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Up Topic Hauptforen / CSS-Forum / Lc0 übernimmt wieder die Führung
- - By Reinhold Stibi Date 2019-08-06 09:36 Edited 2019-08-06 09:39
Gerade ging bei mir das Match Lc0 T40B-106   gegen   Stockfish 25.07.19 Voy

nach 100 Partien zu Ende:

Gespielt wurde mit RTX 2070  und  Xeon X5690  12 Kerne   1 Min. + 1 Sek.pro Zug  Stefan Pohl 4 Züge Vorgabe

+ 18   = 69   -13   = 52,5 $   =  +17 Elo für Lc0

Dieses Ergebnis wird auch untermauert mit Match mit meinem Zweitcomputer

Lc0 T40B-86  GTX 1050 Ti   gegen  Stockfish 25.07.19 Voy  Ryzen 5  1 CPU  1 Min.+ 3 Sek.pro Zug  Stefan Pohl  4 Züge Vorgabe

bis jetzt 80 Partien  + 22  = 41   -17   = 53,1 %  = +22 Elo für Lc0

und großes Turnier mit 24 Engines und über 500 Partien

Sieger Lc0 42845  mit 34 Punkten  aus 46 Partien  vor Lc0 42595  mit 33.0 Punken    Stockfish 10  33.0 P.  und Stockfish 25.07.19 Viz. 31,0 P.
gespielt mit Ryzen 5  2 CPU BMI2  und GTX 1050 Ti   1 Min. +3 Sek.pro Zug   Stefan Pohl  4 Züge Vorgabe
Parent - - By Eduard Nemeth Date 2019-08-06 14:20 Upvotes 2
Das klingt alles gut für die Fans. Leider sieht es in der Turnierpraxis anders aus. Habe gestern mit Cfish (nur etwa 2600 kns) 7 Partien gegen eine starke Leela (60 bis 80 kns) auf Schach.de gespielt. Alle Partien bei 3+0 endeten auf Augenhöhe. Anschliessend gab es ein Blitzturnier auf Stufe 5+0. Ich habe gekiebitzt. Zwei Leelas endeten abgeschlagen und eine landete im Mittelfeld. Es ist schon klar dass mit Ponder ON Stockfish sehr tief rechnet, dazu noch die Endspieldatenbanken wo Stockfish auch wieder klar besser ist. Und nicht zu vergessen die langen Eröffnungsbücher, wonach schon zuviel festgelegt ist, und wenig Raum bleibt für positionelle Manöver. Aber das ist die Praxis, und da sind die meisten Fische leider besser. Wenn Leela also 2 schnelle Karten benötigt um nur halbwegs mitzuhalten unter den erwähnten Bedingungen, dann ist mit das zu teuer. Mehr als eine RTX 2060 ist für mich nicht drin. Ich bin gerne bereit mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Wer möchte darf gerne auf Schach.de gegen mich mit einer RTX 2060 oder 2070 antreten.
Parent - - By Reinhold Stibi Date 2019-08-06 15:05 Upvotes 1
Habe schon lange nicht mehr im Internet selber und im Maschinenraum gespielt.
Vielleicht fange ich wieder damit an.
Damals, vor ca. 5 Jahren war mein Computer mit 12 Kernen und 24 Threads einer der schnellsten
und ich war nahe daran sogar international ein Preisgeld zu erlangen. Soviel ich mich erinnern kann
hat Vasik Rajlich etliche male gewonnen.
Die besten hatten ausgefuchste Eröffnungsbücher.

Heute hätte ich mit meinem alten X5690 Computer nichts mehr zu melden.

Würde auch nicht mehr über eine RTX 2070 gehen, schon aus Energiegründen.

Stockfish ist viel ausgereifter als Lc0. Lc0 stellt für mich nur eine interessante Ergänzung dar.

