Varianten gesehen werden, bei denen die meisten engines schon deutliche + oder - Bewertungen abgäben, die müssten dafür wieder leichter zum Umschlagen oder Weitersteigen zu bringen sein.)

Ist das Alles eigentlich wirklich so abwegig?
Machen das nicht, wie auch schon gesagt, eigentlich ohnehin alle irgendwie so ähnlich, wenn sie mit einer oder mehreren engines analysieren oder Buchzüge editieren oder neue Varianten zu Büchern hinzufügen?
Übernehmen wirklich alle ständig nur völlig unkritisch irgendwelche Partien nur nach dem Ausgang derselben in bestimmten Zugtiefen in ihre Bücher, und wonach, wenn nicht nach den evals der engines und ihren Änderungen während einer Partie, einer Variante, gehen die Anderen alle vor, wenn das Ergebnis noch nicht eindeutig gewonnen, verloren oder remis ist?
Parent - By Ludwig Bürgin Date 2011-09-10 09:37
Hallo Peter

Übernehmen wirklich alle ständig nur völlig unkritisch irgendwelche Partien nur nach dem Ausgang derselben in bestimmten Zugtiefen in ihre Bücher, und wonach, wenn nicht nach den evals der engines und ihren Änderungen während einer Partie, einer Variante, gehen die Anderen alle vor, wenn das Ergebnis noch nicht eindeutig gewonnen, verloren oder remis ist?

      Nicht Alle

  Gruß Ludwig
Parent - By Michael Bechmann Date 2011-09-09 17:18 Edited 2011-09-09 17:21
Es ist auch bislang nicht die praktische Umsetzung unklar: Ich gebe sicherlich nicht 1 Millionen Stellungen manuell ein und bestimmt 1000 andere auch nicht (siehe hier die erwähnten 1 Mrd. Stellungen).
Ich habe nicht gefunden, wie man da ganz genau machen soll und muss, um seine Analysen ergänzen oder andere Analysen abrufen zu können.

Dieses Projekt hätte man übrigens schon seit einigen Jahren starten können. Um eine solche Online-Datenbank zu erstellen, braucht man kein neues Programm, das müsste man auch mit den
schon vorhandenen Schachprogramme (zum Analysieren) realisieren können.
Parent - - By Hans Schwerz Date 2011-09-09 22:18
habe gerade mitbekommen, das dieses "Letz Check" nur in Verbindung mit einem Premiumaccount funktioniert. Also wer das nutzen will kommt nicht drumherum sich fritz 13 zu kaufen und regelmäßig 49,-EUR für den daddelaccount im jahr zu bezahlen. na mahlzeit. ich bin weg
Parent - By Benno Hartwig Date 2011-09-10 10:07
[quote="Hans Schwerz"]habe gerade mitbekommen, das dieses "Letz Check" nur in Verbindung mit einem Premiumaccount funktioniert. Also wer das nutzen will kommt nicht drumherum sich fritz 13 zu kaufen und regelmäßig 49,-EUR für den daddelaccount im jahr zu bezahlen. na mahlzeit. ich bin weg[/quote]
Eine CB-Maßnahme zur Serverentlastung?
Damit auch ja nicht zu viele Analyseergebnisse kommen?
Erstaunlich!
Benno
Parent - - By Kurt Utzinger Date 2011-09-10 14:04
[quote="Hans Schwerz"]
habe gerade mitbekommen, das dieses "Letz Check" nur in Verbindung mit einem Premiumaccount funktioniert. Also wer das nutzen will kommt nicht drumherum sich fritz 13 zu kaufen und regelmäßig 49,-EUR für den daddelaccount im jahr zu bezahlen. na mahlzeit. ich bin weg
[/quote]

Kommt das überraschend? Nein, bestimmt nicht. Wer von diesem Feature profitieren will, wird
gezwungenermassen (auch verständlicherweise, oder nicht?) den neuen Fritz 13 kaufen müssen.
Kurt
Parent - - By Benno Hartwig Date 2011-09-10 15:20
[quote="Kurt Utzinger"]Wer von diesem Feature profitieren will, wird gezwungenermassen (auch verständlicherweise, oder nicht?) den neuen Fritz 13 kaufen müssen.[/quote]Und er kauft sich dann alle halbe Jahr einen neuen Fritz13, oder wie? 
Benno
Parent - - By Kurt Utzinger Date 2011-09-10 15:26
[quote="Benno Hartwig"]
[quote="Kurt Utzinger"]Wer von diesem Feature profitieren will, wird gezwungenermassen (auch verständlicherweise, oder nicht?) den neuen Fritz 13 kaufen müssen.[/quote]Und er kauft sich dann alle halbe Jahr einen neuen Fritz13, oder wie? 
Benno
[/quote]

Wo steht denn, dass der (später erneut zu bezahlende) Premium-Zugang einen Zusammenhang
für den Zugriff auf Let's Check haben wird?
Kurt
Parent - - By Hans Schwerz Date 2011-09-10 16:50
kommt leutz - ist doch ganz einfach. Einmal Fritz13 kufen und dann jedes Jahr den Fuffi blechen für dat Premiekonto. Auf die Analysen die Anwender mit der GUI von Fritz 14 erstellen und hochladen haben Fritz 13 Benützer keinen Zugriff. Wollda nochmer wisse oder was ?
Parent - - By Benno Hartwig Date 2011-09-10 19:53
[quote="Hans Schwerz"]kommt leutz - ist doch ganz einfach...[/quote]Nun frage ich mit Kurt zusammen:
Wo hast du dass den her, dass solch ein Premiumaccount notwendig sein wird? Echte Information oder Mutmaßung?
Benno
Parent - By Hans Schwerz Date 2011-09-10 20:49
nene ich weiß dat schon. Die Läätz Check Funktion bietet ja nicht nur das blose Hochladen von Analysen, sondern auch das gemeinsame Analysieren per Chat und so weiter. Also viele Premiumfeatures. Aba Chase-Base wird die Katze sehr bald in den Nuus aus dem Beutel lassen. Schachspieler die das 13. Take vom Fritz ohne Premie benutzen, haben hier nur sehr eingeschränkte Möglichkeitten der Nutzung.
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