Denke dass man im Internet mit einer schnellen CPU und Stockfish besser bedient ist als mit Lc0.
Parent - - By Reinhold Stibi Date 2019-08-06 15:34
Bin immer wieder überrascht dass die Tests mit der GTX 1050 Ti weitgehend deckungsgleich
mit den Tests der RTX 2070 sind.
Also für Testzwecke ist die GTX 1050 Ti vollkommen ausreichend. Da wird halt die Bedenkzeit
erhöht auf insgesamt  1 Min. + 3 Sek.pro Zug und Ponder on im Gegensatz zur RTX 2070 mit 1 Min. + 1 Sek. pro Zug und Ponder off.

Trotzdem macht natürlich die 2070 RTX mit den schnellen Lösungszeiten Spaß.
Parent - - By Reinhold Stibi Date 2019-08-09 06:52
Match Lc0 T40B.2-106  RTX 2070  gegen Stockfish 25.07.19 Voy  Xeon X5690  12 Kerne  

mit 1 Min. + 1 Sek.pro Zug  und NoomenShortLinesTestsuite

140 Partien   + 21  = 97  -22   =49,6 %  =  -2 Elo

Das Ergebnis spricht für sich.
Parent - - By Stefan Pohl Date 2019-08-09 07:37 Upvotes 2
Reinhold Stibi schrieb:

Match Lc0 T40B.2-106  RTX 2070  gegen Stockfish 25.07.19 Voy  Xeon X5690  12 Kerne  

mit 1 Min. + 1 Sek.pro Zug  und NoomenShortLinesTestsuite

140 Partien   + 21  = 97  -22   =49,6 %  =  -2 Elo

Das Ergebnis spricht für sich.


Na, dann kann ich meinen Testrun von T40B.2-106 ja abbrechen, wenn dieses "Ergebnis" für sich spricht...
Hat ja nicht lange gehalten, der gute Vorsatz, immer mindestes 500 Partien spielen zu lassen, weil alles darunter statistischer Nonsens ist. Schade.
Parent - - By Reinhold Stibi Date 2019-08-09 09:19 Upvotes 1
Deine Tests sind natürlich mit 500 Partien je Engine und insgesamt 3000 Partien genauer.

Mit 140 Partien kann ich immerhin eine Tendenz aufzeigen.

Außer dir ist kein einziger bereit 500 Partien pro Engines zu spielen.

In den letzten Zweikämpfen Lc0 gegen Stockfish lag bei dir immer Stockfish knapp vorne
und du hast dazu kommentiert, das hat nichts zu sagen weil noch immer innerhalb der Errorbar.

So wird es auch weiterhin sein, weil sich die beiden Engines nicht deutlich von einander abesetzen können.

Betrachte meine Tests doch nicht als Konkurrenz sondern als Ergänzung. Sie liegen doch meistens nicht
groß auseinander. Eine Bestätigung ist doch auch wertvoll und wenn du die Tests zusammenziehst ist auch
die Errorbar besser.

Ich darf gar nicht an die Stromnachzahlung am Jahresende denken mit meiner Xeon Workstation und der
RTX 2070. Da stehst du mit deinem Notebook natürlich wesentlich besser da. 

Außer dir und CEGT spielt niemand mehr (oder höchst vereinzelt) in Matches mehr Partien als ich
Parent - - By Stefan Pohl Date 2019-08-09 09:24
Reinhold Stibi schrieb:


Betrachte meine Tests doch nicht als Konkurrenz sondern als Ergänzung.
Ich darf gar nicht an die Stromnachzahlung am Jahresende denken mit meiner Xeon Workstation und der
RTX 2070. Da stehst du mit deinem Notebook natürlich wesentlich besser da. 



Ich sehe sie weder als Konkurrenz, noch als Ergänzung. So minimale Unterschiede zwischen verschiedenen Netzen und/oder Stockfish kann man so nicht messen. Diese "Ergebnisse" sind nur Zufallsschwankungen. Ergo sehe ich solche Tests schlicht als Zeit- und Stromverschwendung.
Parent - - By Reinhold Stibi Date 2019-08-09 09:58
Hoffe doch dass du mit deinen umfangreichen Tests weiter machst auch trotz der kleinen Unterschiede
zwischen Stockfish und Lc0. Es kommen dabei doch interessante Partien zustande und der Fortschritt
kommt in kleinen Schritten zustande.

Mit meinem Ryzen 5 und GTX 1050 Ti mit verlängerter Bedenkzeit werde ich auch zwischendurch
Matches mit 500 Partien austragen. 

Sei doch nicht so Statistik und Errobar gläubig. Deine früheren Tests mit 36 Partien pro Engines waren doch
auch aussagekräftig und du hättest dich wahrscheinlich kräftig dagegen gewährt wenn man deine Tests damals
abgewertet hätte.

Von außen betrachtet werden wir wahrscheinlich als Spinner und Wahnsinnige hingestellt wenn wir bei einem
Zweikampf 500 und mehr Partien für ein vernünftiges Ergebnis im Computerschach benötigen während bei der
menschlichen Begegnung ein Bruchteil dafür langt.
Parent - By Reinhold Stibi Date 2019-08-09 10:14
Werde aber nun ein Match wie oben mit meinem Ryzen 5  mit verlängerter
Bedenkzeit und 500 Partien starten, dann habe ich einen Verlgeich zu den 140 Partien
mit Xeon X5690 .
Parent - - By Stefan Pohl Date 2019-08-09 15:53 Edited 2019-08-09 15:59 Upvotes 1
Reinhold Stibi schrieb:


Sei doch nicht so Statistik und Errobar gläubig. Deine früheren Tests mit 36 Partien pro Engines waren doch
auch aussagekräftig und du hättest dich wahrscheinlich kräftig dagegen gewährt wenn man deine Tests damals
abgewertet hätte.


Wann hätte ich je Tests mit 36 Partien pro Engine gemacht??? Als ich lc0 mit mehr Zeit getestet habe, waren es 700 Partien, 100 je Engine und ich habe immer wieder darauf hingewiesen, daß die Einzelergebnisse nicht wirklich aussagekräftig sind. Nur, weil das immer wieder ignoriert wurde, habe ich dann auf 3000 Partien (500 je Engine) umgestellt.
Ich habe nie nur 36 Partien pro Engine getestet. Das wäre ja auch komplett lächerlich.

Und die Errorbar ist keine Glaubensfrage (Gauß würde sich im Grabe umdrehen!). Sondern eine mathematische Tatsache. Viele begreifen sie nur nicht. Wenn es überhaupt Fragen zur Errorbar gibt, ist es also die Verständnisfrage.
Parent - - By Reinhold Stibi Date 2019-08-09 19:39
Habe durchaus in Erinnerung dass du damals eine Testserie von 36 Partien pro Engines hattest
die ein paar Monate dauerte.

Werde dies nachprüfen;  habe die Partien wahrscheinlich gespeichert - dauert halt eine Weile.

Wie war denn das damals mit den Schachcomputern als man nicht die Möglichkeit des automatischen
Spiels hatte, oder doch nur sehr eingeschränkt. Da konnte man keine hunderte Partien mit Hand spielen
und trotzdem kam man auf brauchbare Vergleiche.
Parent - - By Reinhold Stibi Date 2019-08-09 20:48
Eine intelligente Möglichkeit die Partienanzahl für eine brauchbare Elo-Wertung zu reduzieren wäre:

300 Partien aufgeteilt in 6 Blöcken zu 50 Partien, davon den schlechtesten  und besten Block herausnehmen
und dann von den restlichen 200 Partien den Mittelwert nehmen.

Damit käme man m.E. auf einen sehr reallisten Elo.Wert.
Parent - By Guenter Stertenbrink Date 2019-08-09 21:35
die Reihenfolge der Partien spielt keine Rolle.
Es sind jedesmal dieselben engines mit denselben Bedingungen.
Also kann man die Bloecke auch nach Zufallszahlen auswaehlen.

Mit anderen Worten : das bringt alles keinen Vorteil
Parent - - By Olaf Jenkner Date 2019-08-09 21:40 Upvotes 1
Reinhold Stibi schrieb:

Eine intelligente Möglichkeit die Partienanzahl für eine brauchbare Elo-Wertung zu reduzieren wäre:

Es ist nicht intelligent, wenn sich Laien irgendwas ausdenken.
Es gibt Statistiker, die sich mit der Sache auskennen, die können eine intelligente Lösung finden.
Parent - By Thomas Plaschke Date 2019-08-09 21:52
Warum auf Fachleute vertrauen? Für praktische Lösungen gibt es Laien! Ich könnte tausende Beispiele für bessere Fachkunde von Nicht-Fachleuten geben, wenn ich welche hätte! 

Du hast es auf den Punkt gebracht!

Danke schön.
VG Th. Plaschke
Parent - - By Reinhold Stibi Date 2019-08-09 22:07
Man sollte mehr den gesunden Menschenverstand walten lassen
als sich auf Statistiker verlassen.
Von sog. Laien kommen oft die besseren Vorschläge als manche von sich
eingenommenen Sachverständigen.

Mein Vorschlag wird auch erfolgreich in anderen Sportarten angewandt.

Ob der Vorschlag gut oder schlecht ist kann man doch einfach in der Praxis
überprüfen.
Parent - By Thomas Plaschke Date 2019-08-09 22:29
Ich schätze, dass statistisch die Statistiker besser abschneiden.

Ich empfehle, einfach mal die Nase in populärwissenschaftliche Sachbücher zu Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung zu stecken. Es hilft nichts, wie ein Blinder den Regenbogen zu beschreiben.
Recht unterhaltsam und schnell, ohne tiefere mathematische Kenntnisse zu fordern, führt "Statistik. Ein Sachcomic" von Eileen Magnello aus der Reihe INFOcomics in das Thema ein.

Viele Grüße
Th. Plaschke
Parent - By Stefan Pohl Date 2019-08-10 09:19 Edited 2019-08-10 09:29 Upvotes 1
Reinhold Stibi schrieb:

Habe durchaus in Erinnerung dass du damals eine Testserie von 36 Partien pro Engines hattest
die ein paar Monate dauerte.

Werde dies nachprüfen;  habe die Partien wahrscheinlich gespeichert - dauert halt eine Weile.

Wie war denn das damals mit den Schachcomputern als man nicht die Möglichkeit des automatischen
Spiels hatte, oder doch nur sehr eingeschränkt. Da konnte man keine hunderte Partien mit Hand spielen
und trotzdem kam man auf brauchbare Vergleiche.


Ich hatte zu Unterhaltungszwecken mal Turniere mit wirklich langer Bednkzeit gespielt, wo ich dann auch mal live zuschauen konnte. Aber das war ein Turnier. Zu Unterhaltungszwecken. Wie das TCEC. Da waren es logischerweise wenig Partien. Aber auch dort habe ich immer die Auswertung mit der Errorbar gepostet, im Gegensatz zu deinen Tests. Und sicher habe ich nie behauptet, daß das ein Test wäre oder das die Ergebnisse mehr aussagen würden, als es die Errorbar zuläßt.
Generell kann man auch Tests mit nur 10 Partien machen. Letzlich ist nur wichtig, daß man sich und anderen klar macht, daß die Ergebnisse nur eindeutig sind, wenn sie eben außerhalb der Errorbars liegen und sonst eben nicht. Und je mehr Partien es sind, desto kleiner ist die Errorbar.
Ergo: um festzustellen, daß Stockfish besser als Rybka ist, reichen sehr viel weniger Partien aus (weil eben der Abstand zwischen beiden groß ist), als wenn man messen will, ob ein lc0 Netz 10 oder 15 Elo besser ist, als Stockfish oder schlechter.

Und damit bin ich aus dem Thema auch raus. Ich bin es leid. Engine Tests und Wettkämpfe sind so aussagekräftig, wie die Errorbar breit ist. Und nicht mehr. Und irgendwelche Teil-Blöcke zu bilden und rauszurechnen oder andere Tricks helfen da nicht. Man kann Statistik nicht austricksen.
Und um zu sagen Engine A ist besser als B bildet man die Vergleichserrorbar also sqrt((Errorbar A * Errorbar A)+(Errorbar B *Errorbar B)). Ist der Abstand der Engines A und B größergleich dieser Zahl, dann hat der Test gezeigt, daß A besser ist als B. Andernfalls nicht.
Ende meinerseits.
Parent - - By Stefan Pohl Date 2019-08-09 07:36 Upvotes 2
Eduard Nemeth schrieb:

Das klingt alles gut für die Fans. Leider sieht es in der Turnierpraxis anders aus. Habe gestern mit Cfish (nur etwa 2600 kns) 7 Partien gegen eine starke Leela (60 bis 80 kns) auf Schach.de gespielt. Alle Partien bei 3+0 endeten auf Augenhöhe. Anschliessend gab es ein Blitzturnier auf Stufe 5+0. Ich habe gekiebitzt. Zwei Leelas endeten abgeschlagen und eine landete im Mittelfeld. Es ist schon klar dass mit Ponder ON Stockfish sehr tief rechnet, dazu noch die Endspieldatenbanken wo Stockfish auch wieder klar besser ist. Und nicht zu vergessen die langen Eröffnungsbücher, wonach schon zuviel festgelegt ist, und wenig Raum bleibt für positionelle Manöver. Aber das ist die Praxis, und da sind die meisten Fische leider besser. Wenn Leela also 2 schnelle Karten benötigt um nur halbwegs mitzuhalten unter den erwähnten Bedingungen, dann ist mit das zu teuer. Mehr als eine RTX 2060 ist für mich nicht drin. Ich bin gerne bereit mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Wer möchte darf gerne auf Schach.de gegen mich mit einer RTX 2060 oder 2070 antreten.


Ich denke eher, daß das Problem die Zeitkontrollen sind: Das Zeitmanagement von Leela ist nachwievor sehr schlecht (mit Inkrement wird die komplette Basiszeit eigentlich immer bis Zug 60 verbraucht!). Eine Zeitkontrolle ohne Inkrement (3+0, 5+0 etc.) ist für eine Engine mit so schlechtem Zeitmanagement immer ganz schlecht. Weil bei längeren Partien dann extreme Zeitnot einsetzen kann. Das ist bei lc0 besonders fatal, da aufgrund der geringen Knotenleistung dann selbst simpelste, taktische Anforderungen nicht mehr "ausgerechnet" werden können.
Parent - - By Eduard Nemeth Date 2019-08-09 10:29
Ja, das stimmt. Das Leela Team macht sich mE. zu wenig Mühe das zu ändern. Hauptsache beim TCEC läuft es gut. Nur, beim TCEC schaut man nur zu! Und Ranglisten sind auch schön, aber ich möchte auch online spielen, was doch normal ist.
Parent - - By Reinhold Stibi Date 2019-08-10 16:54
Test T40.B2-106  mit GTX 1050 Ti    gegen   Stockfish 25.07.19 Voy

mit Ryzen 5 2 CPUs   1 Min. + 3 Sek.je Zug.   mit 100 Noomen ShortLines  Fritz GUI  Ponder on   Farben wechseln

Ganz überraschend hat nach 60 Partien Lc0 T40.B2-106  über plus 50 Elo  - ein Supereinstand !
Mit RTX 1070  und Xeon X5690  war nach 140 Partien  nur Gleichstand  das Ergebnis. 

Möchte ca. 600 Partien spielen  mit anschließender verschiedener Auswertung. Dies ist mir möglich, weil der Ryzen
sehr sparsam im Stromverbrauch ist.
Parent - By Reinhold Stibi Date 2019-08-10 17:07
Denke zwar nicht, dass Lc0 das Zwischenergebnis halten kann,
aber als Endergebnis wären + 20 Elo schon ein Erfolg für Lc0.
- - By 2phil4u Date 2019-08-11 19:42
Ich verstehe diese 1h plus Laeufe nicht.
Wenn ich engines teste Bsp der Gewinn pro Zeitverdopplung ist es doch viel geschickter und mathematisch schöner, wenn ich eine feste Zeit pro Zug habe.
Sonst spielt ein time Management Faktor mit rein, der unnötiges Rauschen erzeugt.
Klar ist es gut, wenn eine engine Sowas kann, aber es ist erstmal wichtig, wie die algos ansich funktionieren.
Mit timemanagment ist es verzerrt.
Gruss Philipp
Parent - - By Benno Hartwig Date 2019-08-11 20:34
Aber wenn Partien gespielt werden, dann ist gutes oder schlechtes Zeitmanagement doch eine Qualität, die eine gewisse Rolle spielen kann für die Spielstärke. Dann muss die Engine dies bei einem Test doch einbringen können(zu ihrem Vor- oder auch Nachteil). Dieses Kriterium rausnehmen sorgt doch für eine systematische Verfälschung (ok, sie mag sehr klein sein, weil der Einfluss eben klein ist).

Rauschen verstärkt es meiner Meinung nach überhaupt nicht, wenn Zeitmanagement Teil des Tests ist,
aber dies verhindert eine systematische Verfälschung.
(Aber im Grunde ist die vermutlich auch Wurst, weil die Unterschiede verschwindend klein sind!)

Benno
Parent - - By Reinhold Stibi Date 2019-08-11 21:02
Zeitmanagement ist für die eigentliche Spielstärke nicht wichtig deshalb meine Zeitvorgabe   1 Min. + 3 Sek. pro Zug.

Es ist doch immer wieder schade, wenn im Endspiel Partien aus Zeitmangel vergeigt werden. Die Computerspiele
dauern halt öfters über 100 Züge.

Nach dem jetzigen Stand hält Lc0 ca. + 25 Elo gegenüber Stockfish.
Parent - - By Benno Hartwig Date 2019-08-12 07:20

> Zeitmanagement ist für die eigentliche Spielstärke nicht wichtig deshalb meine Zeitvorgabe   1 Min. + 3 Sek. pro Zug.


Oh, ich glaube, ich hatte dich falsch verstanden.
"1 Min. + 3 Sek" gibt der Engine ja durchaus die Möglichkeit, Zeitmanagement gut oder schlecht zu machen. Ich glaubte, du willst feste Zeiten "4 Sekunden pro Zug" vergeben
Und Blitzpartien ohne Bonuszeit gefallen mir auch nicht.

Mir reicht aber auch 1 Sekunde als Bonus.
Normale Aufgaben erledigen Engines auch dann schon hervorragend(!),
und falls ihr dann doch die Zeit für Wundertaten fehlt, dann ist gerade das der Aspekt, bei dem ein besseres Zeitmanagement eine Rolle spielen könnte. Dann soll sie eben ggf. am Wunder scheitern.

Benno
Parent - - By Reinhold Stibi Date 2019-08-12 09:10
Bei meinem Ryzen 5 und Vorgabe mit 2 CPUs und GTX 1050 Ti  finde ich von der
Zeiteinteilung 1 Min. ganzes Spiel und + 3 Sek. pro Zug und Ponder on  optimal.
Damit kommen Stockfish und Lc0 ganz ordentlich in die Tiefe.

Mit meinem Xeon X5690  12 CPUs je 3,46 GHz und RTX 2070 reichen
natürlich 1 Min. pro Partie und 1 Sek. pro Zug   Ponder off  vollauf.

Auf meinem Ryzen 5 stockte einmal das Match. Stellte dann um auf 4 Züge Vorgabe Stefan Pohl  um.
Lc0 T40B.2-106 scheint recht gut zu sein. In diesem Abschnitt nach über 100 Partien  + 52 Elo für Lc0.

Insgesamt werden 600 Partien gespielt und dann nach verschiedenen Kriterien ausgewertet.

Mit ganz schneller Hardware und langer Bedenkzeit (TCEC) werden Programmvorteile eingeebnet
und die Anzahl der Remispartien steigt.
Eine ganz schnelle Hardware bietet also nicht nur Vorteile.
Parent - - By Lothar Jung Date 2019-08-12 09:45
Hallo Reinhold,
ich bin neugierig, wie das Netz 60 (später) skaliert, d.h. ob und inwieweit eine stärkere Hardware mit tieferer Berechnung auch relative Vorteile bringt.
Zur Zeit eignet sich das Netz noch nicht für solche Tests, da es auch auf deutlich stärkerer Hardware (2 x RTX 2070) noch taktische Fehler macht.
Netz 60 liegt jetzt doch über 3.200 Elo. Zur Zeit stagniert es bzw. die Self-Elos sind rückläufig.
Mal sehen wie es nach dem ersten LR-Drop aussieht.
LG Lothar
Parent - By Reinhold Stibi Date 2019-08-12 10:34
Hallo Lothar,

mit dem 60er Net halbiert sich die Knotenzahl.
Die Rechenleistung der RTX 2070 ist aber immer noch vollauf ausreichend.

Wenn sich die Knotenzahl bei einem noch größerem Netz erneut halbieren würde,
wäre auch dafür die RTX 2070 ausreichend schnell,  wenn man bedenkt dass die
RTX bis zu 8x schneller ist als die GTX 1070 Ti und diese in Tests sehr gut einsetzbar
ist und auch im taktischen Bereich sehr gute Ergebnisse liefert.

Natürlich ist man dann aber mit zwei RTX 2060 oder 2070 besser bedient.

Die Fortschritte des 60er Net sind am Tag ca. 30 Net-Elo oder noch weniger.
Vielleicht kommt aber zwischendurch ein kräftiger Schub.
Es könnte aber auch, wie ein anderer Forumteilnehmer meinte, bis zu einem Jahr
dauern bis das42er Net übertroffen wird.
Wir müssen uns wahrscheinlich in Geduld üben.

Schöne Grüße
Reinhold
Parent - - By Benno Hartwig Date 2019-08-12 10:40 Upvotes 1

> Eine ganz schnelle Hardware bietet also nicht nur Vorteile.



Den Vorteil bekommst du aber sofort wieder, wenn du entsprechend kurze Zeiten wählst.
Ein Vorteil in form von "gewonnene Zeit" oder "kleinere Fehlermargen".
Parent - - By Reinhold Stibi Date 2019-08-12 11:00 Edited 2019-08-12 11:37
Mit noch schnellerer Hardware als meine Xeon X5690 müsste ich
bei der Fritz GUI die Bedenkzeit auf halbe Min. ganze Partie und halbe Sekunde pro Zug einstellen können, 
das geht aber leider auf der FritzGUI nicht.

Dass die Software um einiges wichtiger ist als die Hardware zeigt doch der jetzige Stand des 60er Netzes.
Da könnte man 10  RTX 2070 in Reihe schalten und trotzdem wäre es noch schlechter als das jetzige 42er Net.

Auch ist Stockfish schon mit 1er CPU absolute Spitzenklasse.
Parent - - By Wolfgang Battig Date 2019-08-12 11:41
Reinhold Stibi schrieb:

Mit noch schnellerer Hardware als meine Xeon X5690 müsste ich
bei der Fritz GUI die Bedenkzeit auf halbe Min. ganze Partie und halbe Sekunde pro Zug einstellen können, 
das geht aber leider auf der FritzGUI nicht.
...


Unter Arena 3.5.1 (und auch unter älteren Versionen) geht es, für den Fall, dass Du es doch mal probieren willst:

Parent - - By Reinhold Stibi Date 2019-08-14 20:52
Danke für die Info.

Werde mich bei Gelegenheit noch näher mit Schach GUI Arena beschäftigen.

Reinhold
Parent - By Reinhold Stibi Date 2019-08-14 21:00
Nun ist mein großes Match nach 676 Partien

Lc0 T40B.2-106 GTX 1050 Ti  gegen  Stockfish 25.07.19 Voy  Ryzen 5  abgeschlossen.

+ 149  =437  -90   =54,36 %  = + 30 Elo für Lc0    alle Achtung !

Nehme an, dass mit stärkerer Hardware und längerer Bedenkzeit  die + Elos für
Lc0 dahinschmelzen.

Nähere Auswertung nach Blöcken usw. erfolgt später.
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